D´Leonhardstoana    

Kreuth

 

 

Chronik des Gebirgstrachten-Erhaltungsverein D´Leonhardstoana

von der Gründung bis zur Zwangsauflösung 1937

   
  Wie kam es zur Gründung der Leonhardstoana?

Dazu Auszüge aus dem Protokollbuch des Gebirgstrachten- Erhaltungsverein d`Leonhardstoana:

Am 21. Juni 1908 brannten zirka 8 junge Burschen auf dem Leonhardstein ein Johannifeuer ab. Nach demselben hielten sie im Gasthof Lehmann eine Zeche und faßten den Entschluß eine Tischgesellschaft mit dem Namen "D`Leonhardstoana" zu gründen. Sie hielten jährlich einmal ein Tanzkränzchen, sowie eine Christbaumfeier ab. 1910 veranstalteten sie am Leonhardstag die Leonhardifahrt indem sie zwei schmuckvolle Wagen herrichteten und fuhren in schmucker Festtracht mit zwei Vierspänner um die Kirche wo die Segnung der Pferde stattfand. Im Februar 1912 hielten sie vom Hirschberg ein Preisrodeln ab, wo es sehr schöne Preise gab. Der Jahresbeitrag betrug 1 M und so brachten sie den schönen Betrag von 90 M zusammen trotz der vielen Ausgaben. Als nun 1914 der Krieg ausbrach und die Vorstandschaft sowie die meisten Mitglieder dem Ruf des Vaterlandes folgen mußten, übergaben sie den Kassenbestand von 90 M dem Roten Kreuz. In den ruhmreichen Kämpfen die das bayrische Heer gegen Frankreich führte, mußten auch viele Mitglieder ihr Leben dem Vaterland preisgeben. Als erster starb und dann folgten ihm: Karl Pichler, Alois Edbauer, Gruber Josef, Gruber Johann, Rohnbogner Johann, Kistler Theodor, Seidl Martin, Hagn Bartholomäus, Haltmayer Josef, Hollaus Josef, Götschl Georg. Durch die lange Dauer des Krieges erlosch die Tätigkeit der Gesellschaft.

Johann Fröhlich, Schriftführer
   
  Viele Kreuther Bürger, Tiroler Abstammung, mußten im 1. Weltkrieg zu den österreichischen Kaiserjägern an die Dolomitenfront einrücken (Isonzo - Tagliamento). So auch die zwei Gruber Brüder, der Hannes und der Sepp. Beide fielen im Kampf innerhalb einer Woche. Hannes war Maurer und hatte sich mehr recht als schlecht ein kleines Häusl in Enterfels gebaut. Da die Witwe von der Tiroler Seite kaum eine Rente erwarten konnte, mußte sie das Haus verkaufen und verdingte sich beim Postwirt als Stalldirn. Doch das Haus heißt heute noch das "Gruberhaus", es gehört zur Krankenanstalt Dr. May.
 

 

Es gab in Kreuth auf alle Fälle noch eine "Gesellschaft Schildensteiner 1909". Von dieser Gesellschaft ist nichts mehr bekannt, außer einem Vereinszeichen von meinem Großvater.  
 
 
Nach dem 1. Weltkrieg

Im Jahre 1919 am 26. Dezember wurde von mehreren Burschen im Gasthof Lehmann die Gesellschaft "d`Leonhardstoana" wieder ins Leben gerufen. Die Gründungsmitglieder bestanden aus folgenden Namen: Gloggner Lorenz 1. Vorstand; Fröhlich Johann Schriftführer; Gloggner Peter Kassier; Lorenz Sanktjohanser Vorplattler; Jennerwein Franz und Hagn Lorenz.
Bald fanden sich mehrere Mitglieder zusammen und schon im Juni fand bei Lehmann das erste Tanzkränzchen statt.

Johann Fröhlich Schriftführer
 
Die Gesellschaft "d`Leonhardstoana" war jedoch nicht von langer Dauer, denn schon am 22. Aug. 1920 wurde bei der Generalversammlung der Beschluß gefaßt aus der Gesellschaft den Gebirgstrachten-Erhaltungs-Verein "d´Leonhardstoana" zu gründen.

Johann Fröhlich
 
Der Verein bezweckt Sitt und Tracht der Alten zu erhalten, fördert die Liebe zur Heimat, beteiligt sich hauptsächlich mit historischen Tänzen und Schuhplattlern, sowie Gesang und gute Kameradschaft.
(
siehe Statuten)
 
Der Verein nahm einen außergewöhnlichen Aufschwung. Mit dem Stellwagen fuhren sie zu Festen und Fahnenweihen anderer Vereine, hielten Gartenfeste ab mit Musik und Tanz, Eierlaufen, Hosenlaufen, Zylinderstechen, Kegelscheiben, Fischstechen, Schubkarrenrennen. Im Winter das Preisrodeln vom Setzberg. Faschingskranzeln usw.

Das Theaterspiel wurde zur Passion. Jedes Jahr fanden Aufführungen statt. Es wurden nicht nur leichte Komödien aufgeführt, auch Ludwig Thoma und Ludwig Anzengruber gehörten zum festen Repertoire. Auch ihre Regisseure konnten sich sehen lassen. So übernahm die Leitung bei der Aufführung der Hl. Nacht von Thoma, ein nicht geringerer als der Opernsänger Mathäus Römer.
 

Die Tätigkeiten des Vereins im Jahr 1921 aufgeschrieben vom Schriftführer Hans Fröhlich:

 
Am 22. Mai besuchte der Verein den G.Tr.Er. Verein Schmied von Kochel in Waakirchenmit 10 Personen, zur Fahnenweihe. In Gmund schlossen wir uns den Neureuthern welche Musik bei sich hatten an und marschierten nach Waakirch. Es war dies die erste Fahnenweihe die wir ohne Fahne oder Standarte besuchten. Als Andenken besitzen wir ein Fahnenband. Abends besuchte die Mitglieder den Neureutherball
 
Am 12. Juni war die Fahnenweihe des G.Tr.E.V. Silberstoana Bairawies, diese besuchten wir mit geschmücktem Daxwagen, daran beteiligten sich 18 Personen. Wir verließen um 3 Uhr früh bei strömendem Regen Dorf Kreuth und erst in Gmund heiterte sich der Himmel auf und wir hatten dann ein sehr schönes Wetter. Wir erhielten dort den 3. Trachtenpreis und den 1 Weitpreis, es waren 2 gemalene Fahnen. Auch ein Fahnenband erhielten wir.
 
Am 3. Juli hielt der Verein im Gasthof Lehmann ein Gartenfest ab. Der Verein nahm die 20 Mann starke Neureuther Musik, welche sehr gut spielten und wir hatten einen sehr schönen Überschuß. Wir hatten auch Preise für Hosenlaufen, Eierlaufen und Zylinderstechen. Es war sehr lustig, jedoch abends gab es einen kleinen Streit mit Herrn Lehmann und wir beschlossen unser Stammlokal nach dem Kaffee Batznhäusl zu verlegen.
 
Am 7. August machten wir einen Ausflug mit Stellwagen nach Wiessee, wo der Kirchenbauverein ein Gartenfest abhielt. Wir führten dort zum ersten Mal den Achtertanz auf und fanden sehr großen Beifall.
 
Am 22. August besuchten wir die Neureuther Gmund mit Stellwagen bei ihrem Gartenfest.
 
Am 28. August besuchten wir die Roinastoana Sauerlach und am 1. Oktober beteiligte sich der Verein an der Überfahrt am Hirschberglerball.
 
1922
 
Im Januar beschlossen eifrige Mitglieder des Vereins ein Theatherstück zu Gunsten des Vereins aufzuführen.
 
Der Verein hielt am 5. März im Vereinslokal seine 2. ordentliche Generalversammlung ab.
1. Neuwahl
2. Besprechung über Fahnenweihe

Ergebnis der Neuwahl: 1. Vorstand Seestaller Johann, 2. Vorstand Rasch Xaver, 1. Kassier Jennerwein Franz, 2. Kassier Lindebner Jakob, 1. Schriftführer Sanktjohanser Lorenz, als Beisitzer wurden gewählt: Forstmeister Thoma, Strillinger Andreas, Sanktjohanser Leonhard. 1. Vorplattler Erlacher Lorenz, 2. Vorplattler Jennerwein Matthian, 1. Fahenjunker Fröhlich Johann, 2. Fahnenjunker Kreidl Anton.
Zur Fahnenweihe wurden beantragt: Fahnenbraut Rasch Maria, Fahnenmutter Frau Gloggner Zahlerbäurin. Fahnenjungfrauen: Agathe Fichtner, Maria Schober, Elise Gloggner, Schäffler Johanna, Jennerwein Leni, Jennerwein Liesl, Hagn Hedwig, Glas Anna, Winkler MOnika, Schneider Leni (Schwester vom  Obermayr, Spitzer).
Kranzljungfrauen: Strillinger Marie, Gerg Kreszenz, Kathi Öttl (Handl), Marie Bartl (Feicht), Scheffler Betti, Rixner Kathl, Gertraud Thoma.

 
Am 28. Mai besuchten wir mit 4 Personen den G.Tr.E. Verein Edelweiß Bad Tölz bei ihrem Stiftungsfest und am gleichen Tag den G.Tr.E. Verein Edelweiß Dietramszell mit 6 Personen bei ihrem Stiftungsfest und lösten überall 12 Festzeichen.
 
Am 23. Juli besuchte der Verein mit Daxwagen den Geb. Tr. E. Verein Miesbach Stamm bei ihrem 36jährigen Stiftungsfest (7Paare). Es war auch Trachtenschau und es gab sehr wertvolle Preise, wovon wir das Widderhorn erhielten. Zur Erinnerung erhielt der Verein eine Bronze Medaille.
 
Die Fahnenweihe am 30. Juli 1922 war ein Großereignis, nicht nur für Kreuth. Über 40 Vereine feierten mit den Leonhardstoanan, darunter der Verein Edelweiß Günzburg und Wildschützen Wien. Auch noch nach Jahrzehnten begannen die Augen der Mitwirkenden zu glänzen, wenn die Rede auf die Fahnenweihe kam.
 
Am 6. August besucht der Verein den Geb. Trachten Erh. Verein Jagakamm Aurachtal. Zur Erinnerung bekamen wir ein Fahnenband.
 
Am 13. August besucht der Verein das Gaufest in Tölz mit Daxwagen und bekamen dort den 1. Trachtenpreis, einen wertvollen Humpen mit 2 Deckel.
 
Am 20. August nahm der Verein an der Fahnenweihe des G.Tr.Ehr.Verein Eichenlaub Schwarzenberg-Elbach mit 22 Personen teil. Die Burschen fuhren per Rad und die Dirndl fuhr Herr Lehmann und Herr Kugelmann Raineralm mit Auto. Wir bekamen ein Fahnenband und den 2. Preis 2 Bilder und ein zinnernes Krügl.
 

Der Verein hielt am 10. September 1922 im Vereinslokal eine Versammlung ab, indem Vorstand Seestaller die Vorstandschaft aufgeben mußte und wir zur Neuwahl schreiten mußten. Das Ergebnis der Neuwahl war folgenden:

1. Vorstand Sanktjohanser Lorenz'
2. Vorstand Rasch Xaver
1. Schriftführer Obermayer Franz
1. Kassier Jennerwein Franz
2. Kassier Lindebner Jakob
1. Vorplattler Erlacher Lorenz
2. Vorplattler Jennerwein Mathias
Fahnenjunker und Zeugwart Fröhlich Johann

 

Der Verein hielt am 1. Oktober 1922 in der Raineralpe ein Tanzkränzchen ab, welches sehr gut besucht war; mußten aber trotzdem draufzahlen.

Johann Fröhlich Schriftführer

 
Tätigkeit des Vereins im Jahr1923
 
Am 13. Mai besuchte der Verein den G.Tr.Erh.Verein Geigastoana Sachsenkam bei ihrer Fahnenweihe. Wir lösten dort 15 Festzeichen für ein Fahnenband.
 
Am 10. Juni besuchte der Verein den G.Tr.Er.Verein Bodenschneidler Hauserdörfl und lösten dort 15 Festzeichen für ein Fahnenband.
 
Am 17. Juni besuchte der Verein d´Hirschbachtaler Lenggries bei ihrer Fahnenweihe. Wir erhielten dort einen Maßkrug als Ehrenpreis und lösten 15 Festzeichen fürs Fahnenband.
 
Am 24. Juni besuchte der Verein d´Rohnbergler Parsberg bei ihrer Fahnenweihe und lösten 15 Festzeichen für ein Fahnenband.
 
Am 29. Juli besuchte der Verein das Gaufest in Gmund mit 22 Mitgliedern per Daxwagen. Wir erhielten dort den 1. Trachtenpreis mit 84 Punkten. Wir zogen das Los Nr. 7 und bekamen ein Hirschgeweih.
 
Am 26. August hielt der Verein ein Gartenfest ab, wo auch d´Hirschbergler und d´Neureuther teilnahmen. Wir hatten schönes Wetter und hielten Hosenlaufen, Schubkarrenrennen und Eierlaufen ab. Außerdem noch Fischstechen, Zylinderstechen und Kegelscheiben. Wir hatten 2 Tanzbühnen und 6 Mann Musik. Der Überschuß wurde zur Zahlung von Bauholz verwendet.
 
Nachdem wir im Juli 1923 den Entschluß faßten , eine Vereinshütte zu bauen in dem Stil wie die Hirschbergler eine haben. Und wir von Gräfin Sascha von Schlippenbach den Baugrund bekamen, konnte das Unternehmen "Hütte" beginnen. An Weihnachten war der Rohbau ohne Dach fertig. Das ganze Dorf hatte mitgeholfen durch Spenden und Dienstleistungen. Dann mußte die Arbeit wegen des Schnees unterbrochen werden. Der Arbeitsdrang war so groß, daß trotz des Winters, am 5. April das Firstbier gefeiert wurde. Am 19. Juli war die Einweihungsfeier; ein großes Fest mit Musik, Tanz, Gesang, Reden und dem Theater: die Brautschau.

Gräfin von Schlippenbach wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. 1923 wurde sie für ihre Verdienste um Kreuth und seiner Bürger auch Ehrenbürgerin von Kreuth.  

Nun ging es mit dem
Komödispielen erst richtig los. Bedingt durch den guten Ruf dieser Laienspielgruppe malte Baron Massenbach unentgeltlich die Theaterbühne. Am 23. Januar 1926 wurde 1. Klasse und Brautschau aufgeführt, dazu kamen extra aus München 70 Mitglieder einer Theatervereinigung. Bis in die Landeshauptstadt hat sich das Können dieser Laiengruppe herum gesprochen.
 
1924
 
Bei der Generalversammlung am 6. Januar 1924 wurde der Jahresbeitrag auf 2 Mark, Aufnahme 1,50 Mark und Vereinszeichen 1,50 Mark festgesetzt., außerdem wurden Herr Sanitätsrat May und Herr Forstmeister Thoma als Ehrenmitglieder aufgenommen.
 
Am Sonntag den 7. Januar hielt der Verein vom Setzberg ein Preisrodeln ab, wobei sich 43 männliche und 13 weibliche Mitglieder beteiligten. Es wurden wertvolle Preis gestiftet. Nach der Preisverteilung war dann noch die Christbaumversteigerung.
 
Am 30. März war im Gasthof Schwaighof Versammlung der 4 Vereine und es zeigte sich wiederum das Zusammenhalten derselben. 
 
Eine außerordentliche Generalversammlung wurde am 17. April 1924 notwendig. Da der Verein durch die Schenkung des Baugrundes Grundbesitzer geworden ist, mußten wir uns in das Vereinsregister des Amtsgerichts Tegernsee einschreiben lassen. Unsere Statuten, wie sie bei der Vereinsgründung angefertigt wurden, mußten auf Grund des Amtsgerichtes abgeändert werden und zwar nach folgender Weise: (siehe Statuten)
 
Ein Jahr nach dem Baubeschluß konnte die Hütteneröffnung am 19. Juli 1924 gefeiert werden.

Und weiter ging es mit dem Gartenfest. Dazu schreibt der Fröhlich Hans: Am  27. Juli hielt der Verein sein Gartenfest ab mit Aufführung von National- und Schuhplattlertänzen, sowie Volksbelustigungen, Pfeifenlaufen, Zylinderstechen, Hütlwerfen, Fischstechen, Kegelscheiben und Eierlaufen. Vor unserer Hütte war die Hüttenkasse aufgestellt, welche sich reichlicher Einnahmen erfreuen durfte. Es spielte die Kapelle Salzberger. Unser Bruderverein kam mit Daxwagen angerückt. abends wurde das Theaterstück "die Brautschau" nochmals zum Besten gegeben.

Es gab in diesem Jahr noch sechs
Theateraufführungen, darunter die "Hl. Nacht" von Ludwig Thoma; noch einmal ein Gartenfest mit der Musikkapelle Guggn Sepp, abends führten die Neureuther aus Gmund das Theater " "Der verlorene Sohn" auf. Selbstverständlich fuhr man mit dem Daxwagen zum Gartenfest der Hirschbergler, aber auch den Geburtstag des Ehrenmitglieds Dr. May wurde groß gefeiert.

 
1925
 
Das neue Jahr begann gleich wieder mit einem Theater: Die "Hl. Nacht" wurde noch einmal aufgeführt und wegen der starken Nachfrage im Februar noch einmal. Zur Grundsteinlegung der neuen Wiesseer Kirche wurde genauso ausgerückt, wie zur Fahnenweihe nach Jenbach oder am Festzug beim Bundesschießen in Tegernsee. Das Gartenfest wurde selbstverständlich abgehalten, zum Hirschbergler Ball fuhr man, Mitglieder wurden verabschiedet, oder deren Geburtstag gefeiert. Mit einer Hütte lebt das Vereinsleben auf.
 
1926
 
Auch in diesem Jahr wurde das Theaterspielen groß geschrieben. Am 7. Februar war in unserer Vereinshütte ein Faschingskranzl, bei welchem unsere alte Dorfmusik zum Tanz aufspielte. Es waren sehr viele Masken erschienen. Die Hütte war bis auf den letzten platz besetzt und allzufrüh kam die Zeit wo man ans Heimgehen denken mußte. Berichtet der Schriftführer.

Am 11. Juli beteiligte sich der Verein mit Musik beim Gaufest des Oberländler Gaus in Reitrain. Das Gartenfest war am 1. August, die Kreuther Musik spielte zum Tanz auf. Am 10. Oktober beteiligte sich der Verein an der Kircheneinweihung in Wiessee.
 
1927
 
wurde der langjährige Vorstand Lorenz Sanktjohanser zum Ehrenvorstand des Vereins ernannt.

Am 6. Februar hielt der Verein ein Preisrodeln vom Setzberg ab. Es beteiligten sich 45 Personen. Abend um 8 Uhr war Preisverteilung bei welcher jeder einen Preis erhielt, nachher wurde zum Tanz aufgespielt.

Man feierte sein Gartenfest, war beim Gartenfest der Hirschbergler und am Gaufest in Holzkirchen.  Theater wurde in diesem Jahr gar nicht gespielt.

 
1928
 
In diesem Jahr wurde wieder fest Theater gespielt.

Bei der Versammlung am 12. Mai war Punkt 1 der Tagesordnung: Statt Loferl Strümpfe zu tragen, dies wurde aber zurückgestellt. Der Verein tritt aber dem Altertumsgauverein Tegernsee bei.

Bei der Versammlung am 15. Juli wurde beschlossen: ein schönes Muster für die Trachtenstrümpfe auszusuchen; Frau Gräfin Schlippenbach eine Ehrenurkunde zu überreichen; das Gartenfest am 22. Juli abzuhalten; es wird zum Gaufest nach München gefahren; daß eine Abschiedfeier für das Mitglied Hilde Gelpke stattfindet; zum Mitglied Hans Sennhofer in der Glashütte einen Ausflug zu machen; alle Mittwoch und Samstag Plattlerproben abzuhalten und für den Fahnenjunker eine Hutschnur zu bestellen. 6 Paare beteiligten sich am Gaufest in München. Bei der Trachtenschau erhielten sie den ersten Trachtenpreis. 

Am Samstag den 15. September hielt der Verein ein Kranzl in der Vereinshütte zu Ehren des Ehrenmitglieds Frau Gräfin Schlippenbach ab. Die Hütte war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Hollaus Marie sprach einen Prolog. Zum Tanz spielte die Kapelle Lang von Gmund.

 
Von 1929 bis 1934 ging es so weiter. man nahm Abschied am Grab von Vereinsmitgliedern, machte Ausflüge, fuhr an Leonhardi mit einem Daxwagen mit, spielte Theater, verabschiedete Mitglieder. 
 
Bis 1935 der große Knall kam: Die Vereinshütte wird verkauft! (siehe Leonhardstoana-Hütte) Mit dem Verkauf der Hütte starb auch das Vereinsleben.

1936 gibt es keinen einzigen Eintrag im Protokollbuch und 1937 verfügte das  "Tausendjährigen Reich"  die Gleichschaltung der Vereine. Eigenständige Vereine ohne politische Färbung waren diesen ... ein Dorn im Auge und eine Gefährdung ihres Allmächtigkeitsanspruchs. So ging der Verein sang- und klanglos unter! 

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