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| Es gab in Kreuth auf alle Fälle noch
eine "Gesellschaft Schildensteiner 1909". Von dieser
Gesellschaft ist nichts mehr bekannt, außer einem
Vereinszeichen von meinem Großvater. |
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Nach dem 1. Weltkrieg
Im Jahre 1919 am 26. Dezember wurde von mehreren Burschen im Gasthof Lehmann
die Gesellschaft "d`Leonhardstoana" wieder ins Leben gerufen.
Die Gründungsmitglieder bestanden aus folgenden Namen: Gloggner Lorenz 1.
Vorstand; Fröhlich Johann Schriftführer; Gloggner Peter Kassier; Lorenz
Sanktjohanser Vorplattler; Jennerwein Franz und Hagn Lorenz.
Bald fanden sich mehrere Mitglieder zusammen und schon im Juni fand bei
Lehmann das erste Tanzkränzchen statt.
Johann Fröhlich Schriftführer |
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Die Gesellschaft "d`Leonhardstoana"
war jedoch nicht von langer Dauer, denn schon am 22. Aug. 1920 wurde bei
der Generalversammlung der Beschluß gefaßt aus der Gesellschaft den
Gebirgstrachten-Erhaltungs-Verein "d´Leonhardstoana"
zu gründen.
Johann Fröhlich |
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Der Verein bezweckt Sitt und Tracht der Alten zu
erhalten, fördert die Liebe zur Heimat, beteiligt sich hauptsächlich mit
historischen Tänzen und Schuhplattlern, sowie Gesang und gute
Kameradschaft.
(siehe
Statuten)
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Der Verein nahm einen außergewöhnlichen
Aufschwung. Mit dem Stellwagen fuhren sie zu Festen und Fahnenweihen
anderer Vereine, hielten Gartenfeste ab mit Musik und Tanz, Eierlaufen,
Hosenlaufen, Zylinderstechen, Kegelscheiben, Fischstechen,
Schubkarrenrennen. Im Winter das Preisrodeln vom Setzberg.
Faschingskranzeln usw.
Das Theaterspiel wurde zur Passion. Jedes Jahr fanden Aufführungen statt.
Es wurden nicht nur leichte Komödien aufgeführt, auch Ludwig Thoma und
Ludwig Anzengruber gehörten zum festen Repertoire. Auch ihre Regisseure
konnten sich sehen lassen. So übernahm die Leitung bei der Aufführung
der Hl. Nacht von Thoma, ein nicht geringerer als der Opernsänger
Mathäus Römer.
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Die Tätigkeiten des Vereins im Jahr
1921
aufgeschrieben vom
Schriftführer Hans Fröhlich:
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Am 22. Mai besuchte der Verein den G.Tr.Er. Verein Schmied von Kochel in Waakirchenmit 10 Personen, zur
Fahnenweihe. In Gmund schlossen wir uns den Neureuthern welche Musik bei
sich hatten an und marschierten nach Waakirch. Es war dies die erste
Fahnenweihe die wir ohne Fahne oder Standarte besuchten. Als Andenken
besitzen wir ein Fahnenband. Abends besuchte die Mitglieder den
Neureutherball |
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Am 12. Juni war die Fahnenweihe des G.Tr.E.V. Silberstoana Bairawies, diese besuchten wir mit geschmücktem
Daxwagen, daran beteiligten sich 18 Personen. Wir verließen um 3 Uhr
früh bei strömendem Regen Dorf Kreuth und erst in Gmund heiterte sich
der Himmel auf und wir hatten dann ein sehr schönes Wetter. Wir erhielten
dort den 3. Trachtenpreis und den 1 Weitpreis, es waren 2 gemalene Fahnen.
Auch ein Fahnenband erhielten wir. |
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Am 3. Juli hielt der Verein im Gasthof
Lehmann ein Gartenfest ab. Der Verein nahm die 20 Mann starke Neureuther
Musik, welche sehr gut spielten und wir hatten einen sehr schönen
Überschuß. Wir hatten auch Preise für Hosenlaufen, Eierlaufen und
Zylinderstechen. Es war sehr lustig, jedoch abends gab es einen kleinen
Streit mit Herrn Lehmann und wir beschlossen unser Stammlokal nach dem
Kaffee Batznhäusl zu verlegen. |
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Am 7. August machten wir einen Ausflug
mit Stellwagen nach Wiessee, wo der Kirchenbauverein ein Gartenfest
abhielt. Wir führten dort zum ersten Mal den Achtertanz auf und fanden
sehr großen Beifall. |
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Am 22. August besuchten wir die Neureuther Gmund mit Stellwagen bei ihrem Gartenfest. |
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Am 28. August besuchten wir die Roinastoana Sauerlach und am 1. Oktober beteiligte sich der Verein an der
Überfahrt am Hirschberglerball. |
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1922 |
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Im Januar beschlossen eifrige Mitglieder
des Vereins ein Theatherstück
zu Gunsten des Vereins aufzuführen. |
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Der Verein hielt am 5. März im
Vereinslokal seine 2. ordentliche Generalversammlung ab.
1. Neuwahl
2. Besprechung über FahnenweiheErgebnis der
Neuwahl: 1. Vorstand Seestaller Johann, 2. Vorstand Rasch Xaver, 1. Kassier
Jennerwein Franz, 2. Kassier Lindebner Jakob, 1. Schriftführer Sanktjohanser
Lorenz, als Beisitzer wurden gewählt: Forstmeister Thoma, Strillinger
Andreas, Sanktjohanser Leonhard. 1. Vorplattler Erlacher Lorenz, 2.
Vorplattler Jennerwein Matthian, 1. Fahenjunker Fröhlich Johann, 2.
Fahnenjunker Kreidl Anton.
Zur Fahnenweihe wurden beantragt: Fahnenbraut Rasch Maria, Fahnenmutter Frau
Gloggner Zahlerbäurin. Fahnenjungfrauen: Agathe Fichtner, Maria Schober,
Elise Gloggner, Schäffler Johanna, Jennerwein Leni, Jennerwein Liesl, Hagn
Hedwig, Glas Anna, Winkler MOnika, Schneider Leni (Schwester vom
Obermayr, Spitzer).
Kranzljungfrauen: Strillinger Marie, Gerg Kreszenz, Kathi Öttl (Handl),
Marie Bartl (Feicht), Scheffler Betti, Rixner Kathl, Gertraud Thoma. |
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Am 28. Mai besuchten wir mit 4 Personen
den G.Tr.E. Verein Edelweiß Bad Tölz bei ihrem Stiftungsfest und am gleichen
Tag den G.Tr.E. Verein Edelweiß Dietramszell mit 6 Personen bei ihrem
Stiftungsfest und lösten überall 12 Festzeichen. |
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Am 23. Juli besuchte der Verein mit
Daxwagen den Geb. Tr. E. Verein Miesbach Stamm bei ihrem 36jährigen
Stiftungsfest (7Paare). Es war auch Trachtenschau und es gab sehr wertvolle
Preise, wovon wir das Widderhorn erhielten. Zur Erinnerung erhielt der
Verein eine Bronze Medaille.
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Die
Fahnenweihe
am 30. Juli 1922 war ein Großereignis, nicht nur für Kreuth. Über 40
Vereine feierten mit den Leonhardstoanan, darunter der Verein Edelweiß
Günzburg und Wildschützen Wien. Auch noch nach Jahrzehnten begannen die
Augen der Mitwirkenden zu glänzen, wenn die Rede auf die Fahnenweihe kam. |
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Am 6. August besucht der Verein den Geb.
Trachten Erh. Verein Jagakamm Aurachtal. Zur Erinnerung bekamen wir ein
Fahnenband. |
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Am 13. August besucht der Verein das
Gaufest in Tölz mit Daxwagen und bekamen dort den 1. Trachtenpreis, einen
wertvollen Humpen mit 2 Deckel. |
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Am 20. August nahm der Verein an der
Fahnenweihe des G.Tr.Ehr.Verein Eichenlaub Schwarzenberg-Elbach mit 22
Personen teil. Die Burschen fuhren per Rad und die Dirndl fuhr Herr Lehmann
und Herr Kugelmann Raineralm mit Auto. Wir bekamen ein Fahnenband und den 2.
Preis 2 Bilder und ein zinnernes Krügl. |
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Der Verein hielt am 10. September 1922
im Vereinslokal eine Versammlung ab, indem Vorstand Seestaller die
Vorstandschaft aufgeben mußte und wir zur Neuwahl schreiten mußten. Das
Ergebnis der Neuwahl war folgenden:
1. Vorstand Sanktjohanser Lorenz'
2. Vorstand Rasch Xaver
1. Schriftführer Obermayer Franz
1. Kassier Jennerwein Franz
2. Kassier Lindebner Jakob
1. Vorplattler Erlacher Lorenz
2. Vorplattler Jennerwein Mathias
Fahnenjunker und Zeugwart Fröhlich Johann
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Der Verein hielt am 1. Oktober 1922 in
der Raineralpe ein Tanzkränzchen ab, welches sehr gut besucht war; mußten aber trotzdem draufzahlen.
Johann Fröhlich Schriftführer
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Tätigkeit des Vereins im Jahr1923 |
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Am 13. Mai besuchte der Verein den G.Tr.Erh.Verein Geigastoana Sachsenkam bei ihrer Fahnenweihe. Wir lösten
dort 15 Festzeichen für ein Fahnenband. |
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Am 10. Juni besuchte der Verein den G.Tr.Er.Verein Bodenschneidler Hauserdörfl und lösten dort 15 Festzeichen
für ein Fahnenband. |
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Am 17. Juni besuchte der Verein d´Hirschbachtaler Lenggries bei ihrer Fahnenweihe. Wir erhielten dort einen
Maßkrug als Ehrenpreis und lösten 15 Festzeichen fürs Fahnenband. |
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Am 24. Juni besuchte der Verein d´Rohnbergler Parsberg bei ihrer Fahnenweihe und lösten 15 Festzeichen für
ein Fahnenband. |
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Am 29. Juli besuchte der Verein das Gaufest in Gmund mit 22 Mitgliedern
per Daxwagen. Wir erhielten dort den 1. Trachtenpreis mit 84 Punkten. Wir
zogen das Los Nr. 7 und bekamen ein Hirschgeweih. |
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Am 26. August hielt der Verein ein Gartenfest ab, wo auch d´Hirschbergler
und d´Neureuther teilnahmen. Wir hatten schönes Wetter und hielten
Hosenlaufen, Schubkarrenrennen und Eierlaufen ab. Außerdem noch
Fischstechen, Zylinderstechen und Kegelscheiben. Wir hatten 2 Tanzbühnen
und 6 Mann Musik. Der Überschuß wurde zur Zahlung von Bauholz verwendet. |
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Nachdem wir im Juli 1923 den Entschluß
faßten , eine Vereinshütte
zu bauen in dem Stil wie die Hirschbergler eine haben. Und wir von Gräfin
Sascha von Schlippenbach den Baugrund bekamen, konnte das Unternehmen
"Hütte" beginnen. An Weihnachten war der Rohbau ohne Dach fertig.
Das ganze Dorf hatte mitgeholfen durch Spenden und Dienstleistungen. Dann mußte die Arbeit wegen des Schnees unterbrochen werden. Der Arbeitsdrang
war so groß, daß trotz des Winters, am 5. April das Firstbier gefeiert
wurde. Am 19. Juli war die Einweihungsfeier; ein großes Fest mit Musik,
Tanz, Gesang, Reden und dem Theater: die Brautschau.
Gräfin von Schlippenbach wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.
1923 wurde sie für ihre Verdienste um Kreuth und seiner Bürger auch
Ehrenbürgerin von Kreuth.
Nun ging es mit dem
Komödispielen erst richtig los. Bedingt durch den
guten Ruf dieser Laienspielgruppe malte Baron Massenbach unentgeltlich die
Theaterbühne. Am 23. Januar 1926 wurde 1. Klasse und Brautschau aufgeführt, dazu kamen
extra aus München 70 Mitglieder einer Theatervereinigung. Bis in die
Landeshauptstadt hat sich das Können dieser Laiengruppe herum gesprochen. |
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1924 |
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Bei der Generalversammlung am 6. Januar
1924 wurde der Jahresbeitrag auf 2 Mark, Aufnahme 1,50 Mark und
Vereinszeichen 1,50 Mark festgesetzt., außerdem wurden Herr Sanitätsrat
May und Herr Forstmeister Thoma als Ehrenmitglieder aufgenommen. |
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Am Sonntag den 7. Januar hielt der
Verein vom Setzberg ein Preisrodeln ab, wobei sich 43 männliche und 13
weibliche Mitglieder beteiligten. Es wurden wertvolle Preis gestiftet.
Nach der Preisverteilung war dann noch die Christbaumversteigerung. |
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Am 30. März war im Gasthof Schwaighof
Versammlung der 4 Vereine und es zeigte sich wiederum das Zusammenhalten
derselben. |
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Eine außerordentliche
Generalversammlung wurde am 17. April 1924 notwendig. Da der Verein durch
die Schenkung des Baugrundes Grundbesitzer geworden ist, mußten wir uns
in das Vereinsregister des Amtsgerichts Tegernsee einschreiben lassen.
Unsere Statuten, wie sie bei der Vereinsgründung angefertigt wurden,
mußten auf Grund des Amtsgerichtes abgeändert werden und zwar nach
folgender Weise: (siehe
Statuten) |
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Ein Jahr nach dem Baubeschluß konnte
die Hütteneröffnung
am 19. Juli 1924 gefeiert werden.
Und weiter ging es mit dem Gartenfest.
Dazu schreibt der Fröhlich Hans: Am 27. Juli hielt der Verein sein
Gartenfest ab mit Aufführung von National- und Schuhplattlertänzen,
sowie Volksbelustigungen, Pfeifenlaufen, Zylinderstechen, Hütlwerfen,
Fischstechen, Kegelscheiben und Eierlaufen. Vor unserer Hütte war die
Hüttenkasse aufgestellt, welche sich reichlicher Einnahmen erfreuen
durfte. Es spielte die Kapelle Salzberger. Unser Bruderverein kam mit
Daxwagen angerückt. abends wurde das Theaterstück "die
Brautschau" nochmals zum Besten gegeben.
Es gab in diesem Jahr noch sechs
Theateraufführungen,
darunter die "Hl. Nacht" von Ludwig Thoma; noch einmal ein
Gartenfest mit der Musikkapelle Guggn Sepp, abends führten die Neureuther
aus Gmund das Theater " "Der verlorene Sohn" auf.
Selbstverständlich fuhr man mit dem Daxwagen zum Gartenfest der
Hirschbergler, aber auch den Geburtstag des Ehrenmitglieds Dr. May wurde
groß gefeiert. |
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1925 |
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Das neue Jahr begann gleich wieder mit
einem Theater: Die "Hl. Nacht" wurde noch einmal aufgeführt und
wegen der starken Nachfrage im Februar noch einmal. Zur Grundsteinlegung
der neuen Wiesseer Kirche wurde genauso ausgerückt, wie zur Fahnenweihe
nach Jenbach oder am Festzug beim Bundesschießen in Tegernsee. Das
Gartenfest wurde selbstverständlich abgehalten, zum Hirschbergler Ball
fuhr man, Mitglieder wurden verabschiedet, oder deren Geburtstag gefeiert.
Mit einer Hütte lebt das Vereinsleben auf. |
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1926 |
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Auch in diesem Jahr wurde das
Theaterspielen groß geschrieben. Am 7. Februar war in unserer
Vereinshütte ein Faschingskranzl, bei welchem unsere alte Dorfmusik zum
Tanz aufspielte. Es waren sehr viele Masken erschienen. Die Hütte war bis
auf den letzten platz besetzt und allzufrüh kam die Zeit wo man ans
Heimgehen denken mußte. Berichtet der Schriftführer.
Am 11. Juli beteiligte sich der Verein mit Musik beim Gaufest des
Oberländler Gaus in Reitrain. Das Gartenfest war am 1. August, die
Kreuther Musik spielte zum Tanz auf. Am 10. Oktober beteiligte sich der
Verein an der Kircheneinweihung in Wiessee. |
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1927 |
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wurde der langjährige Vorstand Lorenz
Sanktjohanser zum Ehrenvorstand des Vereins ernannt.
Am 6. Februar hielt
der Verein ein Preisrodeln vom Setzberg ab. Es beteiligten sich 45
Personen. Abend um 8 Uhr war Preisverteilung bei welcher jeder einen Preis
erhielt, nachher wurde zum Tanz aufgespielt.
Man feierte sein Gartenfest,
war beim Gartenfest der Hirschbergler und am Gaufest in Holzkirchen.
Theater wurde in diesem Jahr gar nicht gespielt. |
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1928 |
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In diesem Jahr wurde wieder fest Theater
gespielt.
Bei der Versammlung am 12. Mai war Punkt 1 der Tagesordnung:
Statt Loferl Strümpfe zu tragen, dies wurde aber zurückgestellt. Der
Verein tritt aber dem Altertumsgauverein Tegernsee bei.
Bei der
Versammlung am 15. Juli wurde beschlossen: ein schönes Muster für die
Trachtenstrümpfe auszusuchen; Frau Gräfin Schlippenbach eine
Ehrenurkunde zu überreichen; das Gartenfest am 22. Juli abzuhalten; es
wird zum Gaufest nach München gefahren; daß eine Abschiedfeier für das
Mitglied Hilde Gelpke stattfindet; zum Mitglied Hans Sennhofer in der
Glashütte einen Ausflug zu machen; alle Mittwoch und Samstag
Plattlerproben abzuhalten und für den Fahnenjunker eine Hutschnur zu
bestellen. 6 Paare beteiligten sich am Gaufest in München. Bei der
Trachtenschau erhielten sie den ersten Trachtenpreis.
Am Samstag den 15. September hielt der Verein ein Kranzl in der
Vereinshütte zu Ehren des Ehrenmitglieds Frau Gräfin Schlippenbach ab.
Die Hütte war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Hollaus Marie sprach
einen Prolog. Zum Tanz spielte die Kapelle Lang von Gmund. |
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Von
1929
bis 1934
ging es so weiter. man nahm Abschied am Grab von Vereinsmitgliedern,
machte Ausflüge, fuhr an Leonhardi mit einem Daxwagen mit, spielte
Theater, verabschiedete Mitglieder. |
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Bis
1935
der große Knall kam: Die Vereinshütte wird verkauft! (siehe
Leonhardstoana-Hütte) Mit dem
Verkauf der Hütte starb auch das Vereinsleben.
1936
gibt es keinen einzigen Eintrag im Protokollbuch und
1937
verfügte das
"Tausendjährigen Reich" die
Gleichschaltung der Vereine. Eigenständige Vereine ohne politische Färbung waren diesen
... ein Dorn im Auge und eine Gefährdung ihres Allmächtigkeitsanspruchs.
So ging der Verein sang- und
klanglos unter! |