Die Kreuther Abende "G´sunga
und g´spuit" unterscheiden sich wohltuend von den
Fernsehveranstaltungen, wie ja alpenländische Volksmusik nichts mit
Holleridi, Krach und Firlefanz zu tun hat. Hat doch nicht nur Wolfgang
Amadeus Mozart aus der Fülle der alpenländischen Volksmusik geschöpft,
Papagenos Arie aus der Zauberflöte war ursprünglich ein Volkslied; alle
großen Komponisten holten sich Anregungen aus ihrer Volksmusik (z.B. Smètana
aus der böhmischen, Dvoràk aus der tschechischen Volksmusik).
Daraus sieht man schon, daß Volksmusik nichts mit Hinterwäldlern zu tun
hat, sondern mit Volkscharakter; bayrische Volkslieder haben als Thema die
Liebe, das Leid, die Arbeit, Schnaderhüpfl aber auch geistliche und
Trauerlieder, alles was halt zum Leben gehört. Und so sind die von den
Leonhardstoana ausgerichteten Heimatabende im Leonhardstoana-Hof
Unterhaltung mit Niveau.
Den ersten Heimatabend, den die
Leonhardstoana ausrichteten war am 5. August 1923 in Bad Kreuth; damals
wurde er "Plattlerabend" genannt und zu Gunsten des
Hüttenbaus abgehalten. Dann gibt es diesbezüglich keine Eintragung
mehr im Protokollbuch, dafür aber mehrere Theateraufführungen pro
Jahr.
Erst mit dem Bau des Schützenhauses
begann die Tradition der Heimatabende.