Chronik des Gebirgstrachten-Erhaltungsverein D´Leonhardstoana

von der Wiedergründung bis heute

   
  Wiedergründung des Vereins am 23. Februar 1946
   
 

Aber eines wurde sowohl von der damaligen Vorstandschaft als auch von der Regierung übersehen: Einen Verein kann eine Diktatur zwar willkürlich auflösen, doch aus den Herzen der Mitglieder kann man ihn nicht reißen. So wurde 9 Jahre nach seiner Auflösung der Verein am 23. Februar 1946 wieder ins Leben gerufen.

Am selben Abend wurde noch eine Vorstandschaft bestimmt. 1. Vorstand wurde Winkler Josef Schneidermeister, 2. Vorstand Rettermeier Leonhard, Schriftführer Baudrexl Bertl und als Kassier Josef Petz. Im Protokollbuch heißt es: Der Abend verlief in guter Stimmung aber leider fehlte die gute Maß Bier.

Wie mir der Rettermeier Leo erzählte, war der Hauptinitiator mein Vater Sepp Winkler.  Er kam zum Leo und begeisterte ihn für die Idee einer Neugründung, ebenso seine anderen Freunde, den Spitz (Frank Hans), Gruber Hansl, Petz Sepp, Baudrexl Bertl und Strillinger Anderl jun.; er machte jede Arbeit, auch bei der Mitgliederwerbung war ihm nichts zuviel.

   
  Einen Verein gründen ist nicht schwer, aber daß er von einer Besatzungsmacht genehmigt wird, ist eine andere Sache. Mein Großvater Josef Winkler sen. war zur damaligen Zeit der Bürgermeister von Kreuth und hatte ein sehr gutes Verhältnis zur Amerikanischen Militärregierung in Miesbach; auch bei der ganzen Schreiberei und Lauferei mit dem Landratsamt arbeitete Vater und Sohn gut zusammen. Das erklärt auch die schnelle Genehmigung des Vereins durch die Amerikaner. Denn keine zwei Monate nach der Wiedergründung wurde der Verein am 10. April 1946 genehmigt. Durch Erlaubnis der Regierung wurde am 4. Mai 1946 eine Gründungs- und Hauptversammlung einberufen. 55 Neumitglieder wurden aufgenommen.
   
  Außer einer desolaten Fahne war vom früheren erfolgreichen Trachtenverein nichts mehr da. Wo sollte man bloß Plattlerproben abhalten? Die ersten Plattlerproben nach dem Krieg fanden im großen Schulzimmer statt. Dazu schreibt der Langer Hardl: Zwar war immer noch der elektrische Strom rationiert aber mit einem Aggregat von der Wehrmacht hatten wir unser Licht. Georg von Kaufmann, damals Forstmeister in Kreuth lernte uns wieder die alten Figurentänze und neue Plattler, fast nach militärischer Disziplin (er war ja auch Major bei den Gebirgsjägern). Als der Spitz (der Spitzname vom Frank Hans), das sah wurde er narrisch: schuacha is a Ausdruck da Freid, da mog i hihaun wos mia baßt!

Bis 1952 fanden die Plattlerproben im Schulzimmer der Volksschule Kreuth statt. Dann untersagte die Gemeinde unter Bürgermeister  Hans Hagn die Benützung des Schulzimmers. Nun war guter Rat teuer. Es ergab sich dann die Möglichkeit, die Plattlerproben im Trockenraum im Badhäusl vom Retzl abzuhalten.

1953 wurde ein Hüttenausschuß gegründet um mit der Gemeinde und Weißachaugemeinschaft wegen eines Platzes zu verhandeln. Warum es zu keiner Einigung kam, konnte mir niemand mehr sagen. Es wurde dann das Angebot von meinem Großvater, dem alten Winkler, angenommen und auf seinem Grund eine Hütte errichtet (siehe Neue Leonhardstoanahütte)

   
  Aber zurück zu 1946: wie stand es mit der Tracht?

In den Familien gab es schon noch brauchbare Miedergwander, sowohl Seidene als auch Tanzmieder mit Pollnkittl. Anders sah es bei den Männern aus; Lederhosen ja, weiße Hemden auch, aber die alten Leonhardstoana-Joppen waren abgenützt oder gar nicht mehr brauchbar. Da der neue Vorstand ein Schneider war, wollte er seinen Verein auch sauber beinand haben. 1946 gab es nichts oder nur gegen Tausch, hellgraues Tuch, so wie es für die alten Joppen üblich war, war nicht aufzutreiben. Aber dunkelgrauer Loden war noch zubekommen, dafür mußte Schafwolle geliefert werden, ebenso für die Hüte; und so entstand die neue Leonhardstoana-Joppe und daraus der Leonhardstoana-Anzug, der aus dem Kreuther-Tal nicht mehr wegzudenken ist. Bei der 1200 Jahrfeier in Tegernsee wurde die neue Vereinsjoppe das erste Mal ausgeführt und rundum bewundert.
   
 

Dazu aus dem Vereinsbuch:

Die Wiedergründung des Gebirgstrachten Erhaltungsverein d´Leonhardstoana Kreuth:
Der Verein wurde im Jahr 1937 bei der Gleichschaltung durch die Naziregierung aufgelöst. Nach dem 6 jährigen Krieg, im Jahr 1946 am 23. Februar fanden sich in Kreuth wieder einige Burschen, Männer, Frauen und Mädchen die den Gebirgstrachten-Verein wieder ins Leben zurück ruften. Am Abend des 23. Februar fand dann die Gründung der Vorstandschaft statt, es wurde als erster Vorstand bestimmt: Josef Winkler Schneidermeister in Kreuth, 2. Vorstand Rettermeier Leonhard, Schriftführer Baudrexl Bertl und als Kassier Josef Petz ernannt. Der Abend verlief in guter Stimmung aber leider fehlte die gute Maß Bier.

Nach vieler schriftlicher Arbeit an die Amerikanische Militär-Regierung Miesbach wurde der Verein am 10. April 1946 wieder genehmigt. Durch Erlaubnis von der Regierung wurde am 4. Mai eine Gründungs- und Hauptversammlung einberufen. Die Einleitung der Versammlung folgte durch einen Zitherclub (Zither: Winkler Sepp, Rettermeier Leo, Baudrexl Bertl, Gitarre: Strillinger Anderl)  mit Ländlern zum Besten, anschließend gab der 1. Vorstand die neue Satzung bekannt und dann folgten die Neuaufnahmen. Es wurden an dem Abend 55 Mitglieder aufgenommen, also schon ein ganz schöner Verein stand von den Toten wieder auf. Einstimmig wurde noch beschlossen, daß Kriegsversehrte, die in den Verein beitreten wollen, allerdings Bodenständige oder Ortsansässige Kreuther, ohne Aufnahmegebühren und ohne Jahresbeitrag in den Verein aufgenommen werden. Der Abend verlief wieder lustig und humorvoll.

Schriftführer Baudrexl

   
  Der Verein stand vor dem Nichts. Die Hütte war zur Nazizeit verscherbelt worden, die Vereinsfahne in desolaten Zustand. Aber man war frei, die Militärregierung hielt sich zurück, man konnte sich wieder zu seiner Heimat und seinem Verein bekennen. Und so wurden die Ärmel aufgekrempelt und prompt ging es aufwärts. Es wurden wieder Gartenfeste abgehalten, Bälle veranstaltet, Christbaumfeiern, das althergebrachte Rodelrennen fand wieder statt und es gab wieder eine Faschingsgaudi und was für eine, mit Fuchsbau und Schneereifenrennen. 1954 wurde das erste Mal mit dem neuen Truhenwagen an der Leonhardifahrt teilgenommen. Auch Vereinsausflüge wurden wieder gemacht.
   
  Dazu die Eintragungen aus dem Vereinsbuch von 1946:
   
 

Am 16. Juni 1946 war ein Vereinsabend mit Tanz. Herr Oberlehrer Rehle las aus seiner selbst zusammengesetzten Chronik vor. Nach seiner mühevollen 10 jährigen Arbeit gelang es Herrn Oberlehrer Rehle seine weit in den hundert Jahren zurückgreifende Chronik fertig zu stellen. Der Vortrag dauerte gute 2 Stunden und war sehr lehrreich, gerade für den Verein zur Erhaltung der Sitten und Bräuche der Alten. Anschließend folgte der gemütliche Teil mit Schuhplatteln und Tanz und fleißig spielte uns auf der Spitzer Franz.

Schriftführer Baudrexl

   
 

Am 28.7. hielt der Verein im Kurpark sein althergebrachtes Gartenfest ab, welches sehr gut besucht war. Zum Tanz spielte die Wiesseer Kapelle. Der Glückshafen, aus freiwilligen Spenden gerichtet, fand reißenden Absatz. In einer Stunde war derselbe ausverkauft. Es fand noch ein Fischstechen und Satz-Hüpfen statt, letztes fand viel Beifall bei den Zuschauern.
Leider kam gegen 1/2 5 Uhr ein starkes Gewitter, so daß das Fest im Freien abgebrochen werden mußte und in die Räume des "Batznhäusl" verlegt wurde. Fleißig spielte die Kapelle die alten, vertrauten Weisen und erst spät fand das schöne Fest ein harmonisches Ende.

Für den Schriftführer: Leonhard Rettermeier 2. Vorstand

   
  Dem Verein seine Einnahmen waren: Eintritt, Glückshafen,  Fischstechen, Sackhüpfen, später dann auch die Schießbude. Der Batznhäuslwirt Hermann Walch übernahm den Ausschank und die Brotzeit, der Verein hatte davon nichts, mußte aber die Musik bezahlen. Erst 1963 unterm Vorstand Klaus Göttfried übernahm der Verein beim Gartenfest das Bier und hatte somit auch höhere Einnahmen.1964 übernahm dann der Verein auch die Brotzeitbude.
   
  Am 22.9. riefen die Tegernseer alle Trachtenvereine und Einheimischen zu Ihrer 1200 Jahrfeier.
Mit 2 liebevoll hergerichteten Dax-Wagen beteiligte sich der Verein an der kirchlichen Feier mit Prozession.

Feierlich die Frauen im Schalk, schmuck und sauber die Dirndl und nicht zurück standen die Männer und Burschen in ihren neuen Joppen, den Stopselhüten mit den Spielhahnfedern. Herrliches Wetter krönte die unvergeßliche Feier, der Tausende von Zuschauern beiwohnten.

2 Tage später beteiligte sich der Verein nochmals mit 2 Wagen an der weltlichen Feier der Tegernseer. In herrlicher Farbenpracht des Herbstes standen die Bergwälder, der See glänzte und leuchtete wie flüssiges Silber in der selten warmen Herbstsonne, denn darüber stand ein echt bayrisch-blauer Himmel. Der Bandltanz, oft geprobt und von vielen Mitgliedern mit Ängsten beobachtet, klappte vorzüglich und fand den meisten Beifall der zahlreichen Zuschauer. Lustig frohlockten auf der Heimfahrt die weiß-blauen Bandl und am Abend fand sich nochmals Alt und Jung zum gemütlichen Beisammensein mit Tanz im Vereinslokal.

Alle beteiligten werden diese beiden Festtage unvergeßlich bleiben.

Für den Schriftführer: Leonhard Rettermeier 2. Vorstand

   
 
   
 

Ein Kirchweihtanz am 21.10. mit der Kapelle "Guggn Sepp" brachte allen Tanzlustigen viel Freude. Sepp spielte, daß es eine Freude war und die Klarinetten pfiffen und jubelten, daß es einem die Füße von selber mitriß. Gut war die Stimmung, es fehlte halt uns unser Gutes 12%.

Für den Schriftführer: Leonhard Rettermeier 2. Vorstand

   
 

Am 6.11. beteiligte sich der Verein an der althergebrachten Leonhardifahrt. Freundlicherweise hatten die Amerikaner den Saal vom Lehmann für die Einheimischen zur Verfügung gestellt. Nicht zu vergessen, es gab sogar Vollbier und dasselbe hob gewaltig die Stimmung. Zünftig wars, nur zu kurz und das gute Bier zu wenig.

Für den Schriftführer: Leonhard Rettermeier 2. Vorstand

   
 

Zu einer lang entbehrten lustigen Christbaumfeier lud der Verein am 29.12. alle Kreuther und viel anderes Volk. Bei amerikanischer Versteigerung hatte der Verein eine gute Einnahme. Anschließend spielte Spitzer Franzl zum Tanz und es war noch recht gemütlich.

Für den Schriftführer: Leonhard Rettermeier 2. Vorstand

   
  Damals war noch jedes Jahr eine Neuwahl fällig. So wurde bei der Hauptversammlung am 26. Januar 1947 eine neue Vorstandschaft gewählt, die bis auf den Schriftführer die alte blieb. Neuer Schriftführer wurde der Sanktjohanser Lenz jun.
   
  Auch 1947 rührte sich was beim wiedererstandenem Verein:
   
  Am 2. Februar fand das althergebrachte Rodelrennen vom Pletscherer Grabn statt.
   
  Am 17 Februar veranstaltete der Verein den alljährlichen Vereinsball, die amerikanische Belegschaft stellte den Saal im Hotel Post zur Verfügung.
   
  Am 17. August fand im Kurpark ein Tanzfest des Vereins statt, zudem die ganze Bevölkerung und drei Vereine geladen waren.

Ein Gartenfest im alten Stile konnte nicht abgehalten werden, da die Preise für den Glückshafen, das Fischstechen und das Sackhüpfen nicht aufzutreiben waren. Zwei neue Tanzflächen boten genügend Raum für die Tanzlustigen und der Guggn Sepp munterte mit freundlichen Weisen auch noch die älteren Besucher zu einem Tanz auf. Von den geladenen Vereinen waren nur einzelne Mitglieder erschienen und so verlief der Nachmittag etwas lau. Erst am Abend kam größerer Schwung in die Veranstaltung, die um 22.30 Uhr endete.

   
  Am 6. November nahm der Verein mit zwei sauber geschmückten Wägen an der Leonhardifahrt teil.

Das Wetter war naß, nur für die Umfahrt schloß Petrus die Schleußen. Die Amerikaner hatten dieses Jahr leider nicht den großen Saal des Hotel Lehmann zur Verfügung gestellt, so daß es für die vielen Teilnehmer an Platz mangelte und viele auch gleich nach der Umfahrt wieder an die Heimfahrt denken mußten, auch fehlte dieses Mal das amerikanische Vollbier, das im vergangenen Jahr die Stimmung so sehr gehoben hatte. Trotzdem wurde es am Nachmittag und am Abend noch mehr, lustig im Batznhäusl.

   
  Zum ersten Mal seit Bestehen des Vereins lud dieser seine Mitglieder zu einem Preisplatteln ein. Das Zustandekommen dieser Veranstaltung ist vor allem unserem Forstmeister von Kaufmann zu verdanken. Viele schöne Preise belohnten alle Teilnehmer für Ihre Leistungen. Als Schiedsrichter wurden die beiden alten Plattler Jennerwein Mathias (Binder Hiasl) und Kramer Georg gewählt.

Forstmeister von Kaufmann spielte für alle Teilnehmer einen vorher bestimmten Plattler. Die Besten wurden:
bei den Mädchen: Schober Lisi; bei den älteren Teilnehmern der Männer: Sanktjohanser Sepp (allerdings mußte dieser mit Frank Hans rittern); und bei den Jungen unser Vorplattler Rudi Rehle.

Alle Teilnehmer waren begeistert und wünschen eine Wiederholung der Veranstaltung im nächsten Jahr.
   
  Am 25. Oktober feierte unser lieber Kiem Pauli seinen 65. Geburtstag zu dessen Ehrung ihm unsere Mädchen und Burschen als Morgenständchen den schönsten Tanz des Vereins, den Bandtanz aufführten. Pauli freute sich herrlich über dies Aufmerksamkeit deren Anreger Herr Forstmeister von Kaufmann war.
   
  Am 13. Dezember wurde eine Versammlung abgehalten.
 
Tagesordnung: Christbaumfeier, Rodelrennen, Leonhardstoanaball. Die angeregte Christbaumfeier wurde auf allgemeinen Wunsch der Vereinsmitglieder abgeschlagen, wegen Mangel an Gegenständen zum Behängen des Baumes. Das Rodelrennen wurde auf den 11. Januar festgesetzt mit anschließendem Ball, wenn möglich im Gasthof zur Post.
   
  1948
   
  Auch 1948 war ein hartes Jahr, nicht nur für die Leonhardstoana sondern für die gesamte Bevölkerung so wurde es ein mageres Jahr.
   
  Bei der Hauptversammlung kam auch das Hüttenproblem wieder zur Sprache, was aber vorerst wegen der Grundfrage noch zurückgestellt werden mußte. Trotzdem wurde aber eine Arbeitstour am Weidberg am 22.2. gehalten.
Dazu im Vereinsbuch: Der Verein, mußte als Gegenleistung für erhaltenes Bauholz, Grubenholz arbeiten. 13 Mann und eine gute Brotzeit vom Winkler Sepp schafften alles an einem Tag. Eine Woche später mußten 6 Mann den Weg freischaufeln, damit das Holz abgeführt werden konnte.
   
  22 Vereinsmitglieder nahmen am 9. Mai an der Trachtenwallfahrt nach Birkenstein teil, nachmittags ging es dann noch nach Bayrischzell zu einer halben Bier und gemütlichem Beisammensein.
   
  Bei einer extra einberufenen Versammlung am 7.8. wurde über das Sein oder Nichtsein des Gartenfestes entschieden. Man kam zu dem Ergebnis, daß es sich nicht rentiere. Wir wurden dadurch um unser altherkömmliches Fest und um die Einnahmen gebracht.
   
  Für das magere Jahr entschädigte dann Leonhardi. Bei schönstem Wetter fand die Leonhardifahrt statt.

"Genau so strahlend wie der Himmel waren auch die Festteilnehmer, wozu auch der Alkohol ein wesentliches beitrug, da es ja heuer zum ersten Mal wieder in unbegrenzter Menge gab. Nach dreimaliger Umfahrt ging es in die Wirtschaften wo bei einer "Pfunds-Blechmusi" und einer guten Brotzeit zum weltlichen Teil übergegangen wurde. Man kann nur sagen: Schön war´s und lang hat´s dauert."
   
  1949
   
  1949 brachte es Kreuth zum ersten mal nach langen Jahren wieder zu einem Maibaum.
   
  60. Gründungsfest der Wallberger am 24.7.

Auch die Leonhardstoana sind der Einladung der Wallberger gefolgt und zu Ihrem Gründungsfest erschienen. Bei herrlichem Wetter wurde der Trachlterumzug abgehalten. Er begann und endete beim Gasthof Seerose, wo auch die Bühne aufgeschlagen war. Die Leonhardstoana führten den Bandltanz vor, der allerseits Gefallen hervor rief. Besonders gut ist der Verein durch seine schöne und einheitliche Tracht aufgefallen.
   
  Waldfest am 7.8.

Nach einjähriger Pause wurde heuer wieder ein Gartenfest durchgeführt. Die Tanzbühne stand im Kurpark, dem schönsten Platz den es für ein solches Fest gibt.
Ein mit sehr schönen Preisen ausgestatteter Glückshafen war auch da, der ja immer seine besondere Anziehungskraft hat und auch bald restlos ausverkauft war.
Bandltanz, Kronentanz und Plattler wechselten einander ab. Zünftig war auch das Schubkarrenrennen und Wettlaufen der Buben. Bis spät in die Nacht hinein spielte die Musi und das Fest endete mit einem vollen Erfolg.

   
  Ausflug nach Inzell und Berchtesgaden am Kirchweihsonntag:

Sieben junge Kreuther Madl und Burschen hatten sich entschlossen, am Kirchweihsonntag Herrn von Kaufmann zu besuchen. Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten groß. Hat doch Herr von Kaufmann viele, für uns neue, Trachtentänze und Plattler nach Kreuth mitgebracht und den jungen Leonhardstoanern angelernt. Er hat sich damit ein bleibendes Verdienst im Verein erworben.

Nach gutem Frühstück wurde wieder aufgebrochen und weiter gings über Ramsau, Berchtesgaden nach St. Bartholomä. Die Rückfahrt ging über Reichenhall zurück nach Inzell, wo wir von Frau und Herrn Forstmeister bereits erwartet wurden. Nach dem Abendessen wurde aufgespielt und geplattelt, daß es eine wahre Freude war. Zwischendurch gings auch einmal auf die Kirtahutschn, die eigens für den Besuch aufgebaut worden war.

Allzuschnell verstrich die Zeit und es mußte an die Heimfahrt gedacht werden. Ein kurzer Abstecher noch auf den Siegsdorfer Trachtenball, wo die Leonhardstoana einen Ehrentanz bekamen und dann gings nach Haus. Allen wird dieser schöne Ausflug noch lang in Erinnerung bleiben.
   
  Leonhardifahrt am 6. November

Wie alljährlich, so nahmen auch heuer zwei sauber gebundene Wägen an der Umfahrt teil. Der Wettergott hatte einsehen und ließ es erst regnen, nachdem in den Wirtschaften bei Brotzeit und Bier alles gut untergebracht war. Allzuschnell verstrichen die schönen Stunden und so manche und mancher hatten den Wunsch, wenn es nur öfter im Jahr einen Leonharditag gäbe.
   
  1950 mußte angesichts der Geldknappheit der Jahresbeitrag herauf gesetzt werden, der nun 1,50 DM für männliche und 0,50 DM für weibliche Mitglieder beträgt. Die Aufnahmegebühr wurde auf 3 DM festgesetzt.
   
  Nach dem Rodelrennen am 5. Februar wurde dann am Faschingssonntag ein närrischer Sonntag abgehalten.

Hunderte lachten, bis ihnen die Tränen über die Backen rannen und bewiesen damit den Leonhardstoanern, daß sie für den Faschingssonntag den richtigen Faschingszauber in Kreuth aufgezogen hatten. Es war auch wirklich toll, was bei diesem Schneereifenrennen an Mummenschanz aufgeboten wurde. Eine Maske überbot buchstäblich die andere, nicht nur an Verkleidung, sondern auch in dem Bestreben über die närrische Rennstrecke zu kommen. Am Fuchsbau einem Hindernis mit fünf Eingängen und nur einem Ausgang, spielten sich die tollsten Szenen ab. Kaum einer der Teilnehmer und närrischen Teilnehmerinnen, darunter sogar drei Herren in der Alterklasse zwischen 60 und 80 Jahren, erwischte auf Anhieb den richtigen Weg.

Wenn es noch eine närrische Steigerung gibt, beim abendlichen Faschingskranzl wurde sie erreicht.

   
  Dieses Jahr gab es wieder einen neuen Maibaum
   
  Waldfest

Wenn unlängst ein "Trachtengewaltiger" daran Anstoß nahm, daß die Leonhardstoana nicht dem Gauverband angeschlossen sind, und dies in einem Gedicht mit den Worten zum Ausdruck brachte, daß man scheinbar hinter Wallberg und Leonhardstein schlafe, so hätte ihn dieses Waldfest eines Besseren belehrt. Rund tausend Zuschauer, Einheimische und Fremde waren gekommen und waren begeistert über das, was die Leonhardstoana und ihre Gäste die Wallberger und die Tanzgruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaften an altem Brauchtum zeigten.
Es war aber auch eine Freude zuzusehen, wie sie Bandl- und Kronentanz, Steyrer und Achter tanzten und im Wettbewerb mit den Wallbergern plattelten, daß der Boden dröhnte. Dabei bewies auch die neue Tanzbühne ihren Wert, geschaffen vom Edbauer Hansl, die nun endlich das richtige Ausmaß hat.

Einen vollen Erfolg brachte wieder der Glückshafen, der mit überraschend guten Preisen beschickt war, so daß ein Griff in die Losschüssel nicht lauter Wurstel hervorbrachte. Alles in allem es war ein voller Erfolg.
   
  Wallbergerfest

Hatten die Wallbergler durch ihren Besuch die enge Verbundenheit mit unserem Verein bewiesen, so wollten auch wir nicht nachstehen. Ein Daxwagen voll junger Madln und Burschen hatte sich zusammen gefunden und auf gings nach Enterrottach. Bei guter Stimmung, einer zünftigen "Musi" und einer guten Maß Bier verging der schöne Nachmittag nur allzuschnell und es mußte wieder an die Heimfahrt gedacht werden.
   
  1951
   
  Im Vereinsjahr 1951 war auch wieder einiges los:

Faschingsgaudi am 4. Februar,
Fronleichnam am 24. Mai,
Beerdigung vom Stillner Klaus am 3. Juli,
Wallbergerfest am 12. August,
Fahnenweihe des Burschenvereins in Rottach am 26. August,
Mitgliederversammlung wegen eines Vereinsausflugs am 1. September,
Vereinsausflug nach Innsbruck und ins Stubai am 9. September,
Leonhardi am 6. November.

   
  Zum Vereinsausflug der Bericht des Schriftführers Rudi Rehle:

An einem schönen Herbsttag, es war Sonntag der 9. September, startete man in der Früh´ um 6 Uhr von

Kreuth aus, in zwei vollbesetzten Omnibussen, Richtung Innsbruck. Anfangs hinderte starker Morgennebel die Sicht. Doch schon ab Achensee wurde es zusehens lichter. Am Inn entlang war der Nebel völlig verschwunden, so daß sich die Kalkriesen des Karwendels zur Rechten und die etwas sanfteren Erhebungen der Duxer Vorberge zur Linken, in ihrer ganzen Größe dem Auge des Beschauers boten.

In Innsbruck angekommen, schauten wir uns zuerst die Hofkirche mit den berühmten "schwarzen Mandern" an. Hernach machten wir einen kleinen Besichtigungsgang durch die Stadt. Dann ging die Fahrt weiter ins Stubai. Zuerst fuhren wir die Brennerstraße aufwärts und bogen dann bei Schönberg rechts ab in das Stubaital. Die überaus eindrucksvolle Hochgebirgslandschaft, die sich nun unseren Blicken auftat, war für die meisten von uns neu.
Wir kamen durch Tulpmes, dem Hauptort des Stubaitales, Medraz, und machten schließlich in Neustift halt. Hier wurde Mittag gemacht und hernach die Gegend in Ruhe eingehend besichtigt. Anschließend stiegen wir wieder in unsere Omnibusse und fuhren wieder zurück nach Innsbruck, wo wir den Berg Isel und noch  einmal die Stadt besichtigten.

Dann wurde zur endgültigen Heimfahrt aufgebrochen. Das Inntal war durch die untergehende Sonne besonders schön beleuchtet. Den "Kasbach" brachten wir nach einigen Verkehrsschwierigkeiten auch glücklich hinter uns. Im Achental und in der Glashütte machten wir noch einmal Halt und schwangen nach ausgiebiger Brotzeit auch noch das Tanzbein. Spätabend kamen wir wieder in Kreuth an.

Der Ausflug war für alle Beteiligten ein wunderschönes Erlebnis und brachte eine freudige Abwechslung in das einförmige Vereinsleben. Eine solche Art der Abwechslung wäre eine Wiederholung schon wert.

   
  1952
   
  1952 wird das Hüttenproblem akut, denn die Gemeinde hatte dem Verein das Schulzimmer gekündigt.
   
  1952 wurde auch ein wichtiger Entschluß gefaßt: Der Verein will sich für die Leonhardifahrt einen eigenen Truhen-Wagen anschaffen.
   
 
   
  In der ordentlichen Hauptversammlung am 10. April 1953 wurde ein Hüttenausschuß gebildet.

Doch die Verhandlungen mit der Gemeinde und der Weißachaugemeinschaft brachten nichts. So faßten der Hüttenausschuß und die Vorstandschaft am 2. August den Beschluß, auf ein Angebot von Josef Winkler sen. einzugehen und auf dessen Grundstück eine zerlegbare Mehrzweck-Hütte zu erstellen. Der Vertag mit Herrn Winkler wurde ausführlich beraten und schließlich einstimmig gut geheißen. Er stellt unter den gegebenen Umständen die beste Lösung dar, die gefunden werden konnte. Am 4. Oktober wird die von Josef Stich erbaute Hütte, die allgemein als glückliche Lösung bezeichnet wurde, mit Musik und Tanz eingeweiht.

   
  In den nächsten Jahren ging es im Verein auf und ab.
   
 

Am 1. Mai 1954 fuhren 4 Paare nach Salzburg zum alpenländischen Volkstanzfest und hinterließen unter vielen anderen Trachtengruppen einen sehr guten Eindruck.

   
 
   
  Auf dem Leonhardstein wurde am 19. Juni 1955 vom Verein ein neues Kreuz errichtet.

Und am 15./16. Oktober war der Almbauerntag in Rottach-Egern. Bei dem sehr gelungenem Heimatabend am Kirchweihsamstag in der "Überfahrt" in Egern anläßlich des Almbauerntages wirkte neben den Waakirchner Sängern und den Fischbachauer Dirndln unter anderem auch die Plattlergruppe des Vereins mit. Am Kirchweihsonntag beteiligten sich die Leonhardstoana auch am Kirchenzug und Festgottesdienst der Almleut und Almbauern in Egern.

   
  Nach dem die Leonhardstoana bisher mit dem Wetter Glück gehabt haben war auch beim heurigen Gartenfest wieder ein strahlender Sommertag.

Es war "a mords Zuagang". Menschenmengen wie noch nie. Schuhplattler, Steyrer, Bandl- und Kronentanz klappten vorzüglich. Glückshafen, Schießstand, Wurfbude und Drahtseilbahn fanden regen Zulauf. Die Hirschbergler und Wallberger waren auch mit dabei. Alles lief wie am Schnürl und der Tag endete in bester Harmonie. Und sogar die "Musi" spielte mehr richtige als falsche Noten. Alles in allem ein großartiger Erfolg. - Möge es immer so bleiben.

   
  Der Leonhardstag am 6. November war ein überaus schöner strahlender Herbsttag und gab neben der eindrucksvollen Bergkulisse den äußeren Rahmen für die diesjährige Leonhardifahrt. Der Festgottesdienst wurde im Freien vor dem Handl-Anwesen abgehalten. Die Kreuther Sänger sangen die Bauernmesse. Unzählige Menschen aus Nah´ und Fern´ beteiligten sich am Festgottesdienst und wohnten anschließend der dreimaligen Umfahrt bei. Die Leonhardstoana fuhren wieder in ihrem schönen neuen Truhenwagen.
   
  1956
   
  In der Hauptversammlung am 25.3.1956 beschloß man, nur mehr alle zwei Jahre eine neue Vorstandschaft zu wählen. Bei - Wünsche und Anträge - kam es zu recht lebhaften Debatten. Besonders heftig wurde die Debatte, als ein Mitglied die Frage stellte, ob in Zukunft dem Mangel an "Dirndln" beim Trachtentanz nicht dadurch abgeholfen werden könnte, daß man einfach "Dirndln mit Bubikopf" zum Schuhplatteln zuläßt. Diese Auseinandersetzung wurde ziemlich laut und persönlich geführt, und es gab ein paar rote Köpfe, so sehr redete man sich in die Hitze. Aber der Verein hält doch treu und fest zum heimatlichen Brauchtum und zur alten Sitte.. Man konnte von den anwesenden "Dirndln" sogar deutlich zu hören bekommen, daß sie so etwas nicht zuließen.

Von der Vorstandschaft wurde auch der Antrag gestellt, die Vereinshütte in stabiler Ausführung zu erstellen und fürs Gartenfest die vorhandenen Anbauteile mit noch fehlenden zu einer Festbude auszuführen. Man war sich darin einig, daß durch das jährlich zweimalige Auf- und Abbauen der Hütte bald größere Schäden entstünden. - Die Zimmerer-Arbeiten hierfür werden in nächster Zeit vergeben, soweit es unsere Kasse "verkraften" kann.
   
  Am 29. Juli fand das übliche Gartenfest statt.

Es wurde ein voller Erfolg in jeder Hinsicht. Beinahe hätte uns das Wetter einen Streich gespielt; aber doch war es für Kreuth wieder der große Tag. Auch die Wallberger und Hirschbergler hatten sich eingefunden. Die Eintrittsgelder erreichten den bisher höchsten Stand, - der Glückshafen war noch nie so schnell geräumt. Die verschiedenen Trachtentänze waren gut geprobt worden - und so klappte alles vorzüglich. Schießbude, Drahtseilbahn und Wurfbude fanden wie alljährlich guten Anklang und trugen so mit zu dem finanziell guten Erfolg bei.
Eine Südtiroler Musikgruppe, die großen Beifall fand, erfreute die Zuhörer durch ihre Darbietungen. Es war alles lustig und fidel, - bis abends gegen 10 Uhr ein leichter Regen die Leute zum Auseinandergehen mahnte.

   
 
   
  Am 15. August fuhr die Leonhardstoana Plattlergruppe mit dem Daxwagen zum Wallberger-Fest.
   
 
 
Juche zu den Wallbergern
        
Wallbergerfest
   
  Am 21. August nahm eine große Abordnung des Vereins am Begräbnis des so tragisch verunglückten 2. Vorplattlers des Vereins Georg Hagn (Danzl Schorsch) teil. Der 2. Vorstand Hans Gruber legte am Grab einen Kranz nieder.
   
 
   
  Fahrt nach Dortmund

Den Höhepunkt aller Ereignisse seit der Wiedergründung des Vereins 1946 bildete wohl die Fahrt nach Dortmund. Am 12. September veranstaltete die Industrie-Gewerkschaft Metall anläßlich des vierten ordentlichen Gewerkschaftstages 1956 in der Dortmunder Westfalenhalle einen Abend unter dem Motto: Völker singen und tanzen.

Aber, - was haben die Leonhardstoana aus Kreuth denn bei dieser Sache zu tun? Ja, das verhält sich folgendermaßen: Unter den Besuchern unseres Gartenfestes am 29. Juli war ein gewisser Herr Jooss aus Dortmund. Er fand so großen Gefallen an den dargebotenen Trachtentänzen, daß er - als Leiter jener Veranstaltung in Dortmund - unsere Buam und Dirndln vom Platz weg für diesen Abend engagierte.

Nachdem fleißig geprobt worden war und man alle Hindernisse, die eine derartige Fahrt in Frage hätten stellen können, aus dem Weg geräumt hatte, begaben sich am Dienstag-Abend 18 Uhr 9 Paare unserer Plattlergruppe mit der Vereinsfahne und 8 Mann Blechmusik der Tegernseer-Tal-Kapelle auf die "große" Reise. - Man genoß allen Komfort, der einem quer durch Deutschland Reisenden nur zuteil werden kann. Doch der Schlafwagen hätte sich beinahe erübrigt, da den meisten der Mitfahrenden die Landschaft, durch die man fuhr, völlig unbekannt war und deshalb das lebhafteste Interesse in Anspruch nahm. Über München - Ingolstadt - Ansbach - Würzburg ging es nach Frankfurt und von da aus im Morgendämmern den schönen Rhein entlang über Bingen - Koblenz - Bonn - Köln. Welch ein Gegensatz für das Auge des Beschauers, dem sich - noch zu tiefst beeindruckt von den hoch in den Himmel ragenden Türmen des Kölner Doms - plötzlich eine Unzahl von rauchenden Fabrikschloten aufdrängte! Es ging also von Düsseldorf aus quer durch das Ruhrgebiet nach Dortmund.

Der Ankunft gegen 1/2 11 Uhr vormittags folgte sofort eine Hauptprobe in der überwältigend großen Westfalenhalle, die mit einer Länge von 117,5 m und einer Breite von 97,8 m die größte Sporthalle Europas ist und bis zu 23000 Besuchern aufnehmen kann.

Neun verschiedene Nationen waren die Träger der Veranstaltung. Der Beifall der rund 15000 Zuschauer zeigte gesteigerte Begeisterung, als "die Leonhardstoaner aus Oberbayern" in die Halle einmarschierten und mit Fahnenschwingen und fröhlichen "Juchizern" die wartende Menge begrüßten. Zur Aufführung gelangten der Kronentanz und ein Schuhplattler. Erst nach 23 Uhr  verließ man die Halle, um an dem anschließenden gemeinsamen Essen sämtlicher Mitwirkender teilzunehmen. Nach fast einstündiger Omnibusfahrt erreichte man die in Essen bereitgestellten Nachtquartiere.

Am Donnerstag, 14.9. - 6 Uhr früh brach man in Essen zur Heimreise auf; diesmal jedoch über Mainz - Mannheim - Karlsruhe - Stuttgart - Ulm - München. Trotz der großen Müdigkeit - einer Folge von 2 fast schlaflosen Nächten - war es bei der Heimfahrt außerordentlich zünftig und jeder der Beteiligten erzählte begeistert von den vielen schönen Eindrücken, als man abends 8 Uhr in Kreuth ankam.

Ein extra Dankwort an dieser Stelle dem so umsichtigen "Fahrtenleiter" Rudi Rehle!

   
  1957
   
  Bei der Jahreshauptversammlung 1957 setzte der Kassier die Erhöhung des Jahresbeitrags für die Weiblichen Mitglieder auf 1 DM durch. Ein Mitglied stellte den Antrag, man möchte doch die Gründungsmitglieder des im Jahr 1937 aufgelösten alten Vereins zu Ehrenmitgliedern ernennen. Man wäre im allgemeinen nicht dagegen gewesen, aber schließlich kann man niemanden zum Ehrenmitglied ernennen, der nicht bei der Neugründung des Vereins im Jahre 1946 wieder Mitglied geworden ist. Deshalb erging an alle alten Gründungs- und sonstige Mitglieder die herzliche Bitte, sich wieder in den Verein aufnehmen zu lassen.
   
  Am 12. Mai fuhren mehrere Paare der jungen Vereinsmitglieder zum alljährlichen Alpenländischen Volkstanzfest nach Salzburg.
   
  2. Juni 1957: 30 jähriges Stiftungsfest und Fahnenweihe in Bad Wiessee:

Es nahmen bei herrlichem Wetter 40 Personen vom Verein teil. Die Plattlergruppe fuhr mit dem Daxwagen hin. Um 1/2 10 Uhr begann die Aufstellung auf der Festwiese vor dem Hotel Hanselbauer. Der Zug ging von der Festwiese zur Kirche. Pfarrer Gansler hielt auf dem Bergfriedhof eine Feldmesse und nahm anschließend die Weihe der Fahne vor. Es war eine erhebende Feierlichkeit auf dem von der Natur so wunderschön ausgestatteten Platz. Nach Beendigung der Weihe bewegte sich der Zug auf dem gleichen Weg wieder zurück zur Festwiese. Die Fahne wurde nun dem Verein übergeben und die Bänder wurden an die 15 beteiligten Vereine verteilt. Hernach gings in die Herbergen zum Mittagessen, dem um 2 Uhr der Festzug - der sich über Gebühr lange ausdehnte - folgte.

   
 
           
   
  1958
   
  Die am 5. Januar 1958 stattgefundene Christbaumfeier war sehr gut besucht und bedeutete einen wirklichen Erfolg. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Kreuther Musikanten Rehle - Winkler - Gruber und das Kreuther Mädchen-Trio: Reich - Sanktjohanser - Gufler.
   
  Die Fahnenweihe der erneuerten Fahne fand am 22. Juni statt.

Von dem Plan, am gleichen Tag ein Gartenfest zu halten, mußte man leider infolge der schlechten Witterung Abstand nehmen. Eine Woche später konnte dann das Gartenfest stattfinden.

   
 
         
   
  Am 21. September beteiligte sich der Verein mit Fahnenabordnung und 11 Paaren beim Oktoberfestzug. Die Sonne meinte es sehr gut und so wurde der Marsch ziemlich anstrengend und der Durst groß. Nachts 11 Uhr fuhr der Bichlmaier seine Last - zwar etwas schwerer als auf der Hinfahrt - wieder nach Hause.
   
 
            
   
 

27./28. September: Fahrt nach Unken!

Man beschloß in der Versammlung am 14.9. mit Herrn Forstmeister von Kaufmann in Verbindung zu treten. Dabei wurde eine kostenlose Übernachtung in einer Forstamtshütte zugesichert.

Am Samstag fuhr also um 16 Uhr ein Omnibus von Kreuth über Miesbach - Autobahn - Rosenheim nach Unken. Man kam um 1/2 8 Uhr abends an und freute sich schon auf eine gute Brotzeit beim Friedlwirt. Herr Forstmeister von Kaufmann hatte alles großartigst arrangiert. Die Unkener Musikanten spielten auf und beim Tanzen und Lustigsein merkte man kaum, daß es schon auf Mitternacht zuging. Also hieß es aufbrechen ins Nachtlager. Viele denken noch heute an den herrlichen Spaziergang beim Vollmondschein zu einer forsteigenen Hütte, die als Nachtquartier bereitgestellt war.

Am Sonntag morgens 5 Uhr fuhr der 2. Omnibus in Kreuth ab und kam um 3/4 8 Uhr in Unken an. Nach dem Gottesdienst fuhr man weiter zum Friedlwirt, und von da aus ging es zu Fuß ins Heutal. Dort traf man mit der 1. Gruppe zusammen und aß gemeinsam zu Mittag. Man hat dabei einige recht müde, verschlafene Gesichter gesehen, denn der Tanz vom Vorabend und der Marsch über den Berg steckte noch manchen in den Gliedern.

Um 2 Uhr ging die Fahrt für müde und ältere Teilnehmer wieder talwärts. Der größte Teil ging jedoch zu Fuß zum Friedlwirt. Von da aus brach man bald auf zur Heimfahrt, doch nicht, ohne sich vorher gebührlich bei Herrn von Kaufmann verabschiedet und bedankt zu haben.

Heimwärts ging´s über St. Johann nach Kufstein, wo im Auracher Hotel (im Auracher Löchl gab´s leider keinen Platz mehr) der Durst gelöscht wurde. Auf der Weiterfahrt kam man über Thiersee, Landl, Bayrischzell nach Hundham zu unserem Vereinsmitglied Moni Linder. Da gab´s noch ein ausgiebiges Abendessen und genug zum Trinken, so daß man erst glücklich um 1/4 nach 10 Uhr in Kreuth ankam.

   
 
   
  Am 18.10. fand der geplante Ball sämtlicher Trachtenvereine des Tegernseer Tales in der Überfahrt Egern statt. Es war sehr nett, so daß man beabsichtigte, eine solche Zusammenkunft im kommenden Jahr zu wiederholen.
   
  1959
   
  Am 5. April 1959 fand anläßlich eines Besuches von Herrn Georg von Kaufmann in der Hütte eine gut besuchte Zusammenkunft statt. Alte Tänze wurden wieder aufgefrischt und neue dazu gelernt. Es klappte alles vorzüglich und man war mit großem Eifer bei der Sache. Schade, daß Herr von Kaufmann seinen Wirkungskreis nicht mehr in Kreuth hat; er würde dem Verein neuen Aufschwung und Zusammenhalt geben.
   
  Am 23. Mai trafen sich die Vorstandschaften der Wallberger, Hirschbergler und Leonhardstoana im Gasthaus Glasl. Es wurde über die Beteiligung am Wiesseer Trachtenfest beraten. Ergebnis: Alle Vereine beteiligen sich am Fest, jedoch ohne Musik. Das Fest fand am 8. Juni in Wiessee statt. 8 Paare unseres Vereins wurden als Abordnung geschickt.
   
  Vom diesjährigen Gartenfest, obwohl um 5 Uhr dank eines starken Gewitters schon Schluß war, konnte der Verein 300,- DM als Vereinsstiftung für das neue schmiedeiserne Eingangstor zum Friedhof an die Kirchenverwaltung abführen.
   
 
   
  1960
   
  1960 trat die alte Vorstandschaft z. T. ab und Jüngere rückten nach:
1. Vorstand: Gruber Hans; 2. Vorstand: Gloggner Sepp /Zahler); Schriftführer: Rettermeier Leo; Kassier: Winkler Sepp jun.; 1. Vorplattler: Gloggner Sepp (Zahler); 2. Vorplattler: Wiedemann Ludwig; 1. Fahnenjunker: Jennerwein Heinz; 2. Fahnenjunker: Schnitzenbaumer Franz; Beisitzer: Obermayr Franz (Spitzer), Petz Josef, Edbauer Anton.
   
  Der Vereinsausflug führte wieder nach Unken zum Herrn Forstmeister von Kaufmann.
   
  1961
   
  Bei der Hauptversammlung am 19. Februar 1961 wurden Winkler Josef sen. und Strillinger Andreas sen. zum 83. Geburtstag zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt.
   
  1962
   
  1962 stiftet der Verein für die Turnhalle einen einmaligen Betrag von 300 DM.
Der Walch Hermann stiftet heuer den Maibaum.
Der Trachtenball von den Tegernseer Tal Vereinen findet heuer in Kreuth statt. Der Verein hat die Ausrichtung desselben im Hotel Post beschlossen.
   
 

Nach Jahren der Maibaumlosen Zeit stiftete der Walch Hermann einen neuen Maibaum.

   
  Es waren seit dem Krieg noch nicht viel Waldfesttage an denen die Leonhardstoana sagen konnten: Heute haben wir schönes Wetter, heut feit si nix. Meist steht der Ausschuß so gegen 10 Uhr irgendwo im Ort, schaut sorgenvoll zum Himmel: Herrgott wos deama denn? Wos tuat denn des Weda? So auch heuer wieder. Ein heftiges Gewitter gegen 11 Uhr begrub alle Hoffnung, verschoben muß es werden. Nachmittag lachte die Sonne, zu spät! Wir müssen uns ja wegen der Musik, dem Bier von der Brauerei, spätestens bis 11 Uhr entscheiden. 8 Tage später am 29.7. wieder das gleiche Theater nur fehlte das Gewitter, aber pack mas! Beinahe wäre es schief gegangen. Um 14 uhr regnete es leicht, hörte auf, fing an, später wurde es besser, aber nicht wärmer, es war kein großer Erfolg, wir hatten umsonst gearbeitet. Mehr Glück hatte der Schiclub am 19.8. mit seinem Waldfest, es war für ihn ein gutes Geschäft. Die Leihgebühr für vereinseigenen Gegenstände wie Bühne und Glückshafen von 330 DM entschädigte auch uns etwas für unser schlechtes Waldfest.
   
  1963
   
  Beim diesjährigen Waldfest spielte erstmals die bekannte Blaskapelle Otto Ebner aus München für uns auf.
   
  Weil das Waldfest im Sommer 1963 ein guter Erfolg war, entschlossen wir uns, im Herbst wieder einen Ausflug zu machen. Mit 3 Wagen fuhren wir ins Ötztal bis nach Obergurgl hinauf. Ein schöner Tag war  dieser 15. September, der uns allen in Erinnerung bleiben wird.
   
  1964
   
  Am Faschingssonntag 1964 war wieder ein Maschkerarodelrennen beschlossen. worden. Es war wieder eine Mordsgaudi mit über 50 Teilnehmern.

1. wurde unsere alte Rennsau, das Jennerwein Resei, bei den Mannsbildern siegte Sepp Stephan. Hernach traf sich alles im Batznhäusl wo uns der Sepperl und der Rudi mit dem Fleck Hansl, Eibl Sepp (Wickerlzeichner) zum Tanz aufspielten. Herrgott war das eine Musi. 3 Klarinetten, Ziachmusi, Gitarr und Baß. Stunden um Stunden könnte man zuhören, wenn man ein Ohrwaschl für die Landler, Schottischen, Boarischen, Walzer, Polka usw. hat. Bravo Sepp und Rudi, machts uns öfter so a Musi.

   
  Beerdigung vom Gruber Hans am 1.3.1964

Daß das ganze Dorf um den Gruber Hans trauerte, bewiesen die vielen Teilnehmer an seiner Einsegnung. Plötzlich und unerwartet hatte uns der Hans verlassen. 9 Jahre war er unser 2. Vorstand und 3 Jahre unser 1. Vorstand.
Für die "Alten" sprach Leonhard Rettermeier ein paar Worte am Grab, für die "Jungen" Klaus Göttfried. Sie dankten dem Hans für seine Treue die er dem Verein und der Trachtensache gehalten hatte.
   
 

In der Hauptversammlung am 10. April trug der Vorstand Klaus Göttfried der Versammlung einen in geheimer Abstimmung erfolgten Gemeinderatsbeschluß vor, der sich auf den Verein bezog.

Bis 1963 war es üblich, daß die Trachtenvereine der Gemeinde Kreuth die bei Veranstaltungen anfallende Vergnügungssteuer als Zuschuß der Gemeinde zurückbekamen. Nun soll jeder Verein einen Zuschuß von 100 DM pro Jahr erhalten. Dadurch erwächst den Vereinen ein klarer finanzieller Nachteil, denn allein die Vergnügungssteuer, die die Leonhardstoana im Jahr 1963 bezahlen mußten betrug 446,00 DM. Es wurde allgemein bedauert, daß die Gemeinderäte so wenig Verständnis für die Erhaltung von Sitte und Brauch zeigen, und beschlossen, noch einmal im Verein mit den anderen Vereinen Rücksprache zu nehmen.

In den Haushaltsplan 1964 wurden folgende Posten aufgenommen:
1. Die unerläßliche Erneuerung der Vereinshütte und der Tanzbühne
2. Anschaffung eines neuen Lichtkabels für die Waldfestbeleuchtung.
3. Der Kauf von 100 eigens angefertigten Vereinsabzeichen.

Der Eintrag des Vereins in das Vereinsregister:
Da der früher eingetragene Verein aus unbekannten Gründen seit Ende des 2. Weltkrieges nicht mehr als eingetragener Verein geführt wird, wies der Vorstand Klaus Göttfried auf die damit verbundenen Gefahren für die Mitglieder hin. Aus Gründen der Haftung beschloß die Versammlung den Verein wieder in das Vereinsregister eintragen zu lassen und nahm die vom Vorstand vorgelesene Satzung an.

Ein Ältestenrat wurde eingeführt (war nur eine Eintagsfliege)
Zu Mitgliedern des dem Verein beratend zur Seite stehenden Ältestenrates wurden ernannt: Josef Winkler sen., Josef Winkler jun., Leo Rettermeier, Hans Reich, Klaus Göttfried und als Vertreter der Jugend der Vorplattler Hannes Frank.

Heimatabende:
Da schon von verschiedenen Seiten angeregt wurde, ähnlich wie in Rottach und Bad Wiessee auch in Kreuth Heimatabende zu veranstalten, unterhielt man sich auch über diesen Vorschlag. Da jedoch in Kreuth kein geeigneter Saal zur Verfügung steht, wurde die Durchführung von Heimatabenden in Kreuth abgelehnt. Wenn sich auch der Volkstanz in letzter Zeit immer mehr zu einem Schautanz und damit zu einem Schaubrauch entwickelt hat, so soll sein kultureller Charakter durch sog. Bier- oder Wirtshausplatteln (etwa im Saal des Hotel Post) nicht ganz verloren gehen.

Gegen Ende der Versammlung erinnerte Josef Winkler daran, daß sich der Verein zur Aufgabe gestellt habe, Sitte und Brau zu bewahren. Dazu gehöre vor allem Tracht und Volkstanz, weshalb einer Modernisierung der Leonhardstoana-Joppen nicht zuzustimmen sei und auch den Plattlerproben mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse.

   
  1965
   
  Am 29. Januar und am 13. Februar 1965 begaben sich 8. Paare zu einem Heimatabend in die Jugendherberg, der für die Coburger Mittelschüler veranstaltet wurde.

Edelmann, Winkler, der Eibl Sepp, der Waakirchner Viergesang und die Kreuther Dirndl sorgten für die musikalische Ausgestaltung des Abends. Die Leonhardstoana zeigten Schuhplattler und Volkstänze. Man saß lange recht fröhlich und gemütlich beisammen, und es zeigte sich, daß solche Abende sehr geeignet sind, um gegenseitiges Verständnis und Annäherung zu schaffen und dem Seppl-Tum groß aufgezogener Heimatabende entgegenzuwirken.

   
 

Eintrag des Vereins:

Am 9.7.1965 fuhr eine Abordnung des Vereins nach Miesbach ins Amtsgericht und ließ den Verein mit seiner eigenen Satzung ins Vereinsregister eintragen. Die "Leonhardstoana" sind nun ein eingetragener Verein (e.V.) Nr. 110.

   
 

Ausschußsitzung:

Am 4.8.1965 trafen sich folgende Ausschußmitglieder in der Vereinshütte: Josef Winkler sen., Liesl Winkler, Leo Rettermeier, Hans Frank, Heinz Jennerwein, Klaus Göttfried. Zunächst gab die Kassiererin den Waldfestbericht. Mit einem Reingewinn von ca. 4000,- DM war der finanzielle Erfolg gut. Das Vereinsvermögen betrug zu diesem Zeitpunkt knapp 10000,- DM.

Angesichts dieser günstigen Kassenlage wurde beschlossen (einstimmig), dem Schützenverein "Wolfsschlucht" für die Beschaffung von Baumaterial für die Schießstatt 5000,- DM zu überweisen. In dieser Schießstatt sollen die Leonhardstoana als Partner dann vertragliche Rechte haben. Der Vertrag muß erst noch aufgesetzt und unterzeichnet werden.

   
 

Mitteilung des Gemeinderats:

Am 27. Oktober 1965 ging der Gemeinderatsbeschluß an den Verein, daß wegen der Nachpflanzung des Baumbestandes und der Aussämung von Rasenflächen im Kurpark von Kreuth keine Waldfeste mehr abgehalten werden dürften. Dieser Beschluß des Gemeinderats Kreuth ist bedauerlich, da der Verein nach jedem Waldfest bemüht war, den  Kurpark aufzuräumen und in gutem Zustand zu versetzen.

   
  1966
   
  Am 2. Juli 1966 fand in der Trachtenhütte eine Ausschußsitzung statt.

Es wurde über das kommende Waldfest gesprochen. Als Termin hielt man den 31. Juli für richtig. Das Fest findet diesmal auf dem neuen Platz "in den Weißachauen hinter dem Gasthof Batznhäusl" statt. 150 Stück Werbeplakate wurden in Auftrag gegeben. Otto Ebner wird auch diesmal wieder zum Waldfest spielen. Weiter wurde beschlossen noch ein Waldfest-Transparent zu beschaffen. Als Glückshafen-Hauptpreis wird heuer ein Kinderrad zur Verlosung gebracht. Hermann Walch wird uns die Würstl liefern, soll aber für seinen Brotzeitstand eine Pacht von 150,- DM zahlen. Anschließend wurde das Schreiben der Weißachau-Genossenschaft über die Platzgenehmigung verlesen, wobei ein Pachtsatz von 100,- DM und 25,- DM für Kunstdünger zu entrichten sind.

   
  Bei der Hauptversammlung am 3. März 1967 berichtete der Vorstand, der Binder Heinz, daß den Wolfschlucht-Schützen zum Bau ihres Hauses 5000,- DM zur Verfügung gestellt wurde. Bei Fertigstellung des Baus wurde dafür das Benützungsrecht für Plattlerproben und sonstigen kleinen Veranstaltungen gegeben..
   
  Waldfest

Am 30. Juli hielten wir unser Waldfest ab. Bei strahlendem Sonnenschein wurden noch am Vormittag die letzten Vorbereitungen getroffen. Als dann um 2 Uhr die Blaskapelle Tegernsee zum ersten Tanz aufspielte, war das Fest schon in vollem Gange und die Begeisterung war groß, vor allem dann wenn unsere Trachtler in ihrer schönen Tracht die herkömmlichen Tänze und Schuhplattler zur Freude der zahlreichen Gäste immer wieder aufführten. Das Fest dauerte dann für den einen oder andern noch längere Zeit in die Nacht hinein. Und so konnte sich jeder dieses schönen Festes erfreuen.
   
  Einstand des neues Pfarrherrn

Der 24.9.67 war für die Kreuther Gemeinde ein großer Tag. Denn die Pfarrei Kreuth erhielt wieder einen neuen Pfarrherrn, Herrn Klaus Fischer. Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Festzug von einer Blaskapelle geleitet, wobei auch der Trachtenverein "D´Leonhardstoana" mit einer Fahnenabordnung beteiligt war.
   
  Trachtenball

Der alljährliche Trachtenball fand heuer im Gasthof Batznhäusl in Kreuth statt. Der Vorstand Heinz Jennerwein eröffnete den Ball und begrüßte zunächst alle Trachtler des Tegernseer Tales. Die Trachtenkapelle von Tegernsee spielte dann zum Tanz auf und die Trachtler gaben sich somit ein letztes "Stelldichein" bis man sich dann im nächsten Sommer an den Trachtenfesten trifft.
   
  Leonhardi 1968

Der Leonhardstag war heuer vom Tode seiner Königl. Hoheit Herzog Ludwig Wilhelm in Bayern überschattet. Er ist am 5. November 1968 im 85. Lebensjahr gestorben. Die zwei Vierspänner seiner Kgl. Hoheit sind nicht mitgefahren. Das Wetter war wechselhaft, aber trotzdem beteiligten sich wieder viele Gespanne (16).

Daß den Leonhardstoana kein Weg zu weit ist, bewiesen sie , als sie heuer zum 1. Mal an der Fischhausner Leonhardifahrt am 10. November teilnahmen.
   
 
   
  Die Fahne hing noch von Leonhardi her auf dem Maibaum, da schaffte der Walch Hermann seinem Hausl dem Beni an, er solle sie herunterholen, ehe der Leichenzug kommt. Doch die Fahne wollte nicht, sie blieb stur auf Halbmast hängen. Als die hohen Herrschaften die Fahne auf Halbmast sahen, nahmen sie dies sehr wohlwollend auf.
   
  Rodelrennen vom Hirschberg am 22. Februar 1969

Auf Anregung der Gemeinde führten die "Hirschbergler" und "Leonhardstoana" ein von 240 Teilnehmern besuchtes Rodelrennen durch. Welches bei einem herrlichen Wetter ein überaus großer Erfolg wurde. Da das Rennen bei der Bevölkerung großen Anklang fand, soll es alljährlich wieder veranstaltet werden.

Mit 80 Jahren war Leonhard Moosrainer aus Reitrain der älteste Teilnehmer beim Hirschberg-Rodeln. Er hat in seinem Leben bereits 600mal den Hirschberg bestiegen.
   
  1970
   
  Bei der Jahreshauptversammlung am 20. März 1970 wurde der Vertrag mit der Schützengesellschaft Wolfsschlucht besprochen. Der Vertrag wurde in der vorliegenden Form abgelehnt.

Der Antrag auf Renovierung des Bergkreuzes am Leonhardstein wurde stattgegeben.

Die erste Amtshandlung der neuen Vorstandschaft war die Erhöhung des Mitgliederbeitrages um 100 %. Frauen 2,- DM, Männer 3,- DM.
   
  Ein großer Erfolg wurde der 1. Heimatabend im Schützenhaus in Kreuth am 16. Juni.

Unter der Ansage von Sepp Sollacher wirkten mit: die Kreuther Klarinettenmusi, der Waakirchner Viergesang, die Geschwister Pfaab aus Dürnbach, Zitherbegleitung Karl Edelmann, Lichtbildervortrag vom Kreuther Tal von Toni Edbauer und die Plattlergruppe unseres Vereins.

   
  1971
   
  Beim letzten Punkt bei der Jahreshauptversammlung am 8. April 1971 ging es wieder um das Schützenhaus. Diesmal waren auch die Vorstandschaft der Schützengesellschaft "Wolfsschlucht" anwesend. In einer heftigen Debatte ging es um einen von der Schützengesellschaft vorgelegten Vertrag. Bei dieser Unterredung rührten sich vor allem die jungen Leonhardstoana, die sich unter keinen Umständen einen Vertrag diktieren lassen wollten. Es ging hart auf hart. Zu guter Letzt fand eine Abstimmung über den Vertrag statt, er wurde vielstimmig abgelehnt.
   
  Ausschußsitzung der Schützengesellschaft Wolfsschlucht, dazu der Trachtenverein eingeladen war.

Betreff: Vertrag des Schützenhauses.

Am 15. April 1971 überwies die Schützengesellschaft Wolfsschlucht dem Verein die zur Verfügung gestellten 9000,- DM auf ihr Konto bei der Kreissparkasse. Daraufhin einigten sich die beiden Vereine, in einer Ausschußsitzung, eine Aussprache herbei zuführen. Diese Sitzung fand dann am 29. April 1971 unter Leitung von Hans Stillner, der als Schlichter fungierte, statt. Diesmal war es eine sachliche und ruhige Auseinandersetzung. In der dann folgenden Abmachung (kein Vertrag) vereinbart wurde:

1.) Die Schützengesellschaft Wolfsschlucht stellt dem Trachtenverein d´Leonhardstoana den nördlichen Kellerraum zur Unterstellung ihrer Gerätschaften, sowie den Schießraum im Erdgeschoß zur Abhaltung ihrer Plattlerproben und Veranstaltungen solange zur Verfügung, solange sie diese benötigen und solang der Vertrag der Schützengesellschaft Wolfsschlucht mit der Weißachaugemeinschaft besteht.. Die Leonhardstoana verpflichten sich, die Räume jeweils ordnungsgemäß zu verlassen.

2.) Die Leonhardstoana können bei Bedarf den nördlichen Kellerraum auf eigene Kosten ausbauen, ebenso besteht nach Ausbau der Freischießanlage noch weitere Lagermöglichkeit, hierbei entstehende zusätzliche Kosten gehen ebenfalls zu Lasten der Leonhardstoana.

3.) Sollten die Schützengesellschaft Wolfsschlucht für eigene Veranstaltungen Gerätschaften der Leonhardstoana benötigen, so ist dies vorher mit den Ausschüssen zu vereinbaren.

4.) Die beide Ausschüsse treten jährlich am Jahresanfang zusammen und setzen einen entsprechenden pauschalen Unkostenbeitrag für das jeweilige Kalenderjahr fest.
Für das Jahr 1971 wird ein pauschaler Unkostenbeitrag von 500,- (fünfhundert) vereinbart.

5.) Bei Terminüberschneidungen haben Veranstaltungen der Schützengesellschaft den Vorzug.

   
  1972
   
  Leonhardstoana und Goaßlschnalza waren am 5. Mai 1972 in Rottenburg an der Lahn zu einem bayrischen Abend im Unteroffiziersheim eingeladen.
   
  Die Israelitische Kultusgemeinde München lud die Leonhardstoana zu einem Kibuzfest  am 25. Juli 1972 ein. In einem halbstündigem Programm zweigten wir Schuhplattler, Bandltanz und den Steyrer. Wir bekamen Essen vom Kalten Büffet, Kibuzhüte geschenkt und durften uns Melonen, Paprikaschoten und Auberginen mitnehmen.
   
  In der Hauptversammlung wurde der Vorschlag laut, die vor 50 Jahren stattgefundene Fahnenweihe zu erneuern.

An einem schönen Sonntagmorgen, den 8. Oktober 1972 stellten sich Schalkfrauen, Miederdirndl und Manderleit zum Kirchenzug auf. Die Hartpenninger Blasmusik spielte voraus. Pfarrer Klaus Fischer hielt die Festpredigt und lobte den Verein für seine langjährige Verbundenheit zum Brauchtum.  Auch vom Patenverein "d´Hirschbergler" kamen einige Mitglieder zu dieser Feierstunde. Nach der Messe legte der Vorstand in einer Gedenkminute einen Kranz für die Verstorbenen nieder. Hernach ging es zum gemütlichen Beisammensein im Batznhäusl

   
  1973
   
  Der heurige Vereinsausflug war am 31. Mai 1973 "Christihimmelfahrt".

Ein guter Vorschlag des Vorstandes war es, eine Floßfahrt auf der Isar zu machen. Bei nicht sehr guter Witterung fanden sich 60 Mitglieder mit Regenschirm und Bierkrügl am Stachus ein. Mit dem Bus fuhren wir bis Wolfratzhausen, wo uns das angelegte Floß und 2 Flößer erwarteten. Während der Fahrt wurden wir reichlich mit Bier, Grillfleisch und Würstl versorgt, sogar frisch gebackene Semmeln fehlten nicht. Zwei Musikanten spielten zur Unterhaltung und beim Goaßlschnalzen.  Da die Leonhardstoana meistens Glück mit dem Wetter haben, schickte uns Petrus während der Floßfahrt strahlenden Sonnenschein. Auch die Stimmung wurde dadurch angeheitert. Nach einer Bislpause ging es in rasanter Fahrt durch die erste Schleuße. Es blieb keiner trocken. Trotzdem ließen wir uns die gute Laune nicht nehmen und kamen, nach weiteren Schleußen, in fröhlicher Stimmung in Thalkirchen an. Außer einem verlorenem Hut und einem herunter gerissenen Zehennagel sind keine Unfälle zu beklagen. Nur einer verwechselte das Land mit dem Wasser und fiel beim Aussteigen bis über den Kopf in die Isar. In Thalkirchen erwartete uns wieder der Omnibus der nach Kochel auf die Kreuth-Alm zur Kaffee-Pause fuhr. Abendessen gab es in der Krottentalalm, von der wir gut gestärkt und müde heimfuhren. An diese Floßfahrt denken wir gern zurück und wünschen, solch eine lustige Fahrt wird wieder einmal gemacht.

   
 
   
 
 
   
  Daß die Leonhardstoana nicht nur im Tegernseer Tal platteln, bewiesen sie durch ihre Auftritte auf der Schliersbergalm, in Augsburg und im Platzl in München.
   
  Vereinjahr 1974
   
  Am 5. April 1974 fand die Jahreshauptversammlung statt. Bei der Neuwahl blieb wieder alles beim Alten.
   
  Wie bei der Versammlung beschlossen, stellten wir am 1. Mai einen neuen Maibaum auf. Es regnete wieder einmal. Da wir ja immer den längsten und schönsten Baum haben müssen, brach er diesmal auf halber Aufstellhöhe ab. Nach viel Mühe stand erst um 6 Uhr abends der Maibaum in seiner vollen Pracht da.
   
  Die 5 Heimatabende wurden auch heuer wieder von Gästen und Einheimischen gern besucht.
   
  Unsere Nachbarvereine Hirschbergler und Wallberger besuchten wir auf ihren Waldfesten.
   
  Das eigene Waldfest am 21. Juli war bei strahlendem Sonnenschein ein Erfolg. Nicht zu vergessen sind die Goaßlschnalzer, sie waren beim Preißgoaßln in Miesbach und in Meran beim Haflingerjubiläum. Eingespannt haben unsere Fuhrleut heuer zum Roßtag und zur Leonhardifahrt.
   
  Im Vereinsjahr 1974 starben die Mitglieder: Frau Karoline Rettermeier, Herr Sepp Becher, Herr Hermann Walch der Batznhäusl Wirt, Herr Karl Mayer.
   
  Vereinjahr 1975
   
  Bei der Hauptversammlung ging es sehr ruhig her, es blieb alles beim Alten. Toni Edbauer zeigte Lichtbilder der vergangenen Jahre und Armin Geist filmte die letztjährige Maibaumaufstellung.
   
  Alle Mitglieder wurden zum Leonhardstoana-Ausflug "Eine Fahrt ins Blaue" am 25. Mai 1975 eingeladen. Wir fuhren bei schlechtem Wetter Richtung Donau. Im Kloster Weltenburg wurde die erste Rast eingelegt und das dunkle Bier schmeckte jedem gut, auch das Wetter wurde freundlicher. Auf dem Schiff ging es durch den Donaudurchbruch nach Kehlheim weiter, wo die Befreiungshalle besichtigt wurde. Heimwärts kehrten wir bei Freising ein und zum Abschluß beim Barte Wirt.
   
  Die 5 Heimatabende waren wieder gut besucht und zum 1. Mal wurde der Laubentanz aufgeführt.

Unsere Nachbarvereine luden uns wieder zu ihren Waldfesten ein. Das eigene Waldfest am 20. Juli hat Gästen und Einheimischen wieder gut gefallen. leider fing es schon um 18 Uhr zu regnen an.

Stolz sind wir auf unsere Goaßlschnalzer, die den 1. Preis vom Miesbacher Preisgoaßln heimbrachten. Das letzte Mal fuhr der Zahler Sepp mit seinen schönen Schecken mit uns Leonhardstoana beim Roßtag in Rottach mit.

   
  Daß die Leonhardstoana nicht nur Plattel sondern auch Fußballspielen können, bewiesen sie in einem Freundschaftsspiel mit den Wallbergern. Wir siegten 5:1.
   
  11 Dirndl fuhren auf einem geschmückten Wagen beim Oktoberfest im Mieder mit. Auch bei der 900 Jahrfeier in Gmund waren viele Trachtler beim Festgottesdienst und Umzug dabei. Wie jedes Jahr beteiligten wir uns am 6. November an der Leonhardifahrt, gefahren ist der Floßmann Schorsch.
   
  Ende des Vereinsjahr´s hatten wir noch zwei Mitglieder zu betrauern. Dies war Herr Fritz Walch, der Wirt des Cafe Leonhardstein. Der Verein nahm mit einer Fahnenabordnung an der Beerdigung teil.
Und Frau Monika Scherz welche erst im 40 Lebensjahr stand. Die immer aktive und hilfsbereite Monika hatte trotz ihres schweren Leidens dem Verein stets geholfen, wo man sie benötigte. Zahlreiche Schalkfrauen, die Fahnenabordnung und viele Mitglieder gaben ihr das letzte Geleit.
   
  Vereinsjahr 1976
   
  Als der Miesbacher Trachtenverein am 20. Juni 1976 seine 90 Jahrfeier abhielt, rückten von unserem Verein 16 Schalkfrauen, 12 Miederdirndln und 15 Burschen aus.
   
  Am 26. Juni wurde wieder das traditionelle Johannifeuer am Leonhardstein angezündet. Die Burschen erhielten nach getaner Arbeit beim Sommerfest der Feuerwehr eine Brotzeit.
   
  Die Kreuther Goaßlschnalzer brachten wieder den 1.Preis beim Goaßl´n in der Oberlandhalle in Miesbach heim.
   
  Zum traditionellen Schiclub-Waldfest zogen die Leonhardstoana auf.
Wie alljährlich beteiligte sich der Verein auch an den Gartenfesten der Hirschbergler und Wallberger.
Am 11. Juni nahm die Fahnenabordnung des Vereins an der Partnerschaft zwischen Achenkirch und Kreuth teil.
   
  Am 18. Juli fand dann unser Waldfest statt, zu dem die ganze Bevölkerung und zwei weitere Vereine Hirschbergler und Wallberger geladen waren. Zum ersten Mal durfte die Jugendgruppe aufziehen. Aber der schon gelungene Nachmittag endete jäh mit einem heftigen Gewitter. Am Samstag den 24. Juli versuchten wir abermals unser Glück, aber es verregnete uns wieder das Fest.
   
  Als die Partnerschaftsfeier in Kreuth statt fand, holten zwei unserer Dirndl als Marketenderinnen mit dem Gemeinderat die Achenkirchner Gäste an der Grenze ab. Einen Tag später nahm dann die Fahnenabordnung am Zug der Feuerwehr zum Gedenken der Gefallenen, zum Kriegerdenkmal teil. Am Sonntag nahmen wir bei strahlendem Sonnenschein am Kirchenzug, anläßlich des Jubiläums, und am Festzug von Point nach Kreuth und umgekehrt teil. Am Dienstag hielten wir zum ersten Mal einen Heimatabend mit unserm Nachbarverein, den Hirschberglern, im Festzelt in Point ab.
   
  Am 29. August nahmen wir bei herrlichem Wetter am Roßtag mit einem Daxwagen teil.
   
  Am 29. September zogen wir beim Empfang des Präsidenten von Burma im Schützenhaus auf.
   
  Am 2. und 3. Oktober fuhren die aktiven Mitglieder nach Prettau im Aintal. Dieser gesellige Ausflug endete für manche mit Kopfweh am anderen Morgen.
   
  Am 17. Oktober rückten wieder Schlakfrauen, Miederdirndl und Burschen zur Einweihung des Freiluftmuseums Glentleiten bei Großweil aus. Unser Vorstand erhielt daraufhin ein Dankesschreiben vom Präsidenten des Oberbayrischen Bezirkstages.
   
  Am 19. Oktober nahmen einige unserer Burschen und einige der Hirschbergler als Reiter am Oktoberfestzug teil.
   
  1977
   
  Bei der Hauptversammlung am 15. April 1977 wurde eine Satzungsänderung beschlossen. Es ging um die Aufhebung der Altersgrenze zu Gunsten der Kindergruppe. Als zweites teilte der Vorstand mit, daß zur Beschaffung der Tracht ein Zuschuß vom Verein gegeben werden soll. Beim dritten Punkt gab der Vorstand auf das kommende Jahr eine Vorschau. Dabei kündigte er eine Wiederholung der Floßfahrt sowie der so gut angekommenen Seniorenfahrt an. Die Versammlung fand ihren Abschluß in einer Filmvorführung von Toni Edbauer.
   
  Unsere Aktiven zogen bei Vereinsfesten, Heimatabenden, Roßtag sowie bei dem Wirtschaftsprüferkongreß am 12. und 14.10. im Münchner Hofbräuhaus und bei einer Tagung der Pfennig und Adamswerke in der Schießstätte auf.
   
  1978
   
  Der gemütliche Hoagascht am 15. Januar 1978 fand bei den Besuchern großen Anklang.

Junge Aktive des Vereins taten sich zusammen um mit Gesang und musikalischen Darbietungen aufzuwarten. Eine Danzlmusi der Leonhardstoana spielte mit Zieharmonika, 2 Trompeten, Klarinette und Gitarre auf. Es wurde noch mit Gitarre und 2 Zithern sowie Hackbrett und Gitarre und Gitarren allein aufgespielt. Gesungen haben die Kreuther Sänger und Sängerinnen. Einen lustigen Einakter spielte man: "die Heiratsanonce", es war das erste Theater seit Jahrzehnten wieder.

   
  Bei der Hauptversammlung am 29. April 1978 wurde die Satzungsänderung des § 5 besprochen, da die alte Fassung nach der neuesten Rechtssprechung unzulässig ist. Die Änderung wurde von allen Mitgliedern einstimmig angenommen.
   
  Als ein Problem erwies sich der Bau einer Trachtenhütte mit Geräteschuppen und Toiletten am jetzigen Waldfestplatz in der Weißachau. Die Weißachaugenossenschaft lehnte den Plan, den Wolfgang Schneider zeichnete, ab. Die kurze Begründung lautete: "Nicht notwendig, da für Veranstaltungen das Schützenhaus vorhanden ist". Doch zu beurteilen was "notwendig" ist, finden wir, ist schon Sache der Vorstandschaft und nicht die der Genossenschaft. Wir müssen also weiterkämpfen um ein eigenes Heim zu bekommen.
   
  Am 20. Mai veranstaltete der Verein im Schützenhaus einen gemütlichen Abend, anläßlich der Ehrung langjähriger Mitglieder für über 25 - 40 und 50jährige Vereinszugehörigkeit. Zur Unterhaltung spielten die Kreuther Musikanten, es sangen die Kreuther Sängerinnen und man spielte den lustigen Einakter "die Heiratsanzeige"-
   
  Für 11 Mitglieder unseres Vereins war die Reise nach Zypern ein unvergeßliches Erlebnis. Auf Einladung der Deutschen Botschaft und des Hilton Hotels zeigten unsere Trachtler und 9 Mitglieder der Hirschbergler echtes bayrisches Brauchtum.
   
  Bei einer Ausschußsitzung beschloß die Vorstandschaft des Vereins für die Mitarbeiter und Gönner des Waldfestes einen gemütlichen Abend im Schützenhaus zu veranstalten. Durch die vielen Terminüberschneidungen des Schützenhauses war es uns erst am 9. Dezember möglich, das Vorhaben auszuführen. Einige fleißige Frauen des Vereins richteten ein wunderschönes reichhaltiges Büffet her, bei dem keiner hungrig nach Hause gehen mußte.
   
  Da bei den letzten Waldfesten immer Ärger mit dem Wetter war, machten wir am 22. Juli 1979 eine Wallfahrt nach Röhrlmoss und prompt hatten wir am Sonntag darauf den schönsten und wärmsten Sonntag im ganzen Jahr.
   
 
   
  Am 23. August fand die Marterleinweihung für unser verunglücktes Mitglied dem Bartl Hansi (Jackl) statt.
   
  1980
   
  Am 19. Januar 1980 fand wieder ein Hoagart im Schützenhaus statt. Viel Musik und Gesangsgruppen und der lustige Einakter "der Gocklstreit" wurden gespielt.
   
  Bei der Hauptversammlung am 3. Mai 1980 kam ganz überraschend einer neuer Punkt auf die Tagesordnung.

Der Wunsch eines eigenen Trachtenheimes. Da nach einer Aussprache des gesamten Vereinsausschusses am 28. Januar, mit dem 1. und 2. Bürgermeister die Notwendigkeit einer eigenen Vereinshütte erörtert und diskutiert wurde, besteht nun endlich ein Hoffnungsschimmer ein Grundstück zu bekommen. Bürgermeister Karl Mayr konnte uns zu diesem Thema sogar ausführlicher berichten. Er dachte sich den Platz einer Hütte in der Nähe des Schützenhauses.

Bei so freudigen Mitteilungen denkt man natürlich auch ans Geld und alle waren einverstanden den Jahresbeitrag für Männer auf 5,- DM zu erhöhen, für Frauen auf 3,- DM.

Bei Wünsche und Anträge bat Thomas Hörth, ob man nicht 1x im Jahr eine hl. Messe für alle verstorbenen Vereinsmitglieder halten könnte und anschließend nettes Zusammensein mit Tanz. So könnten auch die älteren Mitglieder aktiver am Vereinsleben teilnehmen.

Frau Rettermeier war vom Maitanz so begeistert, daß sie darum bat, diesen schönen Brauch jedes Jahr durch zuführen ob Maibaum oder nicht. Anderl Strillinger mahnte zur Sparsamkeit um einen evtl. Hüttenbau schnell über die Bühne zu bringen.

   
  Sehr fleißig waren unsere Männer vom 22. bis 31. August 1980. Sie brachen die alte Staudacher Säge in Tegernsee ab, welche uns kostenlos als Bauholz für unsere evtl. neue Hütte zum Abbruch angeboten wurde. Fein säuberlich lagert das Holz jetzt neben der Schiaßstod, hoffentlich nicht allzulang.
   
  1981
   
  In seinem Rechenschaftsbericht bei der Hauptversammlung am 4. April 1981 klärte uns Vorstand Sepp Sanktjohanser über die Zukunftspläne des Vereins auf.

Wir brauchen heuer einen neuen Maibaum und natürlich eine Maimusi.

Ein Hüttenneubau wird uns im Bereich der Schiaßstod vom Landratsamt nicht genehmigt, da es im Außenbereich des Ortes liegt. Wir dürften nur eine bereits bestehende Hütte aufstellen. Vom Forstamt Kreuth wurde uns freundlicherweise die Wildalm angeboten, die allerdings nach Besichtigung einiger Ausschußmitglieder größenmäßig als ungeeignet erschien und daher dankend abgelehnt wurde. Aber wir geben nicht auf.

   
  Am 1. Mai stellten wir einen neuen Maibaum auf.

Jedoch wurden uns am Vorabend Kranz und die meterlangen Girlanden aus der alten Hütte gestohlen. Da das Hüttenschloß aufgebrochen wurde, bezahlen wir weder Lösegeld noch Bier. Nachmittags um 1/2 3 Uhr stand nach einem kräftigen Juchzer der Baum. Abends fand im Schützenhaus der Maitanz mit den "lustigen Trauntalern" statt, die ihrem Namen alle Ehre machten.

   
  Für alle Helfer der zwei Waldfest (beide verregnet) fand am Samstag den 22. August 1981 als kleines Dankeschön ein Essen statt. vor der alten Hütte. Unsere fleißigen Frauen machten wunderschöne Salate und es gab Kassler in Blätterteig.

Als Vorspeise präsentierte uns Vorstand Sepp Sanktjohanser die Baugenehmigung für unser Leonhardstoana-Vereinsheim. Wir durften den "Huberhof in Bergham" (Otterfing) abtragen und in Kreuth nahe der Schiaßstod wieder aufbauen. Da es mehr Arbeit ist, so einen denkmalgeschützten 200jährigen Hof aufzustellen, verfassen wir einen Bittbrief an alle Mitglieder und Gönner des Vereins. (siehe Leonhardstoanahof)

   
  1982
   
  Am 29. Mai 1982 fand unser Leonhardstoana-Hoagart im Schützenhaus statt.

Da wir auch trotz Bauerei keinen Eintritt verlangten, war der Saal voll. Es wurde gsunga und Musi gspuit und Gustl Bauer aus Hausham führte humorvoll durch das Programm. Der lustige Einakter "im Milliladl" wurde diesmal von lauter Weiberleit gespielt, damit die Männer am Vereinsheim bauen können. Sepp Sollacher sen. war es zu verdanken, daß dieser Einakter wieder ein großer Lacherfolg wurde.

   
  Trotz des traditionellen Bittganges nach Röhrlmoos, wollte es heuer mit unserem Waldfest nicht recht klappen.

Beim 1. Anlauf am Sonntag den 25. Juli verpatzte uns gegen 16 Uhr ein Regenschauer das Fest. Wir beschlossen in einer schnell einberufenen Ausschußsitzung am 26.7. das Fest zu wiederholen. Doch auch am Sonntag den 1. August regnete es den ganzen Vormittag. Erst gegen 12 Uhr kam die Sonne durch. Schnell wurden alle Helfer zusammengerufen und wie die Ameisen gearbeitet. Gegen 15 Uhr floß die erste Maß aus dem Holzfaß. Die Rottacher Buam sorgten für Stimmung und so wurde es doch noch ein gelungenes Fest
   
  Bei einer Ausschußsitzung am 26.8. berieten wir über einen Flohmarkt, außerdem wurde über einen Ausflug abgestimmt. Wir beschlossen den Ausflug zu machen, aber jedes Mitglied muß seine Fahrkosten selber bezahlen.

Unser Flohmarkt fand am Samstag den 25. September bei schönem Wetter vor unserem Trachtenheim im Freien statt. Es herrschte reger Betrieb und wir bedanken uns nochmals bei allen Spendern.

   
  1983
   
  Am Samstag den 5. Februar 1983 fand für die Kinder- und Jugendgruppen der Leonhardstoana- und Hirschberglerkinder ein Faschingszug statt. Er begann beim Grundner in Scharling und zog sich nach Enterbach, wo sich alle stärken konnten.
   
  17. September 1983

Festabend anläßlich des 75. Geburtstages der Leonhardstoana

Gerade noch rechtzeitig fertig wurde der in zwei Jahren harter Arbeit geschaffene "Leonhardstoanahof", um das 75jährige Jubiläum des Vereins gebührend zu feiern. Über 200 Leute - Mitglieder und geladene Gäste - füllten den festlich geschmückten Saal. Pfarrer Ben Eilers weihte als erstes das Haus, dann sangen die Kreuther Sänger den "Engel des Herrn". Vorstand Sepp Sanktjohanser gab einen knappen Abriß der Vereinsgeschichte. Er sagte allen sein herzliches Vergelts Gott, die an diesem Werk mitgeholfen haben.

Nun wurden langjährige Mitglieder geehrt:
Für 60jährige Mitgliedschaft wurden Frau Anna Kramer und Simon Erlacher (Langer) mit einer Urkunde geehrt. Beide waren leider wegen Krankheit verhindert. Für 25jährige Mitgliedschaft bekamen eine Urkunde: Corona Maier, Siegfried Gruber, Hans Reich, Sepp Kluy und Gerhard von Förster.

Daraufhin erfolgte der Aufzug der Gratulanten. An ihrer Spitze Bürgermeister Karl Mayr; er würdigte das verdienstvolle Wirken des Vereins. Die musikalische Umrahmung dieses Abends übernahmen der Winkler Sepp mit seiner Klarimettenmusi, Lisi Winkler mit ihrer Saitenmusi, die Kreuther Sängerinnen und die drei Schober Deandln und die Hirschbergler Musi. Die verbindenden Texte, mit feinem, hintersinnigen Humor waren dem Eisenburg Beni zu verdanken. Erst gegen den anderen Morgen ging der fröhliche Festabend zu Ende.

   
  18. September 1983

Der Festtag

Dieser begann sozusagen noch vor der Stallarbeit. Unter der Stabführung der Winkler Judith mit einem rasanten Putzkommando , um den Leonhardstoana-Hof in vollem Glanz erstrahlen zu lassen.
Als dann um 7 Uhr früh die Böller krachten, der Ruapp seine Rottacher Musikanten an 3 Plätzen im Ort schmettern ließ, hielt es keinen mehr im Bett. Nach der Aufstellung des Festzuges am Leonhardstoana-Hof, d.h. nach dem musikalischen Empfang der Gastvereine; so da waren:
1.) D´Wallberger,
2.) Trachtenverein Bad Wiessee, 
3.) die Musikkapelle "Gmunder Bläserbuam", 
4.) freiwillige Feuerwehr Kreuth, 
5.) die Kriegerkameradschaft, 
6.) die Schützengesellschaft "Wolfschlucht", 
7.) der Arbeiterverein, 
8.) der Rodelclub. 
9.) die Schiclub Kreuth, 
10.) der Holzhackerverein "St. Vinzenzius", 
11.) außerdem die Paten des Jubelvereins die Hirschbergler mit ihrem unermüdlichen Vorstand Zeno Mayr und dem 
12.) Spielmannszug Kreuth-Rottach unter der strengen Stabführung des Reisberger Peter formierte sich der Festzug zum Schulhaus in Kreuth, in dessen Schulhof der Edbauer Toni einen herrlichen Feldaltar errichtet hatte. Es wurden auch alle diejenigen älteren Mitglieder geladen, welche nach der Aufkösung des Vereins in der Nazizeit dann nicht mehr dem neu gegründeten Verein beitraten. Darum wurden die älteren gehbehinderten Mitglieder und ehemalige mit 4 Kutschen zum Festgottesdienst gefahren. Pferde und Kutschen stellten: der Walch Hartl, Floßmann Schorsch, Alfons Meßner sen. und jun.

In den Kutschenfuhren:
Frau Rosa Walch, Frau Dori Stoib, Frau Agl Fröhlich, Zobl Marie, Schnitzenbaumer Marie, Feichtn Marie, Frau Anna Kramer, Schäffler Bettl, Frau Streng, Frau Jungermann, Herr und Frau Sepp Sanktjohanser sen., Frau Hedwig Kandlinger, Herr Schmaus und Georg Hagn z. Sternecker, sowie das damalige Gründungsmitglied der Garber Vater, Lorenz Hagn mit über 90 Jahren.
Alle Ehre unseren Ehrenmitgliedern, die es ablehnten gefahren zu werden, weil sie sich dazu noch zu jung fühlten.

Bei einigermaßen durchwachsenem Wetter konnte der Festgottesdienst unter Pfarrer Ben Eilers im Freien abgehalten werden. Die Bauernmesse wurde gemeinsam von den Kreuther Sängerinnen und Sängern gestaltet. Nach dem Segen wurden von unserem 1. Vorsitzenden Sepp Sanktjohanser die Erinnerungsbänder an die zur Feier erschienenen Vereine verteilt. Hierauf zog man zum Kriegerdenkmal und legte für die gefallenen und verstorbenen Mitglieder einen Kranz nieder. Anschließend erfolgte der Rückmarsch in den Leonhardstoana-Hof; allen voran die Hirschbergler mit ihrem Spielmannszug. Geteilt in Schützenhaus und Leonhardstoana-Hof wurde das gemeinsame Mittagessen eingenommen. Besonderer Dank gebührt der Göttfried Mariele für ihre ausgezeichneten Kochkünste. Zuvor hatte jedoch das Gruppenphoto der Leonhardstoana-Mitglieder seinen Platz. Da es nach dem Essen gewöhnlich "aufgeht" wurden gleich die Ehrentänze gedreht. Erst spät ging man auseinander nach einem Tag voll ehrlicher Freude und Harmonie.

   
 
     
   
 
     
   
  Am 26. November  Leonhardstoana-Hof-Eröffnungsfeier.
   
  Adventsfeier am 18. Dezember 1983

"Mauserlstaad" ging es an diesem Sonntag im Leonhardstoanasaal zu, als Beni Eisenburg die Hl. Nacht von Ludwig Thoma vorlas. Die entsprechenden Lieder dazu sangen die Kreuther Sängerinnen und es spielte die Kreuther Saitenmusi.
   
  Vereinsjahr 1984
   
  Eröffnungsfeier der Rodelweltmeisterschaften auf Naturbahn am 27. Januar 1984

Der Verein beteiligte sich mit einer Fahnenabordnung an der feierlichen Eröffnungszeremonie, die in Wildbad Kreuth stattfand. Am 29. Januar 1984 überreichten 3 Leonhardstoanadeandl (Scherz Bärbl, Pichler Bärbl und Strohmaier Martina) die Medaillen an die Sieger der WM.
   
  Am 1. Februar 1984 war der erste Hoagart im eigenen Heim

Im überfüllten Leonhardstoana-Hof spielte Sepp Winkler mit seiner Klarinettenmusi, Lisi Winkler mit ihrer Saitenmusi zum Hoagascht auf. Es sangen die 3 Schober Deandl und die Kreuther Sänger. Der auf die Kreuther 800 Jahr-Feier abgestimmte Einakter "die Chorprobe" war wieder einmal ein voller Erfolg. Ein Dankeschön an dieser Stelle dem Regisseur Sepp Sollacher und dem Sprecher der Veranstaltung, dem Bauer Gustl, ferner den Hauptdarstellern: dem Reifenstuhl Peter jun., Nagl Anderl, Hörth Thomas und unserm Bäcker Sepp jun. Wir konnten uns wieder erst im Morgengrauen von unserem schönen Hof trennen.
   
  Protokoll der Hauptversammlung am 5. Mai 1984, erstmals im "Leonhardstoanahof" Raineralmweg 18, Kreuth

78 Mitglieder folgten der schriftlichen Einladung des Trachtenvereins zur Hauptversammlung in der neu erstellten "Leonhardstoanahof".

Der 1. Vorsitzende Sepp Sanktjohanser begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder, besonders begrüßt wurden die Ehrenmitglieder. Zur Totenehrung für Franz Obermair, Hans Wimmer und Frau Rosa Walch erhoben sich alle von den Plätzen.

In Kurzform schilderte der Vorstand die großen Ereignisse des vergangenen Vereinsjahres, die dann die 1. Schriftführerin im Detail aus dem Vereinsbuch vorlas. Der Kassenbericht von Lisi Winkler gab Auskunft über die finanzielle Lage des Vereins. Die Entlastung des Kassiers erfolgte durch die Kassenprüfer Leo Rettermeier und Andreas Strillinger. Anschließend klärte uns Sepp Sanktjohanser über die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts auf, welche von 4 Mitgliedern des Vereins als "Veranstaltungsgesellschaft Leonhardstoanahof" gegründet wurde. Hierauf erfolgte der Kassenbericht und Entlastung der Gesellschaft.

Nun folgte die Ehrung langjähriger Mitglieder.
Für 25jährige Mitgliedschaft wurden mit einer Urkunde und Vereinsabzeichen Frau Lisi Gloggner, Theo Eberhard, Toni Mehringer jun. und Alois Frisch geehrt.

Einstimmig wurde die Vorstandschaft entlastet und man konnte zu den Neuwahlen schreiten. Die Wahlleiter waren Hans Reich, Sepp Kluy und Sepp Fischhaber. Laut Satzung wurden die Wahlen nicht offen durchgeführt, da mehr als 5 Mitglieder dieses verlangten. Von den Anwesenden waren 77 Personen stimmberechtigt. (Ergebnis siehe Vorstandschaft)


Abschließend zeigte uns Ludwig Hörth noch einen Lichtbildervortrag. Sepp Sanktjohanser dankte den ausgeschiedenen Ausschußmitgliedern für ihre geleistete Arbeit und bat die neu eintretenden Mitglieder um gute Zusammenarbeit.

   
  Am 26. August beteiligte sich der Verein recht zahlreich am Festgottesdienst anläßlich der 800 Jahrfeier Kreuth.

Wegen starken Regen mußte der Gottesdienst im Festzelt in Point gehalten werden. Am 29. August fand der Heimatabend zusammen mit den Hirschberglern im Festzelt in Point statt.

   
  Vereinsjahr 1985
   
  Protokoll der Hauptversammlung am Samstag den 20. April 1985 im Leonhardstoanahof in Kreuth:

Der 1. Vorsitzende Sepp Sanktjohanser begrüßte die 35 erschienenen Mitglieder und bat sie zur Totenehrung sich von den Plätzen zu erheben. Anschließend gab er dann einen kurzen Rückblick über das vergangene Vereinsjahr, die dann genau aus dem Protokollbuch vorgelesen wurden. Der Kassenbericht des Vereins und der "Veranstaltungsgesellschaft Leonhardstoanahof" wurden vorgelesen und die Entlastung der Kassiere erfolgte einstimmig. Unsere bewährten Kassenprüfer hatten ja streng geprüft.

Die Vorhaben für das neue Vereinsjahr sind: Maimusi, Maibaum aufstellen, Hoagart; herauszuheben ist das Waldfest, das im kommenden Jahr am Leonhardstoanahof stattfinden wird; Flohmarkt und Jahrtag, der am Kirchweihsonntag zu einer festen Einrichtung werden soll.

Zum Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge hatte niemand was auf dem Herzen und so zeigte uns zum Abschluß dieser Hauptversammlung Toni Edbauer einen Film aus seiner Schatzkiste.

   
  Es hat in der Nacht zum 1. Mai ca. 15 cm geschneit und wir stellen keinen neuen Maibaum auf. Das Unfallrisiko ist zu groß. Wenn wir und damit auch einen Artikel in der Tegernseer Zeitung einhandeln, aber die Sicherheit aller Helfer ist uns das wert.

So wurde der neue Maibaum am Samstag den 4. Mai bei schönem Wetter aufgestellt. Abends Maitanz mit der Pointer Klarinettenmusi im Hof.

   
  28. Juli 1985

Mit einem gewissen Unbehagen starteten wir unser Waldfest das 1. Mal am Leonhardstoanahof. Es kostete viel Mühe in der kurzen Zeit den Platz so herzurichten, daß das Waldfest abgehalten werden konnte. Nicht nur, daß die Buden und Tanzfläche neu plaziert werden mußten, auch die gesamte Beleuchtung mußte neu installiert werden. Aber wir hatten Glück.

Der Ruapp und seine Musikanten spielten so schneidig wie immer und alle kamen: die Hirschbergler und Wallberger, Einheimische und Gäste und allen hat der neue Platz gefallen. Als der Abend gar nicht enden wollte, waren auch die größten Zweifler überzeugt: "Der Platz paßt"

   
  1. Leonhardstoanajahrtag am 20. Oktober 1985

mit Kirchenzug, hl. Messe las Pfarrer Ben Eilers, dann Rückmarsch zum Leonhardstoanahof, wo der Ruappn Sepp mit der Blechmusi bis gegen 17 Uhr aufspuite. Es war ein schönes Bild, die Schalkfrauen, Männer, Miederdirndl und die Kinder. Sepp Sanktjohanser überreichte Herrn Pfarrer einen Scheck über 300,- DM zur Reparatur der Orgel.

   
  8. Dezember:

Die Jugendgruppe des Vereins lud ein zu einer heiter, besinnlichen Adventfeier. Sie spielten weihnachtliche Weisen, brachten ein Hirtenspiel und einen kleinen Nikolauseinakter. Der Erfolg dieses Abends zeigte wieder einmal, daß es zwar nicht immer leicht ist der Jugend das Brauchtum beizubringen, aber es lohnt sich die Begeisterung dafür zu wecken.

   
  Im voll besetzten Leonhardstoanassal findet am 28. Dezember ein Neujahrs- und Dreikönigssingen statt.
   
  1986
   
 

15. Februar 1986: 40jähriges Wiedergründungsfest im Leonhardstoanahof,

es spielt die Kreuther Klarinettenmusi, es sangen der Zwoagsang Trellinger-März und die Geschwister Mayr und es musizierten einige Mitglieder der Jugendgruppe.

Der 1. Vorsitzende gab einen kurzen Überblick aus dem Vereinsleben gerade nach dem Krieg bis zur Gegenwart, dann wurden die damaligen Gründungsmitglieder (nach dem Krieg) Herr Rettermeier, Herr Strillinger, Herr Frank und Herr Winkler besonders geehrt. Sepp Sanktjohanser überreichte ihnen als Dank und Anerkennung ein schönes Bild vom Leonhardstoanahof.

Weiter wurden für treue Mitgliedschaft mit einem Vereinsabzeichen und einer Urkunde geehrt:
60jährige Mitgliedschaft: Josef Winkler und Andreas Strillinger
40jährige Mitgliedschaft: Edbauer Hans, Erlacher Hartl, Fröhlich Alois, Fleischer Lisl, Frank Hans, Frank Johanna, Gloggner Schorsch, Heigenlechner Rudi, Jennerwein Ilse, Manstein Rosa, Oberwieser Maria, Rettermaier Lilly, Rehle Rudi, Stillner Hans, Stillner Gretl, Schober Hans, Schober Sepp und Wengermayr Joseph.

25jährige Mitgliedschaft: Aigner Gertrud und Frisch Seffa
Durch das Programm dieser Wiedergründungsfeier führte Gustl Bauer.

Die Verstorbenen des Vereinsjahres waren: Anna Kramer, Heini Mehringer (Mühlauer Heini), Evi Winkler, Hedwig Kandlinger (Thoma Hedwig)

   
  Vereinsjahr 1986
   
 

Hauptversammlung am 18. April
Maitanz am 30. April
Musi mit den Stairischen Tanzgeigern am 9. Mai
Johannifeuer am Leonhardstein am 21. Juni
Waldfest am 27. Juli
Grillfleischessen mit den 2 Kindergruppen am 7. August
Waldfest der Wallberger am 10. August
Essen für alle Helfer des Waldfestes am 14. August
Teilnahme der Jugendgruppe bei Gauplattln in Waakirchen am 16. August
Gemeinsam Plattlerprob von Leonharstoana, Wallberger und Hirschbergler im Leonhardstoanahof am 3. Oktober
Vereinsausflug am 4./5. Oktober
Flohmarkt am 11. Oktober
Trachtenball im Leonhardstoanahof am 12. Oktober
Leonhardstoana-Jahrtag am 19. Oktober
Lumpenball am 2. März 1987

Die Verstorbenen des Vereinsjahres 1986 (1.4. bis 31.3.)
Maria Meßner (Zobl Marie), Maria Schnitzenbaumer, Karl Mayr (Rainer Karl), Franz Willibald

   
  Vereinsjahr 1987
   
  Hauptversammlung am 16. Mai im Leonhardstoanahof

Der 1. Vorsitzende Sepp Sanktjohanser konnte 60 Mitglieder begrüßen.. Nach der Totenehrung folgte sein Bericht des vergangenen Vereinsjahres. Er dankte allen aktiven Mitgliedern für alle Hilfe. Nun gab Lisi Winkler den Kassenbestand preis. Die Entlastung des Kassiers erteilte Anderl Strillinger und Leo Rettermeier. Den Kassenbericht der Leonhardstoana-Veranstaltungsgesellschaft d.b.R. verlas der 1 Vorsitzende. Jetzt folgte der Bericht aus dem Vereinsbuch und schnell konnte man zu den Ehrungen langjähriger Mitglieder schreiten.

Für 60jährige Mitgliedschaft: Herr Josef Sanktjohanser
für 40jährige Mitgliedschaft: Hanni Schöpfer (Garber Hanni) und Regina Sanktjohanser
für 25jährige Mitgliedschaft: Walter Stindl, Karl Vögele, Gerhard Knorrn und Klaus Göttfried
Ein Vergelts Gott an alle geehrten Mitglieder für die Treue zum Verein!

Bei Wünsche und Anträge beschlossen wir, daß Frau Rettermeier dazu bestimmt wird, bei Beerdigungen den Schalkfrauen einzusagen - Antrag von Frau Kieweg (Sternecker Mariandl)

Sepp Sanktjohanser fragte alle Anwesenden um ihr Einverständnis das Vereinsjahr mit dem Kalenderjahr laufen zu lassen. Es waren alle einverstanden. Herr Strillinger richtet nun einige Worte des Dankes an den Vorsitzenden und Ausschuß für die gute Zusammenarbeit. Als Abschluß zeigten uns Ludwig Hörth und Xaver Schiller noch sehr schöne Dias.

   
  Vereinsjahr 1988
   
  Beim 80jährigen Gründungsfest der Hirschbergler am 5. Juni rückten wir mit ca. 65 Personen aus, trotz starken Regens.
   
  Am 11. Juni feierten wir unser 80jähriges.

Wir hatten mehr Glück mit dem Wetter beim Kirchenzug. 19 Uhr Amt, danach gemütliches Beisammensein und Tanz im Hof. Der Vorstand gab einen kurzen Überblick aus der Vereinschronik. Es war ein ruhiges, gelungenes Fest.

   
  Die Kühlelemente wurden doch noch vor dem Waldfest geliefert und eingebaut. In der Bar wird noch eine Wandverkleidung mit Sims eingebaut und das kalte und warme Wasser installiert.

Beim Waldfest am 24. Juli ist es sehr schwül und es läuft recht langsam an. Um 16 Uhr dann ein starkes Gewitter und es hört nicht mehr auf zum Regnen.

Wir probieren es am 31. Juli noch einmal mit dem Waldfest, obwohl es ein großes Problem war, eine Musi aufzutreiben. Bis 16 Uhr spielte der Ruapp, dann die Agatharieder Blasmusi
   
  Gern folgten wir der Einladung des Schlierseer Trachtenvereins zu ihrem 100. Gründungsfest. Am Sonntag den 21. August rückten wir recht zahlreich aus. Als Geschenk bekamen wir eine schöne geschnitzte Figur.

Jetzt sind wir ans Marschieren schon gewöhnt und so geben wir auch dem Arbeiter-Kranken-Unterstützungsverein bei ihrem 100jährigen Gründungsfest am 28. August die Ehre. Es nahmen ca. 60 Vereine an diesem Jubiläum teil, das mit einer Fahnenweihe verbunden war. Fahnenbraut war Evi Kieweg (Sternecker), Fahnenmutter Anni Mehnert. Heimatabend im Zelt.
   
  Vereinsjahr 1989
   
  Die Neureuther feiern am 4. Juni ihren 100. Geburtstag.

Wir fahren ab Rottach mit dem Schiff nach Gmund. Festgottesdienst ist im Zelt, anschließend Festzug durch Gmund. Ein schöner und gelungener Festtag.

   
  Am 9. September war der Festabend der Wallberger zu ihrem 100jährigen Gründungsfest.

Wir schenkten ein schön geschmücktes 100 l Faß Bier und Traudl Wiedemann machte ein nettes Gedicht dazu.
Zum Festtag am 10. September ruck ma ganz stark aus. Es war ein schöner Tag. Der Festgottesdienst wurde im Freien beim Maier-Kirschner in Egern zelebriert. Dann Festzug durch den Ort und zurück zum Zelt.

   
  15. Oktober: Leonhardstoanajahrtag mit Kirtatanz im Leonhardstoanahof.

Alle sind sauber rausputzt in ihrem Festgwand. Hinter 55 sauber putzte Fenster und frisch gewaschene Vorhäng, bei einer schneidigen Musi und was guats zum Essen, wer bleibt da scho dahoam?

   
  Vereinsjahr 1990
   
  16. Februar: Ein orkanartiger Sturm entgipfelt unsern Maibaum

Die Leonhardifahrt war heuer wieder einmal mit Schnee. Nach der Umfahrt Leonhardiball im Leonhardstoanahof, weil es den Wirtsleuten vom Schützenhaus zuviel wird.
   
  Vereinsjahr 1991
   
  2. Februar: Hans-Wimmer-Gedächtnislauf
9. Februar: Kinderfaschingszug in Rottach-Egern
11. Februar: Lumpenball ist wegen dem Golfkrieg abgesagt
5. April: Premiere des Theaters "Der alte V..."
15./16. Juni: Dorfturnier in Kreuth
25. Juni: Heimatabend zum 1. Mal im Leonhardstoanahof
28. Juli: Waldfest
3. August: Kindergauplattln
4. August: 2. Anlauf zum Waldfest
3. Oktober: Ausflug der Kindergruppe nach Schwaz
13. Oktober: Vereinsausflug
20. Oktober: Jahrtag
6. November: Leonhardifahrt
23. November: Essen der Waldfestmitarbeiter
Dezember: Kindertheater
4. Januar: Neujahrs- und Dreikönigsingen

Die Toten im Jahr 1991 waren Betty Baudrexl, Thomas Lackermeier und Rudolf Heigenlechner

   
  Vereinsjahr 1992
   
 
Im Mai waren 5 Paare zum Platteln in Stuttgart, zur Sendung "auf der Couch" von Franz Xaver Krätz;
im Juni fuhren Vertreter des Vereins nach Bonn zum Volkstanzgruppentreffen Sport und Kultur.
Das Waldfest am 26. Juli war wie aus dem Bilderbuch. Es war das beste Waldfest, das wir bisher hatten, auch wenn das erste "Opfer" wieder einmal die Kaffeemaschine war.

Am 29. und 30. August war der Ausflug mit den Kindern. Von Kreuth aus mit dem Fahrrad in die Söllbach-Winterstub´n. Am Samstag wars noch sehr heiß. Am Sonntag wars Wetter unbeständig. Am Samstagabend gabs Grillfleisch und Spiele mit den Kindern. Am Sonntagmittag gings über den Bauern in der Au, wo wir zu Mittag aßen, wieder mit dem Fahrrad zurück nach Kreuth.

Schnee und Kälte gabs beim Leonhardstoana-Jahrtag am Kirchweihsonntag, den 18. Oktober.

Die Toten im Jahr 1992 waren Viktoria Stoib und Gerda Lackermeier

   
  Vereinsjahr 1993
   
  Bei der Hauptversammlung am 23. Januar wurden für 60 jährige Mitgliedschaft Leo Rettermaier und Ottilie Schubert geehrt;
für 40 Jahre: Sepp Stich und Peter Reifenstuhl;
für 25 Jahre: Rosi Mehringer, Annemarie Sanktjohanser, Mirzl Schnitzenbaumer, Judith Winkler und Thomas Hörth.

Besonders geehrt wurde Sepp Sanktjohanser für 25 Jahre 1. Vorstand. Die Ehrung dafür übernahm der Gloggner Schorsch und überreichte dem Sepp ein Bowle-Geschirr.

Der Verein beteiligt sich mit 2000,- DM an den Kosten für eine Standarte für den Vorreiter an Leonhardi.

Am Kirchweihsonntag. den 17. Oktober, feierten wir nicht nur den alljährlichen Jahrtag sondern auch unser 85 jähriges Vereinsjubiläum.

Es gaben uns sämtliche Ortsvereine die Ehre, 7 davon mit ihrer Fahne. Es rückten, bei trockenem Wetter, neben Mannerleut und Kindern 32 Schalkfrauen und 11 Miederdirndln aus. Zum Essen gabs Schweins- und Kalbsbraten. Unser Vorstand Sepp Sanktjohanser erzählte aus der 85 jährigen Vereinsgeschichte.

   
  Vereinsjahr 1994
   
  Der Einladung zur diesjährigen Hauptversammlung folgten 79 Mitglieder. Es war nach 3 Jahren wieder eine Neuwahl fällig.

Heuer war wieder einmal der Vereinsausflug eine Floßfahrt auf der Isar. Mit dem Bus ging es nach Wolfratshausen und dann mit dem Floß nach München. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und eine Gaudi. Auf der Heimfahrt, wieder mit dem Bus, kehrten wir noch im "Goldenen Tal" in Naring ein und konnten uns nur sehr mühsam überwinden heim zu fahren. Es war wieder ein schöner Ausflug.

Ja das war wieder das beste Waldfest ( 24. Juli) das es je gab. Bei schönem Wetter überrollten uns die Besucher beinahe und unsere Mitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm her zu werden. Dafür ein herzliches Vergelts Gott. Wegen eines tragischen Todesfalles einer Aktiven konnten die Wallberger leider nicht ausrücken.

   
  Vereinsjahr 1995
   
  Zum Lumpenball am 27. Februar wurden 500 Eintrittskarten verkauft. In einem überbelegten Hof war der Ball wieder ein voller Erfolg, aber so kann es nicht weitergehen, wir müssen uns etwas überlegen.

Bei einem Haus gibt es immer Arbeit. heuer wurde das Dach neu eingedeckt.
   
  Vereinsjahr 1996
   
  Im Mai nahmen die Aktiven an einer Fernsehaufzeichnung für den Bayr. Rundfunk - Heimatabend in Tegernsee - teil. die am 19. Mai gesendet wurde.

Beim II. World Festival of traditional sports and games in Bangkok, Thailand, vom 10. bis 16. Dezember war unter der deutschen Delegation auch 3 Paare unseres Vereins, sowie die Goaßlschnalzer dabei. Sie wurden begeistert gefeiert.
   
  Vereinsjahr 1997
   
  Im April waren sechs wieder sehr erfolgreiche Theaterabende. Zur Aufführung kam das Stück "Zuständ san des", eine Komödie in 3 Akten von Fred Bosch. Unter der hervorragenden Regie vom Sollacher Sepp wurde es wieder ein Riesenerfolg. Die Mitwirkenden waren: Sepp Sollacher jun., Kandlinger Monika, Hörth Ludwig, Aigner Trudl, Schnitzenbaumer Martin, Bartl Sepp, Oberlechner Flori, Kölbl Gabi, Sanktjohanser Sepp jun. Allen Beteiligten und Helfern vielen Dank für ihren Einsatz. Sepp Sollacher wurde für 10 Jahre Regie geehrt.
   
  Vereinsjahr 1998
   
  Der Maibaum vor dem Kuramt wurde am 1 Mai aufgestellt, den Baum bekamen wir von Herzog Max. Gefällt wurde er wie immer erst in der Früh vom 1. Mai. Für die Helfer gabs um 9 Uhr eine Brotzeit. Musikalisch unterstützt wurden sie von den Mittenwaldern. Leider war der Maitanz am Abend im Leonhardstoanahof, mit dem Ferchenseeklang, nur mäßig besucht.
   
  18. Oktober, Jahrtag und 90 jähriges Gründungsfest.

Am Kirchweihsonntag feierten die Leonhardstoana ihren Jahrtag. Dieser stand heuer ganz im Zeichen des 90 jährigen Gründungsfestes und wurde auch entsprechend feierlich gegangen. Nur der Wettergott spielte leider nicht mit und so war beim Kirchenzug der Regenschirm sehr gefragt. 12 Ortsvereine waren geladen, alle kamen, 9 davon mit ihrer Fahne.

Ein wichtiger Termin dieses Tages war das gemeinsame Foto der anwesenden Mitglieder vor dem Hof. Es dauerte schon eine Weile, bis alle richtig auf Balkon, Tischen und Bänken verteilt waren, aber wir hatten trotz Regen alle eine Gaudi. Es spielte der Ruapp zum Tanz auf und das Essen schmeckte auch. Zur Freude aller zogen die aktiven Plattler mit einigen ihrer Stückeln auf, wobei auch so mancher Ehemaliger noch eifrig mitplatteln konnte.

Um den Tag würdig abzurunden erzählte der Vorstand noch über das Vereinsgeschehen der letzten 90 Jahre und berichtete, daß in der ersten Satzung einige Dinge anders waren als heute, z.B. wurde ausdrücklich erwähnt, daß nicht "linksherum" getanzt werden darf.

   
  Vereinsjahr 1999
   
  Im Juni haben 6 Mann den Weg vom Leonhardstein bis Kreuth ausgeschnitten und hergerichtet, danach gabs eine Brotzeit beim Kindergartenfest.
   
  25. Juli Waldfest: Es war noch besser wie 1998. Der Wettergott spielte mit. Für die Mitarbeiter ging es auch diesmal an die Obergrenze des Machbaren. Es wurden 54 hl Bier ausgeschenkt.
   
  Die Toten des Jahres 1999: Regina Sanktjohanser, Kathi Reich, Hanni Schöpfer, Peps Wengermayer, Sepp Kandlinger und unser Ehrenmitglied Hans Frank.

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