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D´Leonhardstoana

Kreuth
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Chronik des
Gebirgstrachten-Erhaltungsverein D´Leonhardstoana
von der Wiedergründung bis heute
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Wiedergründung des Vereins am 23. Februar
1946 |
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Aber eines wurde sowohl
von der damaligen Vorstandschaft als auch von der Regierung übersehen: Einen
Verein kann eine Diktatur zwar willkürlich auflösen, doch aus den
Herzen der Mitglieder kann man ihn nicht reißen. So wurde 9 Jahre
nach seiner Auflösung der Verein am 23. Februar 1946 wieder ins
Leben gerufen.
Am selben Abend wurde noch eine Vorstandschaft bestimmt. 1. Vorstand
wurde Winkler Josef Schneidermeister, 2. Vorstand
Rettermeier Leonhard, Schriftführer Baudrexl Bertl und als Kassier
Josef Petz. Im Protokollbuch heißt es: Der Abend verlief in guter
Stimmung aber leider fehlte die gute Maß Bier.
Wie mir der Rettermeier Leo
erzählte, war der Hauptinitiator mein Vater Sepp Winkler. Er
kam zum Leo und begeisterte ihn für die Idee einer Neugründung,
ebenso seine anderen Freunde, den Spitz (Frank Hans), Gruber Hansl,
Petz Sepp, Baudrexl Bertl und Strillinger Anderl jun.; er machte
jede Arbeit, auch bei der Mitgliederwerbung war ihm nichts zuviel.
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Einen Verein gründen ist
nicht schwer, aber daß er von einer Besatzungsmacht genehmigt wird,
ist eine andere Sache. Mein Großvater Josef Winkler sen. war zur
damaligen Zeit der Bürgermeister von Kreuth und hatte ein sehr gutes
Verhältnis zur Amerikanischen Militärregierung in Miesbach; auch bei
der ganzen Schreiberei und Lauferei mit dem Landratsamt arbeitete
Vater und Sohn gut zusammen. Das erklärt auch die schnelle
Genehmigung des Vereins durch die Amerikaner. Denn keine zwei Monate
nach der Wiedergründung wurde der Verein am 10. April 1946 genehmigt. Durch Erlaubnis der
Regierung wurde am 4. Mai 1946 eine Gründungs- und Hauptversammlung
einberufen. 55 Neumitglieder wurden aufgenommen.
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Außer einer desolaten Fahne war vom früheren erfolgreichen
Trachtenverein nichts mehr da. Wo sollte man bloß Plattlerproben
abhalten? Die ersten Plattlerproben nach dem Krieg fanden im großen
Schulzimmer statt. Dazu schreibt der Langer Hardl: Zwar war immer
noch der elektrische Strom rationiert aber mit einem Aggregat von
der Wehrmacht hatten wir unser Licht. Georg von Kaufmann, damals
Forstmeister in Kreuth lernte uns wieder die alten
Figurentänze und neue Plattler, fast nach militärischer Disziplin
(er war ja auch Major bei den Gebirgsjägern). Als der Spitz (der
Spitzname vom Frank Hans), das sah wurde er narrisch: schuacha is a
Ausdruck da Freid, da mog i hihaun wos mia baßt!
Bis 1952 fanden die Plattlerproben im Schulzimmer der
Volksschule Kreuth statt. Dann untersagte die Gemeinde unter
Bürgermeister Hans Hagn die Benützung des Schulzimmers. Nun
war guter Rat teuer. Es ergab sich dann die Möglichkeit, die
Plattlerproben im Trockenraum im Badhäusl vom Retzl abzuhalten.
1953
wurde ein Hüttenausschuß gegründet um mit der Gemeinde und
Weißachaugemeinschaft wegen eines Platzes zu verhandeln. Warum es zu
keiner Einigung kam, konnte mir niemand mehr sagen. Es wurde dann
das Angebot von meinem Großvater, dem alten Winkler, angenommen und auf seinem Grund eine
Hütte errichtet (siehe
Neue Leonhardstoanahütte) |
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Aber zurück zu 1946: wie stand es mit der Tracht?
In den Familien
gab es schon noch brauchbare Miedergwander, sowohl Seidene als auch
Tanzmieder mit Pollnkittl. Anders sah es bei den Männern aus;
Lederhosen ja, weiße Hemden auch, aber die alten
Leonhardstoana-Joppen waren abgenützt oder gar nicht mehr brauchbar.
Da der neue Vorstand ein Schneider war, wollte er seinen Verein auch
sauber beinand haben. 1946 gab es nichts oder nur gegen Tausch,
hellgraues Tuch, so wie es für die alten Joppen üblich war, war
nicht aufzutreiben. Aber dunkelgrauer Loden war noch zubekommen,
dafür mußte Schafwolle geliefert werden, ebenso für die Hüte; und so
entstand die neue Leonhardstoana-Joppe und daraus der
Leonhardstoana-Anzug, der aus dem Kreuther-Tal nicht mehr
wegzudenken ist. Bei der 1200 Jahrfeier in Tegernsee wurde die neue
Vereinsjoppe das erste Mal ausgeführt und rundum bewundert. |
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Dazu aus dem Vereinsbuch:
Die Wiedergründung des
Gebirgstrachten Erhaltungsverein d´Leonhardstoana Kreuth:
Der Verein wurde im Jahr 1937 bei der Gleichschaltung durch die
Naziregierung aufgelöst. Nach dem 6 jährigen Krieg, im Jahr 1946 am
23. Februar fanden sich in Kreuth wieder einige Burschen, Männer,
Frauen und Mädchen die den Gebirgstrachten-Verein wieder ins Leben
zurück ruften. Am Abend des 23. Februar fand dann die Gründung der
Vorstandschaft statt, es wurde als erster Vorstand bestimmt: Josef
Winkler Schneidermeister in Kreuth, 2. Vorstand Rettermeier
Leonhard, Schriftführer Baudrexl Bertl und als Kassier Josef Petz
ernannt. Der Abend verlief in guter Stimmung aber leider fehlte die
gute Maß Bier.
Nach vieler schriftlicher Arbeit
an die Amerikanische Militär-Regierung Miesbach wurde der Verein am
10. April 1946 wieder genehmigt. Durch Erlaubnis von der Regierung
wurde am 4. Mai eine Gründungs- und Hauptversammlung einberufen. Die
Einleitung der Versammlung folgte durch einen Zitherclub (Zither:
Winkler Sepp, Rettermeier Leo, Baudrexl Bertl, Gitarre: Strillinger
Anderl) mit
Ländlern zum Besten, anschließend gab der 1. Vorstand die neue
Satzung bekannt und dann folgten die Neuaufnahmen. Es wurden an dem
Abend 55 Mitglieder aufgenommen, also schon ein ganz schöner Verein
stand von den Toten wieder auf. Einstimmig wurde noch beschlossen, daß Kriegsversehrte, die in den Verein beitreten wollen, allerdings
Bodenständige oder Ortsansässige Kreuther, ohne Aufnahmegebühren und
ohne Jahresbeitrag in den Verein aufgenommen werden. Der Abend
verlief wieder lustig und humorvoll.
Schriftführer
Baudrexl
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Der Verein stand vor dem Nichts. Die Hütte war zur Nazizeit
verscherbelt worden, die Vereinsfahne in desolaten Zustand. Aber man
war frei, die Militärregierung hielt sich zurück, man konnte sich
wieder zu seiner Heimat und seinem Verein bekennen. Und so wurden
die Ärmel aufgekrempelt und prompt ging es aufwärts. Es wurden wieder
Gartenfeste abgehalten, Bälle veranstaltet, Christbaumfeiern, das
althergebrachte Rodelrennen fand wieder statt und es gab wieder eine
Faschingsgaudi und was für eine, mit Fuchsbau und
Schneereifenrennen. 1954 wurde das erste Mal mit dem neuen
Truhenwagen an der Leonhardifahrt teilgenommen. Auch Vereinsausflüge
wurden wieder gemacht. |
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Dazu die
Eintragungen aus dem Vereinsbuch von 1946: |
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Am 16. Juni 1946 war
ein Vereinsabend mit Tanz. Herr Oberlehrer Rehle las aus seiner
selbst zusammengesetzten Chronik vor. Nach seiner mühevollen 10
jährigen Arbeit gelang es Herrn Oberlehrer Rehle seine weit in den
hundert Jahren zurückgreifende Chronik fertig zu stellen. Der Vortrag
dauerte gute 2 Stunden und war sehr lehrreich, gerade für den Verein
zur Erhaltung der Sitten und Bräuche der Alten. Anschließend folgte
der gemütliche Teil mit Schuhplatteln und Tanz und fleißig spielte
uns auf der Spitzer Franz.
Schriftführer
Baudrexl
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Am 28.7. hielt der
Verein im Kurpark sein althergebrachtes Gartenfest ab, welches sehr
gut besucht war. Zum Tanz spielte die Wiesseer Kapelle. Der
Glückshafen, aus freiwilligen Spenden gerichtet, fand reißenden
Absatz. In einer Stunde war derselbe ausverkauft. Es fand noch ein
Fischstechen und Satz-Hüpfen statt, letztes fand viel Beifall bei
den Zuschauern.
Leider kam gegen 1/2 5 Uhr ein starkes Gewitter, so daß das Fest im
Freien abgebrochen werden mußte und in die Räume des "Batznhäusl"
verlegt wurde. Fleißig spielte die Kapelle die alten, vertrauten
Weisen und erst spät fand das schöne Fest ein harmonisches Ende.
Für den
Schriftführer: Leonhard Rettermeier 2. Vorstand
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Dem Verein seine
Einnahmen waren: Eintritt, Glückshafen, Fischstechen,
Sackhüpfen, später dann auch die Schießbude. Der Batznhäuslwirt
Hermann Walch übernahm den Ausschank und die Brotzeit, der Verein
hatte davon nichts, mußte aber die Musik bezahlen. Erst 1963 unterm
Vorstand Klaus Göttfried übernahm der Verein beim Gartenfest das
Bier und hatte somit auch höhere Einnahmen.1964 übernahm dann der
Verein auch die Brotzeitbude. |
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Am 22.9. riefen die
Tegernseer alle Trachtenvereine und Einheimischen zu Ihrer 1200
Jahrfeier.
Mit 2 liebevoll hergerichteten Dax-Wagen beteiligte sich der Verein
an der kirchlichen Feier mit Prozession.
Feierlich die Frauen im
Schalk, schmuck und sauber die Dirndl und nicht zurück standen die
Männer und Burschen in ihren neuen Joppen, den Stopselhüten mit den
Spielhahnfedern. Herrliches Wetter krönte die unvergeßliche Feier,
der Tausende von Zuschauern beiwohnten.
2 Tage später
beteiligte sich der Verein nochmals mit 2 Wagen an der weltlichen
Feier der Tegernseer. In herrlicher Farbenpracht des Herbstes
standen die Bergwälder, der See glänzte und leuchtete wie flüssiges
Silber in der selten warmen Herbstsonne, denn darüber stand ein echt
bayrisch-blauer Himmel. Der Bandltanz, oft geprobt und von vielen
Mitgliedern mit Ängsten beobachtet, klappte vorzüglich und fand den
meisten Beifall der zahlreichen Zuschauer. Lustig frohlockten auf
der Heimfahrt die weiß-blauen Bandl und am Abend fand sich nochmals
Alt und Jung zum gemütlichen Beisammensein mit Tanz im Vereinslokal.
Alle beteiligten
werden diese beiden Festtage unvergeßlich bleiben.
Für den
Schriftführer: Leonhard Rettermeier 2. Vorstand
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Ein Kirchweihtanz am
21.10. mit der Kapelle "Guggn Sepp" brachte allen Tanzlustigen viel
Freude. Sepp spielte, daß es eine Freude war und die Klarinetten
pfiffen und jubelten, daß es einem die Füße von selber mitriß. Gut
war die Stimmung, es fehlte halt uns unser Gutes 12%.
Für den
Schriftführer: Leonhard Rettermeier 2. Vorstand
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Am 6.11. beteiligte
sich der Verein an der althergebrachten
Leonhardifahrt.
Freundlicherweise hatten die Amerikaner den Saal vom Lehmann für die
Einheimischen zur Verfügung gestellt. Nicht zu vergessen, es gab
sogar Vollbier und dasselbe hob gewaltig die Stimmung. Zünftig wars,
nur zu kurz und das gute Bier zu wenig.
Für den
Schriftführer: Leonhard Rettermeier 2. Vorstand
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Zu einer lang
entbehrten lustigen Christbaumfeier lud der Verein am 29.12. alle
Kreuther und viel anderes Volk. Bei amerikanischer Versteigerung
hatte der Verein eine gute Einnahme. Anschließend spielte Spitzer
Franzl zum Tanz und es war noch recht gemütlich.
Für den
Schriftführer: Leonhard Rettermeier 2. Vorstand
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Damals war noch jedes Jahr eine
Neuwahl fällig. So wurde bei der Hauptversammlung am 26. Januar 1947
eine neue Vorstandschaft gewählt, die bis auf den Schriftführer die
alte blieb. Neuer Schriftführer wurde der Sanktjohanser Lenz jun. |
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Auch 1947 rührte sich was beim
wiedererstandenem Verein: |
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Am 2. Februar fand das
althergebrachte Rodelrennen vom Pletscherer Grabn statt. |
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Am 17 Februar veranstaltete der Verein den alljährlichen
Vereinsball, die amerikanische Belegschaft stellte den Saal im Hotel
Post zur Verfügung. |
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Am 17. August fand im Kurpark ein
Tanzfest des Vereins statt, zudem
die ganze Bevölkerung und drei Vereine geladen waren.
Ein Gartenfest
im alten Stile konnte nicht abgehalten werden, da die Preise für den
Glückshafen, das Fischstechen und das Sackhüpfen nicht aufzutreiben
waren. Zwei neue Tanzflächen boten genügend Raum für die
Tanzlustigen und der Guggn Sepp munterte mit freundlichen Weisen
auch noch die älteren Besucher zu einem Tanz auf. Von den geladenen
Vereinen waren nur einzelne Mitglieder erschienen und so verlief der
Nachmittag etwas lau. Erst am Abend kam größerer Schwung in die
Veranstaltung, die um 22.30 Uhr endete. |
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Am 6. November nahm der Verein mit zwei sauber geschmückten Wägen an
der Leonhardifahrt teil.
Das Wetter war naß, nur für die Umfahrt
schloß Petrus die Schleußen. Die Amerikaner hatten dieses Jahr
leider nicht den großen Saal des Hotel Lehmann zur Verfügung
gestellt, so daß es für die vielen Teilnehmer an Platz mangelte und
viele auch gleich nach der Umfahrt wieder an die Heimfahrt denken
mußten, auch fehlte dieses Mal das amerikanische Vollbier, das im
vergangenen Jahr die Stimmung so sehr gehoben hatte. Trotzdem wurde
es am Nachmittag und am Abend noch mehr, lustig im Batznhäusl. |
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Zum ersten Mal seit Bestehen des
Vereins lud dieser seine Mitglieder zu einem Preisplatteln ein. Das
Zustandekommen dieser Veranstaltung ist vor allem unserem
Forstmeister von Kaufmann zu verdanken. Viele schöne Preise
belohnten alle Teilnehmer für Ihre Leistungen. Als Schiedsrichter
wurden die beiden alten Plattler Jennerwein Mathias (Binder Hiasl)
und Kramer Georg gewählt.
Forstmeister von Kaufmann spielte für alle Teilnehmer einen vorher
bestimmten Plattler. Die Besten wurden:
bei den Mädchen: Schober Lisi; bei den älteren Teilnehmern der
Männer: Sanktjohanser Sepp (allerdings mußte dieser mit Frank Hans
rittern); und bei den Jungen unser Vorplattler Rudi Rehle.
Alle Teilnehmer waren begeistert und wünschen eine Wiederholung der
Veranstaltung im nächsten Jahr. |
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Am 25. Oktober feierte unser
lieber Kiem Pauli seinen 65. Geburtstag zu dessen Ehrung ihm unsere
Mädchen und Burschen als Morgenständchen den schönsten Tanz des
Vereins, den Bandtanz aufführten. Pauli freute sich herrlich über
dies Aufmerksamkeit deren Anreger Herr Forstmeister von Kaufmann
war. |
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Am 13. Dezember wurde eine
Versammlung abgehalten.
Tagesordnung: Christbaumfeier, Rodelrennen, Leonhardstoanaball. Die angeregte Christbaumfeier wurde auf
allgemeinen Wunsch der Vereinsmitglieder abgeschlagen, wegen Mangel
an Gegenständen zum Behängen des Baumes. Das Rodelrennen wurde auf
den 11. Januar festgesetzt mit anschließendem Ball, wenn möglich im
Gasthof zur Post. |
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1948 |
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Auch 1948 war ein hartes
Jahr, nicht nur für die Leonhardstoana sondern für die gesamte
Bevölkerung so wurde es ein mageres Jahr. |
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Bei der Hauptversammlung kam auch das
Hüttenproblem wieder zur Sprache, was aber vorerst wegen der
Grundfrage noch zurückgestellt werden mußte. Trotzdem wurde aber
eine Arbeitstour am Weidberg am 22.2. gehalten.
Dazu im Vereinsbuch:
Der Verein, mußte als Gegenleistung für erhaltenes Bauholz,
Grubenholz arbeiten. 13 Mann und eine gute Brotzeit vom Winkler Sepp
schafften alles an einem Tag. Eine Woche später mußten 6 Mann den
Weg freischaufeln, damit das Holz abgeführt werden konnte. |
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22 Vereinsmitglieder nahmen am
9.
Mai an der Trachtenwallfahrt nach Birkenstein teil, nachmittags ging
es dann noch nach Bayrischzell zu einer halben Bier und gemütlichem
Beisammensein. |
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Bei einer extra einberufenen
Versammlung am 7.8. wurde über das Sein oder Nichtsein des
Gartenfestes entschieden. Man kam zu dem Ergebnis, daß es sich nicht
rentiere. Wir wurden dadurch um unser altherkömmliches Fest und um
die Einnahmen gebracht. |
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Für das magere Jahr entschädigte
dann Leonhardi. Bei schönstem Wetter fand die Leonhardifahrt statt.
"Genau so strahlend wie der Himmel waren auch die Festteilnehmer,
wozu auch der Alkohol ein wesentliches beitrug, da es ja heuer zum
ersten Mal wieder in unbegrenzter Menge gab. Nach dreimaliger
Umfahrt ging es in die Wirtschaften wo bei einer "Pfunds-Blechmusi"
und einer guten Brotzeit zum weltlichen Teil übergegangen wurde. Man
kann nur sagen: Schön war´s und lang hat´s dauert." |
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1949 |
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1949 brachte es Kreuth zum
ersten mal nach langen Jahren wieder zu einem
Maibaum. |
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60. Gründungsfest der Wallberger am
24.7.
Auch die Leonhardstoana sind der Einladung der Wallberger gefolgt
und zu Ihrem Gründungsfest erschienen. Bei herrlichem Wetter wurde
der Trachlterumzug abgehalten. Er begann und endete beim Gasthof
Seerose, wo auch die Bühne aufgeschlagen war. Die Leonhardstoana
führten den Bandltanz vor, der allerseits Gefallen hervor rief.
Besonders gut ist der Verein durch seine schöne und einheitliche
Tracht aufgefallen. |
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Waldfest am 7.8.
Nach einjähriger
Pause wurde heuer wieder ein Gartenfest durchgeführt. Die Tanzbühne
stand im Kurpark, dem schönsten Platz den es für ein solches Fest
gibt.
Ein mit sehr schönen Preisen ausgestatteter Glückshafen war
auch da, der ja immer seine besondere Anziehungskraft hat und auch
bald restlos ausverkauft war.
Bandltanz, Kronentanz und Plattler wechselten einander ab. Zünftig
war auch das Schubkarrenrennen und Wettlaufen der Buben. Bis spät in
die Nacht hinein spielte die Musi und das Fest endete mit einem
vollen Erfolg. |
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Ausflug nach Inzell und
Berchtesgaden am Kirchweihsonntag:
Sieben junge Kreuther Madl und Burschen hatten sich entschlossen, am
Kirchweihsonntag Herrn von Kaufmann zu besuchen. Die
Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten groß. Hat doch Herr von
Kaufmann viele, für uns neue, Trachtentänze und Plattler nach Kreuth
mitgebracht und den jungen Leonhardstoanern angelernt. Er hat sich
damit ein bleibendes Verdienst im Verein erworben.
Nach gutem Frühstück wurde wieder aufgebrochen und weiter gings über
Ramsau, Berchtesgaden nach St. Bartholomä. Die Rückfahrt ging über
Reichenhall zurück nach Inzell, wo wir von Frau und Herrn
Forstmeister bereits erwartet wurden. Nach dem Abendessen wurde
aufgespielt und geplattelt, daß es eine wahre Freude war.
Zwischendurch gings auch einmal auf die Kirtahutschn, die eigens für
den Besuch aufgebaut worden war.
Allzuschnell verstrich die Zeit und
es mußte an die Heimfahrt gedacht werden. Ein kurzer Abstecher noch
auf den Siegsdorfer Trachtenball, wo die Leonhardstoana einen
Ehrentanz bekamen und dann gings nach Haus. Allen wird dieser
schöne Ausflug noch lang in Erinnerung bleiben. |
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Leonhardifahrt am 6. November
Wie alljährlich, so nahmen auch heuer zwei sauber gebundene Wägen an
der Umfahrt teil. Der Wettergott hatte einsehen und ließ es erst
regnen, nachdem in den Wirtschaften bei Brotzeit und Bier alles gut
untergebracht war. Allzuschnell verstrichen die schönen Stunden und
so manche und mancher hatten den Wunsch, wenn es nur öfter im Jahr
einen Leonharditag gäbe. |
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1950 mußte angesichts
der Geldknappheit der Jahresbeitrag herauf gesetzt
werden, der nun 1,50 DM für männliche und 0,50 DM
für weibliche Mitglieder beträgt. Die Aufnahmegebühr
wurde auf 3 DM festgesetzt. |
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Nach dem Rodelrennen am 5. Februar
wurde dann am Faschingssonntag ein närrischer Sonntag abgehalten.
Hunderte lachten, bis ihnen die Tränen über die Backen rannen und
bewiesen damit den Leonhardstoanern, daß sie für den
Faschingssonntag den richtigen Faschingszauber in Kreuth aufgezogen
hatten. Es war auch wirklich toll, was bei diesem Schneereifenrennen
an Mummenschanz aufgeboten wurde. Eine Maske überbot buchstäblich
die andere, nicht nur an Verkleidung, sondern auch in dem Bestreben
über die närrische Rennstrecke zu kommen. Am Fuchsbau einem
Hindernis mit fünf Eingängen und nur einem Ausgang, spielten sich
die tollsten Szenen ab. Kaum einer der Teilnehmer und närrischen
Teilnehmerinnen, darunter sogar drei Herren in der Alterklasse
zwischen 60 und 80 Jahren, erwischte auf Anhieb den richtigen Weg.
Wenn es noch eine närrische Steigerung gibt, beim abendlichen Faschingskranzl wurde sie erreicht. |
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Dieses Jahr gab es wieder einen
neuen Maibaum |
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Waldfest
Wenn unlängst ein "Trachtengewaltiger" daran Anstoß nahm, daß die
Leonhardstoana nicht dem Gauverband angeschlossen sind, und dies in
einem Gedicht mit den Worten zum Ausdruck brachte, daß man scheinbar
hinter Wallberg und Leonhardstein schlafe, so hätte ihn dieses
Waldfest eines Besseren belehrt. Rund tausend Zuschauer,
Einheimische und Fremde waren gekommen und waren begeistert über
das, was die Leonhardstoana und ihre Gäste die Wallberger und die
Tanzgruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaften an altem Brauchtum
zeigten.
Es war aber auch eine Freude zuzusehen, wie sie Bandl- und
Kronentanz, Steyrer und Achter tanzten und im Wettbewerb mit den Wallbergern plattelten, daß der Boden dröhnte. Dabei bewies auch die
neue Tanzbühne ihren Wert, geschaffen vom Edbauer Hansl, die nun endlich
das richtige Ausmaß hat.
Einen vollen Erfolg brachte wieder der
Glückshafen, der mit überraschend guten Preisen beschickt war, so
daß ein Griff in die Losschüssel nicht lauter Wurstel hervorbrachte.
Alles in allem es war ein voller Erfolg. |
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Wallbergerfest
Hatten die Wallbergler durch ihren Besuch die enge Verbundenheit mit
unserem Verein bewiesen, so wollten auch wir nicht nachstehen. Ein
Daxwagen voll junger Madln und Burschen hatte sich zusammen gefunden
und auf gings nach Enterrottach. Bei guter Stimmung, einer zünftigen
"Musi" und einer guten Maß Bier verging der schöne Nachmittag nur
allzuschnell und es mußte wieder an die Heimfahrt gedacht werden. |
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1951 |
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Im Vereinsjahr 1951 war
auch wieder einiges los:
Faschingsgaudi am 4. Februar,
Fronleichnam
am 24. Mai,
Beerdigung vom Stillner Klaus am 3. Juli,
Wallbergerfest
am 12. August,
Fahnenweihe des Burschenvereins in Rottach am 26.
August,
Mitgliederversammlung wegen eines Vereinsausflugs am 1.
September,
Vereinsausflug nach Innsbruck und ins Stubai am 9.
September,
Leonhardi am 6. November.
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Zum Vereinsausflug der Bericht des
Schriftführers Rudi Rehle:
An einem schönen Herbsttag, es war Sonntag der 9. September,
startete man in der Früh´ um 6 Uhr von
Kreuth aus, in zwei
vollbesetzten Omnibussen, Richtung Innsbruck. Anfangs hinderte
starker Morgennebel die Sicht. Doch schon ab Achensee wurde es
zusehens lichter. Am Inn entlang war der Nebel völlig verschwunden,
so daß sich die Kalkriesen des Karwendels zur Rechten und die etwas
sanfteren Erhebungen der Duxer Vorberge zur Linken, in ihrer ganzen
Größe dem Auge des Beschauers boten.
In Innsbruck angekommen,
schauten wir uns zuerst die Hofkirche mit den berühmten "schwarzen Mandern" an. Hernach machten wir einen kleinen Besichtigungsgang
durch die Stadt. Dann ging die Fahrt weiter ins Stubai. Zuerst
fuhren wir die Brennerstraße aufwärts und bogen dann bei Schönberg
rechts ab in das Stubaital. Die überaus eindrucksvolle
Hochgebirgslandschaft, die sich nun unseren Blicken auftat, war für
die meisten von uns neu.
Wir kamen durch Tulpmes, dem Hauptort des
Stubaitales, Medraz, und machten schließlich in Neustift halt. Hier
wurde Mittag gemacht und hernach die Gegend in Ruhe eingehend
besichtigt. Anschließend stiegen wir wieder in unsere Omnibusse und
fuhren wieder zurück nach Innsbruck, wo wir den Berg Isel und
noch einmal die Stadt besichtigten.
Dann wurde zur endgültigen
Heimfahrt aufgebrochen. Das Inntal war durch die untergehende Sonne
besonders schön beleuchtet. Den "Kasbach" brachten wir nach einigen
Verkehrsschwierigkeiten auch glücklich hinter uns. Im Achental und
in der Glashütte machten wir noch einmal Halt und schwangen nach
ausgiebiger Brotzeit auch noch das Tanzbein. Spätabend kamen wir
wieder in Kreuth an.
Der Ausflug war für alle Beteiligten ein
wunderschönes Erlebnis und brachte eine freudige Abwechslung in das
einförmige Vereinsleben. Eine solche Art der Abwechslung wäre eine
Wiederholung schon wert. |
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1952 |
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1952 wird das
Hüttenproblem akut, denn die Gemeinde hatte dem Verein das
Schulzimmer gekündigt. |
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1952 wurde auch ein wichtiger
Entschluß gefaßt: Der Verein will sich für die Leonhardifahrt einen
eigenen Truhen-Wagen anschaffen. |
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In der ordentlichen
Hauptversammlung am 10. April 1953 wurde ein
Hüttenausschuß gebildet.
Doch die Verhandlungen mit der
Gemeinde und der Weißachaugemeinschaft brachten nichts. So faßten
der Hüttenausschuß und die Vorstandschaft am 2. August den Beschluß,
auf ein Angebot von Josef Winkler sen. einzugehen und auf dessen
Grundstück eine zerlegbare Mehrzweck-Hütte zu erstellen. Der Vertag
mit Herrn Winkler wurde ausführlich beraten und schließlich
einstimmig gut geheißen. Er stellt unter den gegebenen Umständen die
beste Lösung dar, die gefunden werden konnte. Am 4. Oktober wird die
von Josef Stich erbaute Hütte, die allgemein als glückliche Lösung
bezeichnet wurde, mit Musik und Tanz eingeweiht. |
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In den nächsten Jahren ging es im
Verein auf und ab. |
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Am 1. Mai 1954 fuhren 4 Paare nach Salzburg zum
alpenländischen Volkstanzfest und hinterließen unter vielen anderen
Trachtengruppen einen sehr guten Eindruck.
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Auf dem Leonhardstein wurde am
19. Juni 1955 vom Verein ein neues
Kreuz errichtet.
Und am 15./16. Oktober war der
Almbauerntag in Rottach-Egern. Bei dem sehr gelungenem Heimatabend
am Kirchweihsamstag in der "Überfahrt" in Egern anläßlich des
Almbauerntages wirkte neben den Waakirchner Sängern und den
Fischbachauer Dirndln unter anderem auch die Plattlergruppe des
Vereins mit. Am Kirchweihsonntag beteiligten sich die Leonhardstoana
auch am Kirchenzug und Festgottesdienst der Almleut und Almbauern in
Egern. |
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Nach dem die Leonhardstoana bisher mit dem Wetter Glück gehabt haben
war auch beim heurigen Gartenfest wieder ein strahlender Sommertag.
Es war "a mords Zuagang". Menschenmengen wie noch nie. Schuhplattler,
Steyrer, Bandl- und Kronentanz klappten vorzüglich. Glückshafen,
Schießstand, Wurfbude und Drahtseilbahn fanden regen Zulauf. Die
Hirschbergler und Wallberger waren auch mit dabei. Alles lief wie am
Schnürl und der Tag endete in bester Harmonie. Und sogar die "Musi"
spielte mehr richtige als falsche Noten. Alles in allem ein
großartiger Erfolg. - Möge es immer so bleiben. |
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Der Leonhardstag am 6.
November war ein überaus schöner strahlender
Herbsttag und gab neben der eindrucksvollen Bergkulisse den äußeren
Rahmen für die diesjährige Leonhardifahrt. Der Festgottesdienst
wurde im Freien vor dem Handl-Anwesen abgehalten. Die Kreuther
Sänger sangen die Bauernmesse. Unzählige Menschen aus Nah´ und Fern´
beteiligten sich am Festgottesdienst und wohnten anschließend der
dreimaligen Umfahrt bei. Die Leonhardstoana fuhren wieder in ihrem
schönen neuen Truhenwagen. |
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1956 |
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In der Hauptversammlung am 25.3.1956
beschloß man, nur mehr alle zwei Jahre eine neue Vorstandschaft
zu wählen. Bei - Wünsche und Anträge - kam es zu recht lebhaften
Debatten. Besonders heftig wurde die Debatte, als ein Mitglied die
Frage stellte, ob in Zukunft dem Mangel an "Dirndln" beim
Trachtentanz nicht dadurch abgeholfen werden könnte, daß man einfach
"Dirndln mit Bubikopf" zum Schuhplatteln zuläßt. Diese
Auseinandersetzung wurde ziemlich laut und persönlich geführt, und
es gab ein paar rote Köpfe, so sehr redete man sich in die Hitze.
Aber der Verein hält doch treu und fest zum heimatlichen Brauchtum
und zur alten Sitte.. Man konnte von den anwesenden "Dirndln" sogar
deutlich zu hören bekommen, daß sie so etwas nicht zuließen.
Von der Vorstandschaft wurde auch der Antrag gestellt, die
Vereinshütte in stabiler Ausführung zu erstellen und fürs Gartenfest
die vorhandenen Anbauteile mit noch fehlenden zu einer Festbude
auszuführen. Man war sich darin einig, daß durch das jährlich
zweimalige Auf- und Abbauen der Hütte bald größere Schäden
entstünden. - Die Zimmerer-Arbeiten hierfür werden in nächster Zeit
vergeben, soweit es unsere Kasse "verkraften" kann. |
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Am 29. Juli fand das übliche
Gartenfest statt.
Es wurde ein voller Erfolg in jeder Hinsicht.
Beinahe hätte uns das Wetter einen Streich gespielt; aber doch war
es für Kreuth wieder der große Tag. Auch die Wallberger und
Hirschbergler hatten sich eingefunden. Die Eintrittsgelder
erreichten den bisher höchsten Stand, - der Glückshafen war noch nie
so schnell geräumt. Die verschiedenen Trachtentänze waren gut
geprobt worden - und so klappte alles vorzüglich. Schießbude,
Drahtseilbahn und Wurfbude fanden wie alljährlich guten Anklang und
trugen so mit zu dem finanziell guten Erfolg bei.
Eine Südtiroler
Musikgruppe, die großen Beifall fand, erfreute die Zuhörer durch
ihre Darbietungen. Es war alles lustig und fidel, - bis abends gegen
10 Uhr ein leichter Regen die Leute zum Auseinandergehen mahnte. |
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Am 15. August fuhr die
Leonhardstoana Plattlergruppe mit dem Daxwagen zum
Wallberger-Fest. |
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Am 21. August nahm eine große
Abordnung des Vereins am Begräbnis des so tragisch verunglückten 2.
Vorplattlers des Vereins Georg Hagn (Danzl Schorsch) teil. Der 2.
Vorstand Hans Gruber legte am Grab einen Kranz nieder. |
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Fahrt nach Dortmund
Den Höhepunkt aller Ereignisse
seit der Wiedergründung des Vereins 1946 bildete wohl die Fahrt nach
Dortmund. Am 12. September veranstaltete die Industrie-Gewerkschaft
Metall anläßlich des vierten ordentlichen Gewerkschaftstages 1956 in
der Dortmunder Westfalenhalle einen Abend unter dem Motto: Völker
singen und tanzen.
Aber, - was haben die Leonhardstoana aus Kreuth
denn bei dieser Sache zu tun? Ja, das verhält sich folgendermaßen:
Unter den Besuchern unseres Gartenfestes am 29. Juli war ein
gewisser Herr Jooss aus Dortmund. Er fand so großen Gefallen an den
dargebotenen Trachtentänzen, daß er - als Leiter jener Veranstaltung
in Dortmund - unsere Buam und Dirndln vom Platz weg für diesen Abend
engagierte.
Nachdem fleißig geprobt worden war und man alle Hindernisse, die
eine derartige Fahrt in Frage hätten stellen können, aus dem Weg
geräumt hatte, begaben sich am Dienstag-Abend 18 Uhr 9 Paare unserer
Plattlergruppe mit der Vereinsfahne und 8 Mann Blechmusik der
Tegernseer-Tal-Kapelle auf die "große" Reise. - Man genoß allen
Komfort, der einem quer durch Deutschland Reisenden nur zuteil
werden kann. Doch der Schlafwagen hätte sich beinahe erübrigt, da
den meisten der Mitfahrenden die Landschaft, durch die man fuhr,
völlig unbekannt war und deshalb das lebhafteste Interesse in
Anspruch nahm. Über München - Ingolstadt - Ansbach - Würzburg ging
es nach Frankfurt und von da aus im Morgendämmern den schönen Rhein
entlang über Bingen - Koblenz - Bonn - Köln. Welch ein Gegensatz für
das Auge des Beschauers, dem sich - noch zu tiefst beeindruckt von
den hoch in den Himmel ragenden Türmen des Kölner Doms - plötzlich
eine Unzahl von rauchenden Fabrikschloten aufdrängte! Es ging also
von Düsseldorf aus quer durch das Ruhrgebiet nach Dortmund.
Der
Ankunft gegen 1/2 11 Uhr vormittags folgte sofort eine Hauptprobe in
der überwältigend großen Westfalenhalle, die mit einer Länge von
117,5 m und einer Breite von 97,8 m die größte Sporthalle Europas
ist und bis zu 23000 Besuchern aufnehmen kann.
Neun verschiedene Nationen waren die Träger der Veranstaltung. Der
Beifall der rund 15000 Zuschauer zeigte gesteigerte Begeisterung,
als "die Leonhardstoaner aus Oberbayern" in die Halle
einmarschierten und mit Fahnenschwingen und fröhlichen "Juchizern"
die wartende Menge begrüßten. Zur Aufführung gelangten der
Kronentanz und ein Schuhplattler. Erst nach 23 Uhr verließ man
die Halle, um an dem anschließenden gemeinsamen Essen sämtlicher
Mitwirkender teilzunehmen. Nach fast einstündiger Omnibusfahrt
erreichte man die in Essen bereitgestellten Nachtquartiere.
Am Donnerstag, 14.9. - 6 Uhr früh brach man in Essen zur Heimreise
auf; diesmal jedoch über Mainz - Mannheim - Karlsruhe - Stuttgart -
Ulm - München. Trotz der großen Müdigkeit - einer Folge von 2 fast
schlaflosen Nächten - war es bei der Heimfahrt außerordentlich
zünftig und jeder der Beteiligten erzählte begeistert von den vielen
schönen Eindrücken, als man abends 8 Uhr in Kreuth ankam.
Ein extra Dankwort an dieser Stelle dem so umsichtigen
"Fahrtenleiter" Rudi Rehle! |
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1957 |
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Bei der Jahreshauptversammlung
1957 setzte der Kassier die Erhöhung des Jahresbeitrags für die
Weiblichen Mitglieder auf 1 DM durch. Ein Mitglied stellte den
Antrag, man möchte doch die Gründungsmitglieder des im Jahr 1937
aufgelösten alten Vereins zu Ehrenmitgliedern ernennen. Man wäre im
allgemeinen nicht dagegen gewesen, aber schließlich kann man
niemanden zum Ehrenmitglied ernennen, der nicht bei der Neugründung
des Vereins im Jahre 1946 wieder Mitglied geworden ist. Deshalb
erging an alle alten Gründungs- und sonstige Mitglieder die
herzliche Bitte, sich wieder in den Verein aufnehmen zu lassen. |
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Am 12. Mai fuhren mehrere Paare der
jungen Vereinsmitglieder zum alljährlichen Alpenländischen
Volkstanzfest nach Salzburg. |
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2. Juni 1957: 30 jähriges
Stiftungsfest und Fahnenweihe in Bad Wiessee:
Es nahmen bei
herrlichem Wetter 40 Personen vom Verein teil. Die Plattlergruppe
fuhr mit dem Daxwagen hin. Um 1/2 10 Uhr begann die Aufstellung auf
der Festwiese vor dem Hotel Hanselbauer. Der Zug ging von der
Festwiese zur Kirche. Pfarrer Gansler hielt auf dem Bergfriedhof
eine Feldmesse und nahm anschließend die Weihe der Fahne vor. Es war
eine erhebende Feierlichkeit auf dem von der Natur so wunderschön
ausgestatteten Platz. Nach Beendigung der Weihe bewegte sich der Zug
auf dem gleichen Weg wieder zurück zur Festwiese. Die Fahne wurde
nun dem Verein übergeben und die Bänder wurden an die 15 beteiligten
Vereine verteilt. Hernach gings in die Herbergen zum Mittagessen,
dem um 2 Uhr der Festzug - der sich über Gebühr lange ausdehnte -
folgte. |
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1958 |
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Die am 5. Januar 1958 stattgefundene
Christbaumfeier war sehr gut besucht und bedeutete
einen wirklichen Erfolg. Für die musikalische Umrahmung sorgten die
Kreuther Musikanten Rehle - Winkler - Gruber und das Kreuther
Mädchen-Trio: Reich - Sanktjohanser - Gufler. |
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Die
Fahnenweihe der erneuerten Fahne fand am 22. Juni
statt.
Von dem Plan, am gleichen Tag ein Gartenfest zu halten, mußte man
leider infolge der schlechten Witterung Abstand nehmen. Eine Woche
später konnte dann das Gartenfest stattfinden. |
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Am 21. September beteiligte sich
der Verein mit Fahnenabordnung und 11 Paaren beim Oktoberfestzug.
Die Sonne meinte es sehr gut und so wurde der Marsch ziemlich
anstrengend und der Durst groß. Nachts 11 Uhr fuhr der Bichlmaier
seine Last - zwar etwas schwerer als auf der Hinfahrt - wieder nach
Hause. |
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27./28. September: Fahrt nach
Unken!
Man beschloß in der Versammlung am 14.9. mit Herrn Forstmeister von
Kaufmann in Verbindung zu treten. Dabei wurde eine kostenlose
Übernachtung in einer Forstamtshütte zugesichert.
Am Samstag fuhr also um 16 Uhr ein Omnibus von Kreuth über Miesbach
- Autobahn - Rosenheim nach Unken. Man kam um 1/2 8 Uhr abends an
und freute sich schon auf eine gute Brotzeit beim Friedlwirt. Herr
Forstmeister von Kaufmann hatte alles großartigst arrangiert. Die
Unkener Musikanten spielten auf und beim Tanzen und Lustigsein
merkte man kaum, daß es schon auf Mitternacht zuging. Also hieß es
aufbrechen ins Nachtlager. Viele denken noch heute an den herrlichen
Spaziergang beim Vollmondschein zu einer forsteigenen Hütte, die als
Nachtquartier bereitgestellt war.
Am Sonntag morgens 5 Uhr fuhr der 2. Omnibus in Kreuth ab und kam um
3/4 8 Uhr in Unken an. Nach dem Gottesdienst fuhr man weiter zum
Friedlwirt, und von da aus ging es zu Fuß ins Heutal. Dort traf man
mit der 1. Gruppe zusammen und aß gemeinsam zu Mittag. Man hat dabei
einige recht müde, verschlafene Gesichter gesehen, denn der Tanz vom
Vorabend und der Marsch über den Berg steckte noch manchen in den
Gliedern.
Um 2 Uhr ging die Fahrt für müde und ältere Teilnehmer wieder
talwärts. Der größte Teil ging jedoch zu Fuß zum Friedlwirt. Von da
aus brach man bald auf zur Heimfahrt, doch nicht, ohne sich vorher
gebührlich bei Herrn von Kaufmann verabschiedet und bedankt zu
haben.
Heimwärts ging´s über St. Johann nach Kufstein, wo im
Auracher Hotel (im Auracher Löchl gab´s leider keinen Platz mehr)
der Durst gelöscht wurde. Auf der Weiterfahrt kam man über Thiersee,
Landl, Bayrischzell nach Hundham zu unserem Vereinsmitglied Moni
Linder. Da gab´s noch ein ausgiebiges Abendessen und genug zum
Trinken, so daß man erst glücklich um 1/4 nach 10 Uhr in Kreuth
ankam.
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Am 18.10. fand der geplante
Ball
sämtlicher Trachtenvereine des Tegernseer Tales in der Überfahrt
Egern statt. Es war sehr nett, so daß man beabsichtigte, eine solche
Zusammenkunft im kommenden Jahr zu wiederholen. |
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1959 |
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Am 5. April 1959 fand
anläßlich eines Besuches von Herrn Georg von Kaufmann in der Hütte
eine gut besuchte Zusammenkunft statt. Alte Tänze wurden wieder
aufgefrischt und neue dazu gelernt. Es klappte alles vorzüglich und
man war mit großem Eifer bei der Sache. Schade, daß Herr von
Kaufmann seinen Wirkungskreis nicht mehr in Kreuth hat; er würde dem
Verein neuen Aufschwung und Zusammenhalt geben. |
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Am 23. Mai trafen sich die
Vorstandschaften der Wallberger, Hirschbergler und Leonhardstoana im
Gasthaus Glasl. Es wurde über die Beteiligung am Wiesseer
Trachtenfest beraten. Ergebnis: Alle Vereine beteiligen sich am
Fest, jedoch ohne Musik. Das Fest fand am 8. Juni in Wiessee statt.
8 Paare unseres Vereins wurden als Abordnung geschickt. |
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Vom diesjährigen Gartenfest,
obwohl um 5 Uhr dank eines starken Gewitters schon Schluß war,
konnte der Verein 300,- DM als Vereinsstiftung für das neue
schmiedeiserne Eingangstor zum Friedhof an die Kirchenverwaltung
abführen. |
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1960 |
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1960 trat die alte
Vorstandschaft z. T. ab und Jüngere rückten nach:
1. Vorstand: Gruber Hans; 2. Vorstand: Gloggner Sepp /Zahler);
Schriftführer: Rettermeier Leo; Kassier: Winkler Sepp jun.; 1.
Vorplattler: Gloggner Sepp (Zahler); 2. Vorplattler: Wiedemann
Ludwig; 1. Fahnenjunker: Jennerwein Heinz; 2. Fahnenjunker:
Schnitzenbaumer Franz; Beisitzer: Obermayr Franz (Spitzer), Petz
Josef, Edbauer Anton. |
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Der
Vereinsausflug führte wieder nach Unken zum Herrn Forstmeister von
Kaufmann. |
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1961 |
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Bei der Hauptversammlung am 19.
Februar 1961 wurden Winkler Josef sen. und Strillinger
Andreas sen. zum 83. Geburtstag zu Ehrenmitgliedern des Vereins
ernannt. |
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1962 |
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1962 stiftet der Verein
für die Turnhalle einen einmaligen Betrag von 300 DM.
Der Walch Hermann stiftet heuer den Maibaum.
Der Trachtenball von den Tegernseer Tal Vereinen findet heuer in
Kreuth statt. Der Verein hat die Ausrichtung desselben im Hotel Post
beschlossen. |
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Nach Jahren der
Maibaumlosen Zeit stiftete der Walch Hermann einen neuen Maibaum.
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Es waren seit dem Krieg noch nicht
viel Waldfesttage an denen die Leonhardstoana sagen konnten: Heute
haben wir schönes Wetter, heut feit si nix. Meist steht der Ausschuß
so gegen 10 Uhr irgendwo im Ort, schaut sorgenvoll zum Himmel:
Herrgott wos deama denn? Wos tuat denn des Weda? So auch heuer
wieder. Ein heftiges Gewitter gegen 11 Uhr begrub alle Hoffnung,
verschoben muß es werden. Nachmittag lachte die Sonne, zu spät! Wir
müssen uns ja wegen der Musik, dem Bier von der Brauerei, spätestens
bis 11 Uhr entscheiden. 8 Tage später am 29.7. wieder das gleiche
Theater nur fehlte das Gewitter, aber pack mas! Beinahe wäre es
schief gegangen. Um 14 uhr regnete es leicht, hörte auf, fing an,
später wurde es besser, aber nicht wärmer, es war kein großer
Erfolg, wir hatten umsonst gearbeitet. Mehr Glück hatte der Schiclub
am 19.8. mit seinem Waldfest, es war für ihn ein gutes Geschäft. Die
Leihgebühr für vereinseigenen Gegenstände wie Bühne und Glückshafen
von 330 DM entschädigte auch uns etwas für unser schlechtes
Waldfest. |
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1963 |
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Beim diesjährigen Waldfest spielte erstmals die bekannte Blaskapelle
Otto Ebner aus München für uns auf. |
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Weil das Waldfest im Sommer
1963
ein guter Erfolg war, entschlossen wir uns, im Herbst
wieder einen Ausflug zu machen. Mit 3 Wagen fuhren wir ins Ötztal
bis nach Obergurgl hinauf. Ein schöner Tag war dieser 15.
September, der uns allen in Erinnerung bleiben wird. |
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1964 |
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Am Faschingssonntag 1964
war wieder ein Maschkerarodelrennen beschlossen. worden. Es war
wieder eine Mordsgaudi mit über 50 Teilnehmern.
1. wurde unsere alte
Rennsau, das Jennerwein Resei, bei den Mannsbildern siegte Sepp
Stephan. Hernach traf sich alles im Batznhäusl wo uns der Sepperl
und der Rudi mit dem Fleck Hansl, Eibl Sepp (Wickerlzeichner) zum
Tanz aufspielten. Herrgott war das eine Musi. 3 Klarinetten,
Ziachmusi, Gitarr und Baß. Stunden um Stunden könnte man zuhören,
wenn man ein Ohrwaschl für die Landler, Schottischen, Boarischen,
Walzer, Polka usw. hat. Bravo Sepp und Rudi, machts uns öfter so a
Musi. |
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Beerdigung vom Gruber
Hans am 1.3.1964
Daß das ganze Dorf um den Gruber Hans trauerte, bewiesen die vielen
Teilnehmer an seiner Einsegnung. Plötzlich und unerwartet hatte uns
der Hans verlassen. 9 Jahre war er unser 2. Vorstand und 3 Jahre
unser 1. Vorstand.
Für die "Alten" sprach Leonhard Rettermeier ein
paar Worte am Grab, für die "Jungen" Klaus Göttfried. Sie dankten
dem Hans für seine Treue die er dem Verein und der Trachtensache
gehalten hatte. |
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In der Hauptversammlung am 10.
April trug der Vorstand Klaus Göttfried der Versammlung einen in
geheimer Abstimmung erfolgten Gemeinderatsbeschluß vor, der sich auf
den Verein bezog.
Bis 1963 war es üblich, daß die Trachtenvereine
der Gemeinde Kreuth die bei Veranstaltungen anfallende
Vergnügungssteuer als Zuschuß der Gemeinde zurückbekamen. Nun soll
jeder Verein einen Zuschuß von 100 DM pro Jahr erhalten. Dadurch
erwächst den Vereinen ein klarer finanzieller Nachteil, denn allein
die Vergnügungssteuer, die die Leonhardstoana im Jahr 1963 bezahlen
mußten betrug 446,00 DM. Es wurde allgemein bedauert, daß die
Gemeinderäte so wenig Verständnis für die Erhaltung von Sitte und
Brauch zeigen, und beschlossen, noch einmal im Verein mit den
anderen Vereinen Rücksprache zu nehmen.
In den Haushaltsplan 1964 wurden
folgende Posten aufgenommen:
1. Die unerläßliche Erneuerung der Vereinshütte und der Tanzbühne
2. Anschaffung eines neuen Lichtkabels für die Waldfestbeleuchtung.
3. Der Kauf von 100 eigens angefertigten Vereinsabzeichen.
Der Eintrag des Vereins in das
Vereinsregister:
Da der früher eingetragene Verein aus unbekannten Gründen seit Ende
des 2. Weltkrieges nicht mehr als eingetragener Verein geführt wird,
wies der Vorstand Klaus Göttfried auf die damit verbundenen Gefahren
für die Mitglieder hin. Aus Gründen der Haftung beschloß die
Versammlung den Verein wieder in das Vereinsregister eintragen zu
lassen und nahm die vom Vorstand vorgelesene Satzung an.
Ein Ältestenrat wurde eingeführt (war
nur eine Eintagsfliege)
Zu Mitgliedern des dem Verein beratend zur Seite stehenden
Ältestenrates wurden ernannt: Josef Winkler sen., Josef Winkler
jun., Leo Rettermeier, Hans Reich, Klaus Göttfried und als Vertreter
der Jugend der Vorplattler Hannes Frank.
Heimatabende:
Da schon von verschiedenen Seiten angeregt wurde, ähnlich wie in
Rottach und Bad Wiessee auch in Kreuth Heimatabende zu veranstalten,
unterhielt man sich auch über diesen Vorschlag. Da jedoch in Kreuth
kein geeigneter Saal zur Verfügung steht, wurde die Durchführung von
Heimatabenden in Kreuth abgelehnt. Wenn sich auch der Volkstanz in
letzter Zeit immer mehr zu einem Schautanz und damit zu einem
Schaubrauch entwickelt hat, so soll sein kultureller Charakter durch
sog. Bier- oder Wirtshausplatteln (etwa im Saal des Hotel Post)
nicht ganz verloren gehen.
Gegen Ende der Versammlung erinnerte Josef Winkler daran, daß sich
der Verein zur Aufgabe gestellt habe, Sitte und Brau zu bewahren.
Dazu gehöre vor allem Tracht und Volkstanz, weshalb einer
Modernisierung der Leonhardstoana-Joppen nicht zuzustimmen sei und
auch den Plattlerproben mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. |
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1965 |
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Am 29. Januar und am 13. Februar
1965 begaben sich 8. Paare zu einem Heimatabend in die Jugendherberg, der für die Coburger Mittelschüler veranstaltet
wurde.
Edelmann, Winkler, der Eibl Sepp, der Waakirchner Viergesang
und die Kreuther Dirndl sorgten für die musikalische Ausgestaltung
des Abends. Die Leonhardstoana zeigten Schuhplattler und Volkstänze.
Man saß lange recht fröhlich und gemütlich beisammen, und es zeigte
sich, daß solche Abende sehr geeignet sind, um gegenseitiges
Verständnis und Annäherung zu schaffen und dem Seppl-Tum groß
aufgezogener Heimatabende entgegenzuwirken. |
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Eintrag des Vereins:
Am 9.7.1965 fuhr eine Abordnung
des Vereins nach Miesbach ins Amtsgericht und ließ den Verein mit
seiner eigenen Satzung ins Vereinsregister eintragen. Die "Leonhardstoana"
sind nun ein eingetragener Verein (e.V.) Nr. 110.
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Ausschußsitzung:
Am 4.8.1965 trafen sich folgende
Ausschußmitglieder in der Vereinshütte: Josef Winkler sen., Liesl
Winkler, Leo Rettermeier, Hans Frank, Heinz Jennerwein, Klaus
Göttfried. Zunächst gab die Kassiererin den Waldfestbericht. Mit
einem Reingewinn von ca. 4000,- DM war der finanzielle Erfolg gut.
Das Vereinsvermögen betrug zu diesem Zeitpunkt knapp 10000,- DM.
Angesichts dieser günstigen Kassenlage wurde beschlossen
(einstimmig), dem Schützenverein "Wolfsschlucht" für die Beschaffung
von Baumaterial für die Schießstatt 5000,- DM zu überweisen. In
dieser Schießstatt sollen die Leonhardstoana als Partner dann
vertragliche Rechte haben. Der Vertrag muß erst noch aufgesetzt und
unterzeichnet werden.
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Mitteilung des Gemeinderats:
Am 27. Oktober 1965 ging der Gemeinderatsbeschluß an den Verein, daß wegen der Nachpflanzung des
Baumbestandes und der Aussämung von Rasenflächen im Kurpark von
Kreuth keine Waldfeste mehr abgehalten werden dürften. Dieser
Beschluß des Gemeinderats Kreuth ist bedauerlich, da der Verein nach
jedem Waldfest bemüht war, den Kurpark aufzuräumen und in
gutem Zustand zu versetzen.
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1966 |
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Am 2. Juli 1966 fand in
der Trachtenhütte eine Ausschußsitzung statt.
Es wurde über das
kommende Waldfest gesprochen. Als Termin hielt man den 31. Juli für
richtig. Das Fest findet diesmal auf dem neuen Platz "in den Weißachauen hinter dem Gasthof Batznhäusl" statt. 150 Stück
Werbeplakate wurden in Auftrag gegeben. Otto Ebner wird auch diesmal
wieder zum Waldfest spielen. Weiter wurde beschlossen noch ein
Waldfest-Transparent zu beschaffen. Als Glückshafen-Hauptpreis wird
heuer ein Kinderrad zur Verlosung gebracht. Hermann Walch wird uns
die Würstl liefern, soll aber für seinen Brotzeitstand eine Pacht
von 150,- DM zahlen. Anschließend wurde das Schreiben der
Weißachau-Genossenschaft über die Platzgenehmigung verlesen, wobei
ein Pachtsatz von 100,- DM und 25,- DM für Kunstdünger zu entrichten
sind. |
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Bei der Hauptversammlung am 3.
März 1967 berichtete der Vorstand, der Binder Heinz, daß den
Wolfschlucht-Schützen zum Bau ihres Hauses 5000,- DM zur Verfügung
gestellt wurde. Bei Fertigstellung des Baus wurde dafür das
Benützungsrecht für Plattlerproben und sonstigen kleinen
Veranstaltungen gegeben.. |
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Waldfest
Am 30. Juli hielten wir unser Waldfest ab. Bei strahlendem
Sonnenschein wurden noch am Vormittag die letzten Vorbereitungen
getroffen. Als dann um 2 Uhr die Blaskapelle Tegernsee zum ersten
Tanz aufspielte, war das Fest schon in vollem Gange und die
Begeisterung war groß, vor allem dann wenn unsere Trachtler in ihrer
schönen Tracht die herkömmlichen Tänze und Schuhplattler zur Freude
der zahlreichen Gäste immer wieder aufführten. Das Fest dauerte dann
für den einen oder andern noch längere Zeit in die Nacht hinein. Und
so konnte sich jeder dieses schönen Festes erfreuen. |
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Einstand des neues Pfarrherrn
Der 24.9.67 war für die Kreuther Gemeinde ein großer Tag. Denn die
Pfarrei Kreuth erhielt wieder einen neuen Pfarrherrn, Herrn Klaus
Fischer. Bei
strahlendem Sonnenschein wurde der Festzug von einer Blaskapelle
geleitet, wobei auch der Trachtenverein "D´Leonhardstoana" mit einer
Fahnenabordnung beteiligt war. |
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Trachtenball
Der alljährliche Trachtenball fand heuer im Gasthof Batznhäusl in
Kreuth statt. Der Vorstand Heinz Jennerwein eröffnete den Ball und
begrüßte zunächst alle Trachtler des Tegernseer Tales. Die
Trachtenkapelle von Tegernsee spielte dann zum Tanz auf und die
Trachtler gaben sich somit ein letztes "Stelldichein" bis man sich
dann im nächsten Sommer an den Trachtenfesten trifft. |
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Leonhardi 1968
Der Leonhardstag war heuer vom Tode seiner Königl. Hoheit Herzog
Ludwig Wilhelm in Bayern überschattet. Er ist am 5. November 1968 im
85. Lebensjahr gestorben. Die zwei Vierspänner seiner Kgl. Hoheit
sind nicht mitgefahren. Das Wetter war wechselhaft, aber trotzdem
beteiligten sich wieder viele Gespanne (16).
Daß den Leonhardstoana kein Weg zu weit ist, bewiesen sie , als sie
heuer zum 1. Mal an der Fischhausner Leonhardifahrt am 10. November
teilnahmen. |
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Die Fahne hing noch von
Leonhardi her auf dem Maibaum, da schaffte der Walch
Hermann seinem Hausl dem Beni an, er solle sie
herunterholen, ehe der Leichenzug kommt. Doch die
Fahne wollte nicht, sie blieb stur auf Halbmast
hängen. Als die hohen Herrschaften die Fahne auf
Halbmast sahen, nahmen sie dies sehr wohlwollend
auf. |
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Rodelrennen vom Hirschberg am 22.
Februar 1969
Auf Anregung der Gemeinde führten die "Hirschbergler" und "Leonhardstoana"
ein von 240 Teilnehmern besuchtes Rodelrennen durch. Welches bei
einem herrlichen Wetter ein überaus großer Erfolg wurde. Da das
Rennen bei der Bevölkerung großen Anklang fand, soll es alljährlich
wieder veranstaltet werden.
Mit 80 Jahren war Leonhard Moosrainer aus Reitrain der älteste
Teilnehmer beim Hirschberg-Rodeln. Er hat in seinem Leben bereits
600mal den Hirschberg bestiegen. |
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1970 |
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Bei der Jahreshauptversammlung am
20. März 1970 wurde der Vertrag mit der Schützengesellschaft
Wolfsschlucht besprochen. Der Vertrag wurde in der vorliegenden
Form abgelehnt.
Der Antrag auf Renovierung des Bergkreuzes am Leonhardstein wurde
stattgegeben.
Die erste Amtshandlung der neuen Vorstandschaft war die Erhöhung des
Mitgliederbeitrages um 100 %. Frauen 2,- DM, Männer 3,- DM. |
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Ein großer Erfolg wurde der 1.
Heimatabend im Schützenhaus in Kreuth am 16. Juni.
Unter der Ansage
von Sepp Sollacher wirkten mit: die Kreuther Klarinettenmusi, der
Waakirchner Viergesang, die Geschwister Pfaab aus Dürnbach,
Zitherbegleitung Karl Edelmann, Lichtbildervortrag vom Kreuther Tal
von Toni Edbauer und die Plattlergruppe unseres Vereins. |
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1971 |
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Beim letzten Punkt bei der
Jahreshauptversammlung am 8. April 1971 ging es wieder um das
Schützenhaus. Diesmal waren auch die Vorstandschaft der
Schützengesellschaft "Wolfsschlucht" anwesend. In einer heftigen
Debatte ging es um einen von der Schützengesellschaft vorgelegten
Vertrag. Bei dieser Unterredung rührten sich vor allem die jungen
Leonhardstoana, die sich unter keinen Umständen einen Vertrag
diktieren lassen wollten. Es ging hart auf hart. Zu guter Letzt fand
eine Abstimmung über den Vertrag statt, er wurde vielstimmig
abgelehnt. |
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Ausschußsitzung
der Schützengesellschaft Wolfsschlucht, dazu der Trachtenverein
eingeladen war.
Betreff: Vertrag des Schützenhauses.
Am 15. April
1971 überwies die Schützengesellschaft Wolfsschlucht dem Verein die
zur Verfügung gestellten 9000,- DM auf ihr Konto bei der
Kreissparkasse. Daraufhin einigten sich die beiden Vereine, in einer
Ausschußsitzung, eine Aussprache herbei zuführen. Diese Sitzung fand
dann am 29. April 1971 unter Leitung von Hans Stillner, der als
Schlichter fungierte, statt. Diesmal war es eine sachliche und
ruhige Auseinandersetzung. In der dann folgenden Abmachung (kein
Vertrag) vereinbart wurde:
1.) Die Schützengesellschaft Wolfsschlucht stellt dem Trachtenverein
d´Leonhardstoana den nördlichen Kellerraum zur Unterstellung ihrer
Gerätschaften, sowie den Schießraum im Erdgeschoß zur Abhaltung
ihrer Plattlerproben und Veranstaltungen solange zur Verfügung,
solange sie diese benötigen und solang der Vertrag der
Schützengesellschaft Wolfsschlucht mit der Weißachaugemeinschaft
besteht.. Die Leonhardstoana verpflichten sich, die Räume jeweils
ordnungsgemäß zu verlassen.
2.) Die Leonhardstoana können bei Bedarf den nördlichen Kellerraum
auf eigene Kosten ausbauen, ebenso besteht nach Ausbau der
Freischießanlage noch weitere Lagermöglichkeit, hierbei entstehende
zusätzliche Kosten gehen ebenfalls zu Lasten der Leonhardstoana.
3.) Sollten die Schützengesellschaft Wolfsschlucht für eigene
Veranstaltungen Gerätschaften der Leonhardstoana benötigen, so ist
dies vorher mit den Ausschüssen zu vereinbaren.
4.) Die beide Ausschüsse treten jährlich am Jahresanfang zusammen
und setzen einen entsprechenden pauschalen Unkostenbeitrag für das
jeweilige Kalenderjahr fest.
Für das Jahr 1971 wird ein pauschaler Unkostenbeitrag von 500,-
(fünfhundert) vereinbart.
5.) Bei Terminüberschneidungen haben Veranstaltungen der
Schützengesellschaft den Vorzug. |
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1972 |
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Leonhardstoana und Goaßlschnalza
waren am 5. Mai 1972 in Rottenburg an der Lahn zu einem
bayrischen Abend im Unteroffiziersheim eingeladen. |
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Die Israelitische Kultusgemeinde
München lud die Leonhardstoana zu einem Kibuzfest am 25.
Juli 1972 ein. In einem halbstündigem Programm zweigten wir
Schuhplattler, Bandltanz und den Steyrer. Wir bekamen Essen vom
Kalten Büffet, Kibuzhüte
geschenkt und durften uns Melonen, Paprikaschoten und Auberginen
mitnehmen. |
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In der Hauptversammlung wurde
der Vorschlag laut, die vor 50 Jahren stattgefundene
Fahnenweihe zu erneuern.
An einem schönen
Sonntagmorgen, den 8. Oktober 1972 stellten
sich Schalkfrauen, Miederdirndl und Manderleit zum
Kirchenzug auf. Die Hartpenninger Blasmusik spielte voraus. Pfarrer
Klaus Fischer hielt die Festpredigt und lobte den Verein für seine
langjährige Verbundenheit zum Brauchtum. Auch vom Patenverein
"d´Hirschbergler" kamen einige Mitglieder zu dieser Feierstunde.
Nach der Messe legte der Vorstand in einer Gedenkminute einen Kranz
für die Verstorbenen nieder. Hernach ging es zum gemütlichen
Beisammensein im Batznhäusl |
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1973 |
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Der heurige Vereinsausflug war am
31. Mai 1973 "Christihimmelfahrt".
Ein guter Vorschlag des
Vorstandes war es, eine Floßfahrt auf der Isar zu machen. Bei nicht
sehr guter Witterung fanden sich 60 Mitglieder mit Regenschirm und Bierkrügl am Stachus ein. Mit dem Bus fuhren wir bis Wolfratzhausen,
wo uns das angelegte Floß und 2 Flößer erwarteten. Während der Fahrt
wurden wir reichlich mit Bier, Grillfleisch und Würstl versorgt,
sogar frisch gebackene Semmeln fehlten nicht. Zwei Musikanten
spielten zur Unterhaltung und beim Goaßlschnalzen. Da die
Leonhardstoana meistens Glück mit dem Wetter haben, schickte uns
Petrus während der Floßfahrt strahlenden Sonnenschein. Auch die
Stimmung wurde dadurch angeheitert. Nach einer Bislpause ging es in
rasanter Fahrt durch die erste Schleuße. Es blieb keiner trocken.
Trotzdem ließen wir uns die gute Laune nicht nehmen und kamen, nach
weiteren Schleußen, in fröhlicher Stimmung in Thalkirchen an. Außer
einem verlorenem Hut und einem herunter gerissenen Zehennagel sind
keine Unfälle zu beklagen. Nur einer verwechselte das Land mit dem
Wasser und fiel beim Aussteigen bis über den Kopf in die Isar. In
Thalkirchen erwartete uns wieder der Omnibus der nach Kochel auf die
Kreuth-Alm zur Kaffee-Pause fuhr. Abendessen gab es in der
Krottentalalm, von der wir gut gestärkt und müde heimfuhren. An
diese Floßfahrt denken wir gern zurück und wünschen, solch eine
lustige Fahrt wird wieder einmal gemacht. |
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Daß die Leonhardstoana nicht nur im
Tegernseer Tal platteln, bewiesen sie durch ihre Auftritte auf der
Schliersbergalm, in Augsburg und im Platzl in München. |
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Vereinjahr 1974 |
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Am 5. April 1974 fand die
Jahreshauptversammlung statt. Bei der
Neuwahl blieb wieder alles beim Alten. |
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Wie bei der Versammlung beschlossen,
stellten wir am 1. Mai einen neuen Maibaum auf. Es regnete wieder
einmal. Da wir ja immer den längsten und schönsten Baum haben
müssen, brach er diesmal auf halber Aufstellhöhe ab. Nach viel Mühe
stand erst um 6 Uhr abends der Maibaum in seiner vollen Pracht da. |
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Die 5 Heimatabende wurden auch
heuer wieder von Gästen und Einheimischen gern besucht. |
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Unsere Nachbarvereine
Hirschbergler und Wallberger besuchten wir auf ihren Waldfesten. |
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Das eigene Waldfest am 21. Juli
war bei strahlendem Sonnenschein ein Erfolg. Nicht zu vergessen sind
die Goaßlschnalzer, sie waren beim Preißgoaßln in Miesbach und in
Meran beim Haflingerjubiläum. Eingespannt haben unsere Fuhrleut heuer
zum Roßtag und zur Leonhardifahrt. |
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Im Vereinsjahr 1974 starben die
Mitglieder: Frau Karoline Rettermeier, Herr Sepp Becher, Herr
Hermann Walch der Batznhäusl Wirt, Herr Karl Mayer. |
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Vereinjahr 1975 |
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Bei der Hauptversammlung ging es sehr ruhig her, es blieb alles
beim Alten. Toni Edbauer zeigte Lichtbilder der vergangenen Jahre
und Armin Geist filmte die letztjährige Maibaumaufstellung. |
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Alle Mitglieder wurden zum
Leonhardstoana-Ausflug "Eine Fahrt ins Blaue" am 25. Mai 1975
eingeladen. Wir fuhren bei schlechtem Wetter Richtung Donau. Im
Kloster Weltenburg wurde die erste Rast eingelegt und das dunkle
Bier schmeckte jedem gut, auch das Wetter wurde freundlicher. Auf
dem Schiff ging es durch den Donaudurchbruch nach Kehlheim weiter,
wo die Befreiungshalle besichtigt wurde. Heimwärts kehrten wir bei
Freising ein und zum Abschluß beim Barte Wirt. |
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Die 5 Heimatabende waren wieder
gut besucht und zum 1. Mal wurde der Laubentanz aufgeführt.
Unsere
Nachbarvereine luden uns wieder zu ihren Waldfesten ein. Das eigene
Waldfest am 20. Juli hat Gästen und Einheimischen wieder gut
gefallen. leider fing es schon um 18 Uhr zu regnen an.
Stolz sind wir auf unsere Goaßlschnalzer, die den 1. Preis vom
Miesbacher Preisgoaßln heimbrachten. Das letzte Mal fuhr der Zahler
Sepp mit seinen schönen Schecken mit uns Leonhardstoana beim Roßtag
in Rottach mit. |
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Daß die Leonhardstoana nicht nur
Plattel sondern auch Fußballspielen können, bewiesen sie in einem
Freundschaftsspiel mit den Wallbergern. Wir siegten 5:1. |
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11 Dirndl fuhren auf einem geschmückten Wagen beim Oktoberfest im
Mieder mit. Auch bei der 900 Jahrfeier in Gmund waren viele
Trachtler beim Festgottesdienst und Umzug dabei. Wie jedes Jahr
beteiligten wir uns am 6. November an der Leonhardifahrt, gefahren
ist der Floßmann Schorsch. |
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Ende des Vereinsjahr´s hatten wir
noch zwei Mitglieder zu betrauern. Dies war Herr Fritz Walch, der
Wirt des Cafe Leonhardstein. Der Verein nahm mit einer
Fahnenabordnung an der Beerdigung teil.
Und Frau Monika Scherz
welche erst im 40 Lebensjahr stand. Die immer aktive und
hilfsbereite Monika hatte trotz ihres schweren Leidens dem Verein
stets geholfen, wo man sie benötigte. Zahlreiche Schalkfrauen, die
Fahnenabordnung und viele Mitglieder gaben ihr das letzte Geleit. |
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Vereinsjahr 1976 |
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Als der Miesbacher Trachtenverein
am 20. Juni 1976 seine 90 Jahrfeier abhielt, rückten von
unserem Verein 16 Schalkfrauen, 12 Miederdirndln und 15 Burschen
aus. |
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Am 26. Juni wurde wieder das traditionelle
Johannifeuer am
Leonhardstein angezündet. Die Burschen erhielten nach getaner Arbeit
beim Sommerfest der Feuerwehr eine Brotzeit. |
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Die Kreuther Goaßlschnalzer brachten wieder den 1.Preis beim Goaßl´n
in der Oberlandhalle in Miesbach heim. |
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Zum traditionellen Schiclub-Waldfest zogen die Leonhardstoana auf.
Wie alljährlich beteiligte sich der Verein auch an den Gartenfesten
der Hirschbergler und Wallberger.
Am 11. Juni nahm die Fahnenabordnung des Vereins an der
Partnerschaft zwischen Achenkirch und Kreuth teil. |
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Am 18. Juli fand dann unser Waldfest statt, zu dem die ganze
Bevölkerung und zwei weitere Vereine Hirschbergler und Wallberger
geladen waren. Zum ersten Mal durfte die Jugendgruppe aufziehen. Aber
der schon gelungene Nachmittag endete jäh mit einem heftigen
Gewitter. Am Samstag den 24. Juli versuchten wir abermals unser
Glück, aber es verregnete uns wieder das Fest. |
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Als die Partnerschaftsfeier in Kreuth statt fand, holten zwei
unserer Dirndl als Marketenderinnen mit dem Gemeinderat die Achenkirchner Gäste an der Grenze ab. Einen Tag später nahm dann die
Fahnenabordnung am Zug der Feuerwehr zum Gedenken der Gefallenen,
zum Kriegerdenkmal teil. Am Sonntag nahmen wir bei strahlendem
Sonnenschein am Kirchenzug, anläßlich des Jubiläums, und am Festzug
von Point nach Kreuth und umgekehrt teil. Am Dienstag hielten wir
zum ersten Mal einen Heimatabend mit unserm Nachbarverein, den
Hirschberglern, im Festzelt in Point ab. |
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Am 29. August nahmen wir bei herrlichem Wetter am
Roßtag mit einem
Daxwagen teil. |
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Am 29. September zogen wir beim Empfang des Präsidenten von Burma im
Schützenhaus auf. |
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Am 2. und 3. Oktober fuhren die aktiven Mitglieder nach Prettau im
Aintal. Dieser gesellige Ausflug endete für manche mit Kopfweh am
anderen Morgen. |
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Am 17. Oktober rückten wieder Schlakfrauen, Miederdirndl und
Burschen zur Einweihung des Freiluftmuseums Glentleiten bei Großweil
aus. Unser Vorstand erhielt daraufhin ein Dankesschreiben vom
Präsidenten des Oberbayrischen Bezirkstages. |
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Am 19. Oktober nahmen einige unserer Burschen und einige der
Hirschbergler als Reiter am Oktoberfestzug teil. |
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1977 |
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Bei der Hauptversammlung am 15.
April 1977 wurde eine Satzungsänderung beschlossen. Es ging
um die Aufhebung der Altersgrenze zu Gunsten der Kindergruppe. Als
zweites teilte der Vorstand mit, daß zur Beschaffung der Tracht ein
Zuschuß vom Verein gegeben werden soll. Beim dritten Punkt gab der
Vorstand auf das kommende Jahr eine Vorschau. Dabei kündigte er eine
Wiederholung der Floßfahrt sowie der so gut angekommenen
Seniorenfahrt an. Die Versammlung fand ihren Abschluß in einer
Filmvorführung von Toni Edbauer. |
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Unsere Aktiven zogen bei Vereinsfesten, Heimatabenden, Roßtag sowie
bei dem Wirtschaftsprüferkongreß am 12. und 14.10. im Münchner
Hofbräuhaus und bei einer Tagung der Pfennig und Adamswerke in der
Schießstätte auf. |
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1978 |
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Der gemütliche Hoagascht am 15.
Januar 1978 fand bei den Besuchern großen Anklang.
Junge
Aktive des Vereins taten sich zusammen um mit Gesang und
musikalischen Darbietungen aufzuwarten. Eine Danzlmusi der
Leonhardstoana spielte mit Zieharmonika, 2 Trompeten, Klarinette und
Gitarre auf. Es wurde noch mit Gitarre und 2 Zithern sowie Hackbrett
und Gitarre und Gitarren allein aufgespielt. Gesungen haben die
Kreuther Sänger und Sängerinnen. Einen lustigen Einakter spielte
man: "die Heiratsanonce", es war das erste Theater seit Jahrzehnten
wieder. |
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Bei der Hauptversammlung am 29.
April 1978 wurde die Satzungsänderung des § 5 besprochen, da
die alte Fassung nach der neuesten Rechtssprechung unzulässig ist.
Die Änderung wurde von allen Mitgliedern einstimmig angenommen. |
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Als ein Problem erwies sich der Bau
einer Trachtenhütte mit Geräteschuppen und Toiletten am jetzigen
Waldfestplatz in der Weißachau. Die Weißachaugenossenschaft lehnte
den Plan, den Wolfgang Schneider zeichnete, ab. Die kurze Begründung
lautete: "Nicht notwendig, da für Veranstaltungen das Schützenhaus
vorhanden ist". Doch zu beurteilen was "notwendig" ist, finden wir,
ist schon Sache der Vorstandschaft und nicht die der Genossenschaft.
Wir müssen also weiterkämpfen um ein eigenes Heim zu bekommen. |
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Am 20. Mai veranstaltete der
Verein im Schützenhaus einen gemütlichen Abend, anläßlich der Ehrung
langjähriger Mitglieder für über 25 - 40 und 50jährige
Vereinszugehörigkeit. Zur Unterhaltung spielten die Kreuther
Musikanten, es sangen die Kreuther Sängerinnen und man spielte den
lustigen Einakter "die Heiratsanzeige"- |
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Für 11 Mitglieder unseres Vereins
war die Reise nach Zypern ein unvergeßliches Erlebnis. Auf Einladung
der Deutschen Botschaft und des Hilton Hotels zeigten unsere
Trachtler und 9 Mitglieder der Hirschbergler echtes bayrisches
Brauchtum. |
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Bei einer Ausschußsitzung beschloß
die Vorstandschaft des Vereins für die Mitarbeiter und Gönner des
Waldfestes einen gemütlichen Abend im Schützenhaus zu veranstalten.
Durch die vielen Terminüberschneidungen des Schützenhauses war es
uns erst am 9. Dezember möglich, das Vorhaben auszuführen. Einige
fleißige Frauen des Vereins richteten ein wunderschönes
reichhaltiges Büffet her, bei dem keiner hungrig nach Hause gehen
mußte. |
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Da bei den letzten
Waldfesten immer Ärger mit dem Wetter war, machten wir am 22. Juli 1979 eine Wallfahrt nach Röhrlmoss und prompt hatten wir am
Sonntag darauf den schönsten und wärmsten Sonntag im ganzen Jahr. |
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Am 23. August fand
die Marterleinweihung für unser verunglücktes Mitglied dem Bartl
Hansi (Jackl) statt. |
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1980 |
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Am 19. Januar 1980 fand wieder
ein Hoagart im Schützenhaus statt. Viel Musik und Gesangsgruppen
und der lustige Einakter "der Gocklstreit" wurden gespielt. |
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Bei der Hauptversammlung am 3. Mai
1980 kam ganz überraschend einer neuer Punkt auf die Tagesordnung.
Der Wunsch eines eigenen Trachtenheimes. Da nach einer Aussprache
des gesamten Vereinsausschusses am 28. Januar, mit dem 1. und 2.
Bürgermeister die Notwendigkeit einer eigenen Vereinshütte erörtert
und diskutiert wurde, besteht nun endlich ein Hoffnungsschimmer ein
Grundstück zu bekommen. Bürgermeister Karl Mayr konnte uns zu diesem
Thema sogar ausführlicher berichten. Er dachte sich den Platz einer
Hütte in der Nähe des Schützenhauses.
Bei so freudigen Mitteilungen
denkt man natürlich auch ans Geld und alle waren einverstanden den
Jahresbeitrag für Männer auf 5,- DM zu erhöhen, für Frauen auf 3,-
DM.
Bei Wünsche und Anträge bat Thomas Hörth, ob man nicht 1x im Jahr
eine hl. Messe für alle verstorbenen Vereinsmitglieder halten könnte
und anschließend nettes Zusammensein mit Tanz. So könnten auch die
älteren Mitglieder aktiver am Vereinsleben teilnehmen.
Frau
Rettermeier war vom Maitanz so begeistert, daß sie darum bat, diesen
schönen Brauch jedes Jahr durch zuführen ob Maibaum oder nicht.
Anderl Strillinger mahnte zur Sparsamkeit um einen evtl. Hüttenbau
schnell über die Bühne zu bringen. |
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Sehr fleißig waren unsere Männer
vom 22. bis 31. August 1980. Sie brachen die alte Staudacher Säge in
Tegernsee ab, welche uns kostenlos als Bauholz für unsere evtl. neue
Hütte zum Abbruch angeboten wurde. Fein säuberlich lagert das Holz
jetzt neben der Schiaßstod, hoffentlich nicht allzulang. |
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1981 |
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In seinem Rechenschaftsbericht bei
der Hauptversammlung am 4. April 1981 klärte uns Vorstand
Sepp Sanktjohanser über die Zukunftspläne des Vereins auf.
Wir
brauchen heuer einen neuen Maibaum und natürlich eine Maimusi.
Ein
Hüttenneubau wird uns im Bereich der Schiaßstod vom Landratsamt
nicht genehmigt, da es im Außenbereich des Ortes liegt. Wir dürften
nur eine bereits bestehende Hütte aufstellen. Vom Forstamt Kreuth
wurde uns freundlicherweise die Wildalm angeboten, die allerdings
nach Besichtigung einiger Ausschußmitglieder größenmäßig als
ungeeignet erschien und daher dankend abgelehnt wurde. Aber wir
geben nicht auf. |
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Am 1. Mai stellten wir einen neuen Maibaum auf.
Jedoch wurden uns am Vorabend
Kranz und die meterlangen Girlanden aus der alten Hütte gestohlen.
Da das Hüttenschloß aufgebrochen wurde, bezahlen wir weder Lösegeld
noch Bier. Nachmittags um 1/2 3 Uhr stand nach einem kräftigen
Juchzer der Baum. Abends fand im Schützenhaus der Maitanz mit den
"lustigen Trauntalern" statt, die ihrem Namen alle Ehre machten. |
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Für alle Helfer der zwei Waldfest
(beide verregnet) fand am Samstag den 22. August 1981 als kleines
Dankeschön ein Essen statt. vor der alten Hütte. Unsere fleißigen
Frauen machten wunderschöne Salate und es gab Kassler in
Blätterteig.
Als Vorspeise präsentierte uns Vorstand Sepp
Sanktjohanser die Baugenehmigung für unser Leonhardstoana-Vereinsheim.
Wir durften den "Huberhof in Bergham"
(Otterfing) abtragen und in Kreuth nahe der Schiaßstod wieder
aufbauen. Da es mehr Arbeit ist, so einen denkmalgeschützten
200jährigen Hof aufzustellen, verfassen wir einen Bittbrief an alle
Mitglieder und Gönner des Vereins. (siehe
Leonhardstoanahof) |
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1982 |
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Am 29. Mai 1982 fand unser
Leonhardstoana-Hoagart im Schützenhaus statt.
Da wir auch trotz
Bauerei keinen Eintritt verlangten, war der Saal voll. Es wurde gsunga und Musi gspuit und Gustl Bauer aus Hausham führte humorvoll
durch das Programm. Der lustige Einakter "im Milliladl" wurde
diesmal von lauter Weiberleit gespielt, damit die Männer am
Vereinsheim bauen können. Sepp Sollacher sen. war es zu verdanken,
daß dieser Einakter wieder ein großer Lacherfolg wurde. |
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Trotz des traditionellen Bittganges
nach Röhrlmoos, wollte es heuer mit unserem Waldfest nicht recht
klappen.
Beim 1. Anlauf am Sonntag den 25. Juli verpatzte uns gegen
16 Uhr ein Regenschauer das Fest. Wir beschlossen in einer schnell
einberufenen Ausschußsitzung am 26.7. das Fest zu wiederholen. Doch
auch am Sonntag den 1. August regnete es den ganzen Vormittag. Erst
gegen 12 Uhr kam die Sonne durch. Schnell wurden alle Helfer
zusammengerufen und wie die Ameisen gearbeitet. Gegen 15 Uhr floß
die erste Maß aus dem Holzfaß. Die Rottacher Buam sorgten für
Stimmung und so wurde es doch noch ein gelungenes Fest |
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Bei einer Ausschußsitzung am 26.8.
berieten wir über einen Flohmarkt, außerdem wurde über einen Ausflug
abgestimmt. Wir beschlossen den Ausflug zu machen, aber jedes
Mitglied muß seine Fahrkosten selber bezahlen.
Unser Flohmarkt fand
am Samstag den 25. September bei schönem Wetter vor unserem
Trachtenheim im Freien statt. Es herrschte reger Betrieb und wir
bedanken uns nochmals bei allen Spendern. |
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1983 |
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Am Samstag den 5. Februar 1983
fand für die Kinder- und Jugendgruppen der Leonhardstoana- und
Hirschberglerkinder ein Faschingszug statt. Er begann beim Grundner
in Scharling und zog sich nach Enterbach, wo sich alle stärken
konnten. |
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17. September 1983
Festabend anläßlich des 75.
Geburtstages der Leonhardstoana
Gerade noch rechtzeitig fertig
wurde der in zwei Jahren harter Arbeit geschaffene "Leonhardstoanahof",
um das 75jährige Jubiläum des Vereins gebührend zu feiern. Über 200
Leute - Mitglieder und geladene Gäste - füllten den festlich
geschmückten Saal. Pfarrer Ben Eilers weihte als erstes das Haus,
dann sangen die Kreuther Sänger den "Engel des Herrn". Vorstand Sepp
Sanktjohanser gab einen knappen Abriß der Vereinsgeschichte. Er
sagte allen sein herzliches Vergelts Gott, die an diesem Werk
mitgeholfen haben.
Nun wurden langjährige Mitglieder geehrt:
Für 60jährige Mitgliedschaft wurden Frau Anna Kramer und Simon
Erlacher (Langer) mit einer Urkunde geehrt. Beide waren leider wegen
Krankheit verhindert. Für 25jährige Mitgliedschaft bekamen eine
Urkunde: Corona Maier, Siegfried Gruber, Hans Reich, Sepp Kluy und
Gerhard von Förster.
Daraufhin erfolgte der Aufzug der Gratulanten.
An ihrer Spitze Bürgermeister Karl Mayr; er würdigte das
verdienstvolle Wirken des Vereins. Die musikalische Umrahmung dieses
Abends übernahmen der Winkler Sepp mit seiner Klarimettenmusi, Lisi
Winkler mit ihrer Saitenmusi, die Kreuther Sängerinnen und die drei
Schober Deandln und die Hirschbergler Musi. Die verbindenden Texte,
mit feinem, hintersinnigen Humor waren dem Eisenburg Beni zu
verdanken. Erst gegen den anderen Morgen ging der fröhliche
Festabend zu Ende.
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18. September 1983
Der Festtag
Dieser begann sozusagen noch vor
der Stallarbeit. Unter der Stabführung der Winkler Judith mit einem
rasanten Putzkommando , um den Leonhardstoana-Hof in vollem Glanz
erstrahlen zu lassen.
Als dann um 7 Uhr früh die Böller krachten, der Ruapp seine
Rottacher Musikanten an 3 Plätzen im Ort schmettern ließ, hielt es
keinen mehr im Bett. Nach der Aufstellung des Festzuges am
Leonhardstoana-Hof, d.h. nach dem musikalischen Empfang der
Gastvereine; so da waren:
1.) D´Wallberger,
2.) Trachtenverein Bad Wiessee,
3.) die Musikkapelle "Gmunder Bläserbuam",
4.) freiwillige Feuerwehr Kreuth,
5.) die Kriegerkameradschaft,
6.) die Schützengesellschaft "Wolfschlucht",
7.) der Arbeiterverein,
8.) der Rodelclub.
9.) die Schiclub Kreuth,
10.) der Holzhackerverein "St. Vinzenzius",
11.) außerdem die Paten des Jubelvereins die Hirschbergler mit ihrem
unermüdlichen Vorstand Zeno Mayr und dem
12.) Spielmannszug Kreuth-Rottach unter der strengen Stabführung des
Reisberger Peter formierte sich der Festzug zum Schulhaus in Kreuth,
in dessen Schulhof der Edbauer Toni einen herrlichen Feldaltar
errichtet hatte. Es wurden auch alle diejenigen älteren Mitglieder
geladen, welche nach der Aufkösung des Vereins in der Nazizeit dann
nicht mehr dem neu gegründeten Verein beitraten. Darum wurden die
älteren gehbehinderten Mitglieder und ehemalige mit 4 Kutschen zum
Festgottesdienst gefahren. Pferde und Kutschen stellten: der Walch
Hartl, Floßmann Schorsch, Alfons Meßner sen. und jun.
In den Kutschenfuhren:
Frau Rosa Walch, Frau Dori Stoib, Frau Agl Fröhlich, Zobl Marie,
Schnitzenbaumer Marie, Feichtn Marie, Frau Anna Kramer, Schäffler
Bettl, Frau Streng, Frau Jungermann, Herr und Frau Sepp
Sanktjohanser sen., Frau Hedwig Kandlinger, Herr Schmaus und Georg Hagn z. Sternecker, sowie das damalige Gründungsmitglied der Garber
Vater, Lorenz Hagn mit über 90 Jahren.
Alle Ehre unseren Ehrenmitgliedern, die es ablehnten gefahren zu
werden, weil sie sich dazu noch zu jung fühlten.
Bei einigermaßen durchwachsenem
Wetter konnte der Festgottesdienst unter Pfarrer Ben Eilers im
Freien abgehalten werden. Die Bauernmesse wurde gemeinsam von den
Kreuther Sängerinnen und Sängern gestaltet. Nach dem Segen wurden
von unserem 1. Vorsitzenden Sepp Sanktjohanser die Erinnerungsbänder
an die zur Feier erschienenen Vereine verteilt. Hierauf zog man zum
Kriegerdenkmal und legte für die gefallenen und verstorbenen
Mitglieder einen Kranz nieder. Anschließend erfolgte der Rückmarsch
in den Leonhardstoana-Hof; allen voran die Hirschbergler mit ihrem
Spielmannszug. Geteilt in Schützenhaus und Leonhardstoana-Hof wurde
das gemeinsame Mittagessen eingenommen. Besonderer Dank gebührt der
Göttfried Mariele für ihre ausgezeichneten Kochkünste. Zuvor hatte
jedoch das Gruppenphoto der Leonhardstoana-Mitglieder seinen Platz.
Da es nach dem Essen gewöhnlich "aufgeht" wurden gleich die
Ehrentänze gedreht. Erst spät ging man auseinander nach einem Tag
voll ehrlicher Freude und Harmonie.
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Am 26. November
Leonhardstoana-Hof-Eröffnungsfeier. |
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Adventsfeier am 18. Dezember 1983
"Mauserlstaad" ging es an diesem Sonntag im Leonhardstoanasaal zu,
als Beni Eisenburg die Hl. Nacht von Ludwig Thoma vorlas. Die
entsprechenden Lieder dazu sangen die Kreuther Sängerinnen und es
spielte die Kreuther Saitenmusi. |
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Vereinsjahr 1984 |
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Eröffnungsfeier der
Rodelweltmeisterschaften auf Naturbahn am 27. Januar 1984
Der Verein beteiligte sich mit einer Fahnenabordnung an der
feierlichen Eröffnungszeremonie, die in Wildbad Kreuth stattfand. Am
29. Januar 1984 überreichten 3 Leonhardstoanadeandl (Scherz Bärbl,
Pichler Bärbl und Strohmaier Martina) die Medaillen an die Sieger
der WM. |
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Am 1. Februar 1984
war der erste Hoagart im eigenen Heim
Im überfüllten Leonhardstoana-Hof spielte Sepp Winkler mit seiner
Klarinettenmusi, Lisi Winkler mit ihrer Saitenmusi zum Hoagascht
auf. Es sangen die 3 Schober Deandl und die Kreuther Sänger. Der auf
die Kreuther 800 Jahr-Feier abgestimmte Einakter "die Chorprobe" war
wieder einmal ein voller Erfolg. Ein Dankeschön an dieser Stelle dem
Regisseur Sepp Sollacher und dem Sprecher der Veranstaltung, dem
Bauer Gustl, ferner den Hauptdarstellern: dem Reifenstuhl Peter
jun., Nagl Anderl, Hörth Thomas und unserm Bäcker Sepp jun. Wir
konnten uns wieder erst im Morgengrauen von unserem schönen Hof
trennen. |
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Protokoll der Hauptversammlung am 5. Mai 1984, erstmals im "Leonhardstoanahof"
Raineralmweg 18, Kreuth
78 Mitglieder folgten der schriftlichen Einladung des
Trachtenvereins zur Hauptversammlung in der neu erstellten "Leonhardstoanahof".
Der 1. Vorsitzende Sepp Sanktjohanser begrüßte die zahlreich
erschienenen Mitglieder, besonders begrüßt wurden die
Ehrenmitglieder. Zur Totenehrung für Franz Obermair, Hans Wimmer und
Frau Rosa Walch erhoben sich alle von den Plätzen.
In Kurzform
schilderte der Vorstand die großen Ereignisse des vergangenen
Vereinsjahres, die dann die 1. Schriftführerin im Detail aus dem
Vereinsbuch vorlas. Der Kassenbericht von Lisi Winkler gab Auskunft
über die finanzielle Lage des Vereins. Die Entlastung des Kassiers
erfolgte durch die Kassenprüfer Leo Rettermeier und Andreas
Strillinger. Anschließend klärte uns Sepp Sanktjohanser über die
Gesellschaft des bürgerlichen Rechts auf, welche von 4 Mitgliedern
des Vereins als "Veranstaltungsgesellschaft Leonhardstoanahof"
gegründet wurde. Hierauf erfolgte der Kassenbericht und Entlastung
der Gesellschaft.
Nun folgte die Ehrung langjähriger Mitglieder.
Für 25jährige
Mitgliedschaft wurden mit einer Urkunde und Vereinsabzeichen Frau Lisi Gloggner, Theo Eberhard, Toni Mehringer
jun. und Alois Frisch geehrt.
Einstimmig wurde die Vorstandschaft entlastet und man konnte zu den
Neuwahlen schreiten. Die Wahlleiter waren Hans Reich, Sepp Kluy und
Sepp Fischhaber. Laut Satzung wurden die Wahlen nicht offen
durchgeführt, da mehr als 5 Mitglieder dieses verlangten. Von den
Anwesenden waren 77 Personen stimmberechtigt. (Ergebnis
siehe Vorstandschaft)
Abschließend zeigte uns Ludwig Hörth
noch einen Lichtbildervortrag. Sepp Sanktjohanser dankte den
ausgeschiedenen Ausschußmitgliedern für ihre geleistete Arbeit und
bat die neu eintretenden Mitglieder um gute Zusammenarbeit. |
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Am 26. August beteiligte sich der
Verein recht zahlreich am Festgottesdienst anläßlich der 800
Jahrfeier Kreuth.
Wegen starken Regen mußte der Gottesdienst im
Festzelt in Point gehalten werden. Am 29. August fand der
Heimatabend zusammen mit den Hirschberglern im Festzelt in Point
statt. |
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Vereinsjahr 1985 |
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Protokoll der Hauptversammlung am Samstag den 20. April 1985 im
Leonhardstoanahof in Kreuth:
Der 1. Vorsitzende Sepp Sanktjohanser
begrüßte die 35 erschienenen Mitglieder und bat sie zur Totenehrung
sich von den Plätzen zu erheben. Anschließend gab er dann einen
kurzen Rückblick über das vergangene Vereinsjahr, die dann genau aus
dem Protokollbuch vorgelesen wurden. Der Kassenbericht des Vereins
und der "Veranstaltungsgesellschaft Leonhardstoanahof" wurden
vorgelesen und die Entlastung der Kassiere erfolgte einstimmig.
Unsere bewährten Kassenprüfer hatten ja streng geprüft.
Die Vorhaben
für das neue Vereinsjahr sind: Maimusi, Maibaum aufstellen,
Hoagart; herauszuheben ist das Waldfest, das im kommenden Jahr am
Leonhardstoanahof stattfinden wird; Flohmarkt und Jahrtag, der am
Kirchweihsonntag zu einer festen Einrichtung werden soll.
Zum
Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge hatte niemand was auf dem
Herzen und so zeigte uns zum Abschluß dieser Hauptversammlung Toni
Edbauer einen Film aus seiner Schatzkiste.
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Es hat in der Nacht zum 1. Mai ca. 15 cm geschneit und wir stellen keinen neuen Maibaum auf. Das
Unfallrisiko ist zu groß. Wenn wir und damit auch einen Artikel in der
Tegernseer Zeitung einhandeln, aber die Sicherheit aller Helfer ist uns
das wert.
So wurde der neue Maibaum am Samstag den 4. Mai bei schönem
Wetter aufgestellt. Abends Maitanz mit der Pointer Klarinettenmusi im
Hof. |
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28. Juli 1985
Mit einem gewissen
Unbehagen starteten wir unser Waldfest das 1. Mal am
Leonhardstoanahof. Es kostete viel Mühe in der kurzen Zeit den Platz
so herzurichten, daß das Waldfest abgehalten werden konnte. Nicht
nur, daß die Buden und Tanzfläche neu plaziert werden mußten, auch
die gesamte Beleuchtung mußte neu installiert werden. Aber wir
hatten Glück.
Der Ruapp und seine Musikanten spielten so schneidig
wie immer und alle kamen: die Hirschbergler und Wallberger,
Einheimische und Gäste und allen hat der neue Platz gefallen. Als
der Abend gar nicht enden wollte, waren auch die größten Zweifler
überzeugt: "Der Platz paßt" |
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1. Leonhardstoanajahrtag am 20.
Oktober 1985
mit Kirchenzug, hl. Messe las Pfarrer Ben Eilers, dann
Rückmarsch zum Leonhardstoanahof, wo der Ruappn Sepp mit der
Blechmusi bis gegen 17 Uhr aufspuite. Es war ein schönes Bild, die
Schalkfrauen, Männer, Miederdirndl und die Kinder. Sepp
Sanktjohanser überreichte Herrn Pfarrer einen Scheck über 300,- DM
zur Reparatur der Orgel. |
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8. Dezember:
Die Jugendgruppe des
Vereins lud ein zu einer heiter, besinnlichen Adventfeier. Sie
spielten weihnachtliche Weisen, brachten ein Hirtenspiel und einen
kleinen Nikolauseinakter. Der Erfolg dieses Abends zeigte wieder
einmal, daß es zwar nicht immer leicht ist der Jugend das Brauchtum
beizubringen, aber es lohnt sich die Begeisterung dafür zu wecken. |
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Im voll besetzten
Leonhardstoanassal findet am 28. Dezember ein Neujahrs- und
Dreikönigssingen statt. |
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1986 |
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15. Februar 1986: 40jähriges
Wiedergründungsfest im Leonhardstoanahof,
es spielt die Kreuther Klarinettenmusi, es sangen der Zwoagsang Trellinger-März und die
Geschwister Mayr und es musizierten einige Mitglieder der
Jugendgruppe.
Der 1. Vorsitzende gab einen kurzen Überblick aus dem
Vereinsleben gerade nach dem Krieg bis zur Gegenwart, dann wurden
die damaligen Gründungsmitglieder (nach dem Krieg) Herr Rettermeier,
Herr Strillinger, Herr Frank und Herr Winkler besonders geehrt. Sepp
Sanktjohanser überreichte ihnen als Dank und Anerkennung ein schönes
Bild vom Leonhardstoanahof.
Weiter wurden für treue Mitgliedschaft
mit einem Vereinsabzeichen und einer Urkunde geehrt:
60jährige Mitgliedschaft: Josef Winkler und Andreas Strillinger
40jährige Mitgliedschaft: Edbauer Hans, Erlacher Hartl, Fröhlich
Alois, Fleischer Lisl, Frank Hans, Frank Johanna, Gloggner Schorsch,
Heigenlechner Rudi, Jennerwein Ilse, Manstein Rosa, Oberwieser
Maria, Rettermaier Lilly, Rehle Rudi, Stillner Hans, Stillner Gretl,
Schober Hans, Schober Sepp und Wengermayr Joseph.
25jährige Mitgliedschaft: Aigner Gertrud und Frisch Seffa
Durch das Programm dieser Wiedergründungsfeier führte Gustl Bauer.
Die Verstorbenen des Vereinsjahres
waren: Anna Kramer, Heini Mehringer (Mühlauer Heini), Evi Winkler,
Hedwig Kandlinger (Thoma Hedwig)
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Vereinsjahr 1986 |
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Hauptversammlung am 18. April
Maitanz am 30. April
Musi mit den Stairischen Tanzgeigern am 9. Mai
Johannifeuer am Leonhardstein am 21. Juni
Waldfest am 27. Juli
Grillfleischessen mit den 2 Kindergruppen am 7. August
Waldfest der Wallberger am 10. August
Essen für alle Helfer des Waldfestes am 14. August
Teilnahme der Jugendgruppe bei Gauplattln in Waakirchen am 16.
August
Gemeinsam Plattlerprob von Leonharstoana, Wallberger und
Hirschbergler im Leonhardstoanahof am 3. Oktober
Vereinsausflug am 4./5. Oktober
Flohmarkt am 11. Oktober
Trachtenball im Leonhardstoanahof am 12. Oktober
Leonhardstoana-Jahrtag am 19. Oktober
Lumpenball am 2. März 1987
Die Verstorbenen des Vereinsjahres
1986 (1.4. bis 31.3.)
Maria Meßner (Zobl Marie), Maria Schnitzenbaumer, Karl Mayr (Rainer
Karl), Franz Willibald
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Vereinsjahr 1987 |
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Hauptversammlung am 16. Mai im Leonhardstoanahof
Der 1. Vorsitzende Sepp Sanktjohanser
konnte 60 Mitglieder begrüßen.. Nach der Totenehrung folgte sein
Bericht des vergangenen Vereinsjahres. Er dankte allen aktiven
Mitgliedern für alle Hilfe. Nun gab Lisi Winkler den Kassenbestand
preis. Die Entlastung des Kassiers erteilte Anderl Strillinger und
Leo Rettermeier. Den Kassenbericht der
Leonhardstoana-Veranstaltungsgesellschaft d.b.R. verlas der 1
Vorsitzende. Jetzt folgte der Bericht aus dem Vereinsbuch und schnell
konnte man zu den Ehrungen langjähriger Mitglieder schreiten.
Für 60jährige Mitgliedschaft: Herr
Josef Sanktjohanser
für 40jährige Mitgliedschaft: Hanni Schöpfer (Garber Hanni) und
Regina Sanktjohanser
für 25jährige Mitgliedschaft: Walter Stindl, Karl Vögele, Gerhard
Knorrn und Klaus Göttfried
Ein Vergelts Gott an alle geehrten Mitglieder für die Treue zum
Verein!
Bei Wünsche und Anträge
beschlossen wir, daß Frau Rettermeier dazu bestimmt wird, bei
Beerdigungen den Schalkfrauen einzusagen - Antrag von Frau Kieweg
(Sternecker Mariandl)
Sepp Sanktjohanser fragte alle Anwesenden um ihr Einverständnis das
Vereinsjahr mit dem Kalenderjahr laufen zu lassen. Es waren alle
einverstanden. Herr Strillinger richtet nun einige Worte des Dankes
an den Vorsitzenden und Ausschuß für die gute Zusammenarbeit. Als
Abschluß zeigten uns Ludwig Hörth und Xaver Schiller noch sehr
schöne Dias.
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Vereinsjahr 1988
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Beim 80jährigen Gründungsfest der
Hirschbergler am 5. Juni rückten wir mit ca. 65 Personen aus, trotz
starken Regens. |
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Am 11. Juni
feierten wir unser 80jähriges.
Wir hatten mehr Glück mit dem Wetter
beim Kirchenzug. 19 Uhr Amt, danach gemütliches Beisammensein und
Tanz im Hof. Der Vorstand gab einen kurzen Überblick aus der
Vereinschronik. Es war ein ruhiges, gelungenes Fest. |
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Die Kühlelemente wurden doch noch
vor dem Waldfest geliefert und eingebaut. In der Bar wird noch eine
Wandverkleidung mit Sims eingebaut und das kalte und warme Wasser
installiert.
Beim Waldfest am 24. Juli ist es sehr schwül und es läuft recht
langsam an. Um 16 Uhr dann ein starkes Gewitter und es hört nicht
mehr auf zum Regnen.
Wir probieren es am 31. Juli noch einmal mit dem Waldfest, obwohl es
ein großes Problem war, eine Musi aufzutreiben. Bis 16 Uhr spielte
der Ruapp, dann die Agatharieder Blasmusi |
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Gern folgten wir der Einladung des
Schlierseer Trachtenvereins zu ihrem 100. Gründungsfest. Am Sonntag
den 21. August rückten wir recht zahlreich aus. Als Geschenk bekamen
wir eine schöne geschnitzte Figur.
Jetzt sind wir ans Marschieren
schon gewöhnt und so geben wir auch dem
Arbeiter-Kranken-Unterstützungsverein bei ihrem 100jährigen
Gründungsfest am 28. August die Ehre. Es nahmen ca. 60 Vereine an
diesem Jubiläum teil, das mit einer Fahnenweihe verbunden war.
Fahnenbraut war Evi Kieweg (Sternecker), Fahnenmutter Anni Mehnert.
Heimatabend im Zelt. |
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Vereinsjahr 1989
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Die Neureuther feiern am 4. Juni ihren 100. Geburtstag.
Wir
fahren ab Rottach mit dem Schiff nach Gmund. Festgottesdienst ist im
Zelt, anschließend Festzug durch Gmund. Ein schöner und gelungener
Festtag. |
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Am 9. September war
der Festabend der Wallberger zu ihrem 100jährigen Gründungsfest.
Wir
schenkten ein schön geschmücktes 100 l Faß Bier und Traudl Wiedemann
machte ein nettes Gedicht dazu.
Zum Festtag am 10. September ruck ma
ganz stark aus. Es war ein schöner Tag. Der Festgottesdienst wurde
im Freien beim Maier-Kirschner in Egern zelebriert. Dann Festzug
durch den Ort und zurück zum Zelt. |
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15. Oktober: Leonhardstoanajahrtag
mit Kirtatanz im Leonhardstoanahof.
Alle sind sauber rausputzt in
ihrem Festgwand. Hinter 55 sauber putzte Fenster und frisch
gewaschene Vorhäng, bei einer schneidigen Musi und was guats zum
Essen, wer bleibt da scho dahoam? |
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Vereinsjahr 1990 |
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16. Februar: Ein orkanartiger Sturm entgipfelt unsern Maibaum
Die Leonhardifahrt war heuer wieder einmal mit Schnee. Nach der
Umfahrt Leonhardiball im Leonhardstoanahof, weil es den Wirtsleuten
vom Schützenhaus zuviel wird. |
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Vereinsjahr 1991 |
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2. Februar: Hans-Wimmer-Gedächtnislauf
9. Februar: Kinderfaschingszug in Rottach-Egern
11. Februar: Lumpenball ist wegen dem Golfkrieg abgesagt
5. April: Premiere des Theaters "Der alte V..."
15./16. Juni: Dorfturnier in Kreuth
25. Juni: Heimatabend zum 1. Mal im Leonhardstoanahof
28. Juli: Waldfest
3. August: Kindergauplattln
4. August: 2. Anlauf zum Waldfest
3. Oktober: Ausflug der Kindergruppe nach Schwaz
13. Oktober: Vereinsausflug
20. Oktober: Jahrtag
6. November: Leonhardifahrt
23. November: Essen der Waldfestmitarbeiter
Dezember: Kindertheater
4. Januar: Neujahrs- und Dreikönigsingen
Die Toten im Jahr 1991 waren Betty
Baudrexl, Thomas Lackermeier und Rudolf Heigenlechner
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Vereinsjahr 1992 |
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Im Mai waren 5 Paare zum Platteln in Stuttgart, zur Sendung "auf der
Couch" von Franz Xaver Krätz;
im Juni fuhren Vertreter
des Vereins nach Bonn zum Volkstanzgruppentreffen Sport und Kultur.
Das Waldfest am 26. Juli war wie aus dem Bilderbuch. Es war das
beste Waldfest, das wir bisher hatten, auch wenn das erste "Opfer"
wieder einmal die Kaffeemaschine war.
Am 29. und 30. August war der Ausflug mit den Kindern. Von Kreuth
aus mit dem Fahrrad in die Söllbach-Winterstub´n. Am Samstag wars
noch sehr heiß. Am Sonntag wars Wetter unbeständig. Am Samstagabend
gabs Grillfleisch und Spiele mit den Kindern. Am Sonntagmittag gings
über den Bauern in der Au, wo wir zu Mittag aßen, wieder mit dem
Fahrrad zurück nach Kreuth.
Schnee und Kälte gabs beim Leonhardstoana-Jahrtag am
Kirchweihsonntag, den 18. Oktober.
Die Toten im Jahr 1992 waren Viktoria Stoib und Gerda Lackermeier
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Vereinsjahr 1993 |
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Bei der Hauptversammlung am 23. Januar wurden für 60 jährige
Mitgliedschaft Leo Rettermaier und Ottilie Schubert geehrt;
für 40
Jahre: Sepp Stich und Peter Reifenstuhl;
für 25 Jahre: Rosi Mehringer, Annemarie Sanktjohanser, Mirzl Schnitzenbaumer, Judith
Winkler und Thomas Hörth.
Besonders geehrt wurde Sepp Sanktjohanser
für 25 Jahre 1. Vorstand. Die Ehrung dafür übernahm der Gloggner
Schorsch und überreichte dem Sepp ein Bowle-Geschirr.
Der Verein beteiligt sich mit 2000,- DM an den Kosten für eine
Standarte für den Vorreiter an Leonhardi.
Am Kirchweihsonntag. den 17. Oktober, feierten wir nicht nur den
alljährlichen Jahrtag sondern auch unser 85 jähriges
Vereinsjubiläum.
Es gaben uns sämtliche Ortsvereine die Ehre, 7
davon mit ihrer Fahne. Es rückten, bei trockenem Wetter, neben Mannerleut und Kindern 32 Schalkfrauen und 11 Miederdirndln aus. Zum
Essen gabs Schweins- und Kalbsbraten. Unser Vorstand Sepp
Sanktjohanser erzählte aus der 85 jährigen Vereinsgeschichte. |
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Vereinsjahr 1994 |
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Der Einladung zur diesjährigen Hauptversammlung folgten 79
Mitglieder. Es war nach 3 Jahren wieder eine Neuwahl fällig.
Heuer
war wieder einmal der Vereinsausflug eine Floßfahrt auf der Isar.
Mit dem Bus ging es nach Wolfratshausen und dann mit dem Floß nach
München. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und eine Gaudi. Auf
der Heimfahrt, wieder mit dem Bus, kehrten wir noch im "Goldenen
Tal" in Naring ein und konnten uns nur sehr mühsam überwinden heim
zu fahren. Es war wieder ein schöner Ausflug.
Ja das war wieder das beste Waldfest ( 24. Juli) das es je gab. Bei
schönem Wetter überrollten uns die Besucher beinahe und unsere
Mitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm her zu
werden. Dafür ein herzliches Vergelts Gott. Wegen eines tragischen
Todesfalles einer Aktiven konnten die Wallberger leider nicht
ausrücken. |
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Vereinsjahr 1995 |
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Zum Lumpenball am 27. Februar wurden 500 Eintrittskarten
verkauft. In einem überbelegten Hof war der Ball wieder ein voller
Erfolg, aber so kann es nicht weitergehen, wir müssen uns etwas
überlegen.
Bei einem Haus gibt es immer Arbeit. heuer wurde das Dach
neu eingedeckt. |
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Vereinsjahr 1996 |
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Im Mai nahmen die Aktiven an einer Fernsehaufzeichnung für den
Bayr. Rundfunk - Heimatabend in Tegernsee - teil. die am 19. Mai
gesendet wurde.
Beim II. World Festival of traditional sports and games in Bangkok,
Thailand, vom 10. bis 16. Dezember war unter der deutschen
Delegation auch 3 Paare unseres Vereins, sowie die Goaßlschnalzer
dabei. Sie wurden begeistert gefeiert. |
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Vereinsjahr 1997 |
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Im April waren sechs wieder sehr erfolgreiche Theaterabende. Zur
Aufführung kam das Stück "Zuständ san des", eine Komödie in 3 Akten
von Fred Bosch. Unter der hervorragenden Regie vom Sollacher Sepp
wurde es wieder ein Riesenerfolg. Die Mitwirkenden waren: Sepp
Sollacher jun., Kandlinger Monika, Hörth Ludwig, Aigner Trudl,
Schnitzenbaumer Martin, Bartl Sepp, Oberlechner Flori, Kölbl Gabi,
Sanktjohanser Sepp jun. Allen Beteiligten und Helfern vielen Dank
für ihren Einsatz. Sepp Sollacher wurde für 10 Jahre Regie geehrt. |
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Vereinsjahr 1998 |
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Der Maibaum vor dem Kuramt wurde am 1 Mai aufgestellt, den Baum
bekamen wir von Herzog Max. Gefällt wurde er wie immer erst in der
Früh vom 1. Mai. Für die Helfer gabs um 9 Uhr eine Brotzeit.
Musikalisch unterstützt wurden sie von den Mittenwaldern. Leider war
der Maitanz am Abend im Leonhardstoanahof, mit dem Ferchenseeklang,
nur mäßig besucht. |
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18. Oktober, Jahrtag und 90 jähriges Gründungsfest.
Am
Kirchweihsonntag feierten die Leonhardstoana ihren Jahrtag. Dieser
stand heuer ganz im Zeichen des 90 jährigen Gründungsfestes und
wurde auch entsprechend feierlich gegangen. Nur der Wettergott
spielte leider nicht mit und so war beim Kirchenzug der Regenschirm
sehr gefragt. 12 Ortsvereine waren geladen, alle kamen, 9 davon mit
ihrer Fahne.
Ein wichtiger Termin dieses Tages war das gemeinsame
Foto der anwesenden Mitglieder vor dem Hof. Es dauerte schon eine
Weile, bis alle richtig auf Balkon, Tischen und Bänken verteilt
waren, aber wir hatten trotz Regen alle eine Gaudi. Es spielte der Ruapp zum Tanz auf und das Essen schmeckte auch. Zur Freude aller
zogen die aktiven Plattler mit einigen ihrer Stückeln auf, wobei
auch so mancher Ehemaliger noch eifrig mitplatteln konnte.
Um den
Tag würdig abzurunden erzählte der Vorstand noch über das
Vereinsgeschehen der letzten 90 Jahre und berichtete, daß in der
ersten Satzung einige Dinge anders waren als heute, z.B. wurde
ausdrücklich erwähnt, daß nicht "linksherum" getanzt werden darf. |
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Vereinsjahr 1999 |
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Im Juni haben 6 Mann den Weg vom Leonhardstein bis Kreuth
ausgeschnitten und hergerichtet, danach gabs eine Brotzeit beim
Kindergartenfest. |
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25. Juli Waldfest: Es war noch besser wie 1998. Der Wettergott
spielte mit. Für die Mitarbeiter ging es auch diesmal an die
Obergrenze des Machbaren. Es wurden 54 hl Bier ausgeschenkt. |
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Die Toten des Jahres 1999: Regina
Sanktjohanser, Kathi Reich, Hanni Schöpfer, Peps Wengermayer, Sepp
Kandlinger und unser Ehrenmitglied Hans Frank. |