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D´Leonhardstoana

Kreuth
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Die neue
Leonhardstoana-Hütte |
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1952 wird das Hüttenproblem
akut, denn die Gemeinde, unter Bürgermeister Hagn, hatte dem Verein das Schulzimmer gekündigt. (Die
ersten Plattlerproben nach dem Krieg fanden im großen Schulzimmer in der
Volksschule Kreuth statt. Zwar war damals immer noch der elektrische Strom
rationiert, aber mit einem Aggregat aus Wehrmachtsbeständen wurde es hell.
Georg von Kaufmann, damals Forstmeister in Kreuth lernte den jungen Leuten
wieder die alten Figurentänze und neue Plattler, fast nach militärischer
Disziplin. (Er war ja Major bei den Gebirgsjägern.) Als der Spitz (Frank
Hans) das sah, wurde er narrisch: "Schuacha is a Ausdruck der Freid, da
mag i hihaun wos mia baßt!") So wurden die Plattlerproben in den
Trockenraum vom Retzl verlegt. |
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In der ordentlichen Hauptversammlung am
10. April 1953 berichtet der 1. Vorstand, daß alle Bemühungen mit
Gemeinde und Weißachaugemeinschaft zur Lösung der Hüttenfrage immer noch
kein Ergebnis erbracht haben. Um nichts unversucht zu lassen und eine
möglichst zweckvolle Verwendung der vorhandenen Gelder und Materialien zu
gewährleisten, wurde beschlossen, einen Hüttenausschuß zu bilden. In
diesen Ausschuß wurden sodann folgende "Männer vom Fach" gewählt: 1.
Vorstand Sepp Winkler, Hans Edbauer, Hans Frank, Hiasl Jennerwein, Josef
Petz, Josef Stich, Hans Stillner, sowie für die Gemeinde Bürgermeister
Hans Hagn. |
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Im Seegeist erscheint 1953 ein Artikel
über die Hauptversammlung der Leonhardstoana: ...
Die Hauptsorge der
Kreuther Trachtler ist nach wie vor das Fehlen eines vereinseigenen
Lokals, in dem Plattlerproben abgehalten werden können. Da durch die
Gemeinde nun auch noch das Schulzimmer gekündigt ist, ist dieses Problem
wieder ganz besonders akut geworden.
Da kein anderer Raum vorhanden ist,
will die Vorstandschaft versuchen, mit der Gemeinde zu einem wenigstens
befristeten Übereinkommen zu gelangen, da auch der Trachtenverein ein
nicht zu übersehender Faktor in der Fremdenverkehrswerbung sei. Wenn man
schon für Tracht und Brauchtumserhaltung kein Verständnis mehr aufbringe,
so müsse man eben auf die materiellen Vorteile verweisen, die der
Trachtenverein der Gemeinde bzw. dem Fremdenverkehr zu bringen imstande
sei, obwohl dies nicht der eigentliche Zweck der Sache sei. |
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Die Verhandlungen mit Gemeinde,
Weißachaugemeinschaft und privaten Grundbesitzern führten trotz aller
Bemühungen, für die Hütte einen Platz zu finden, zu keinem Erfolg. |
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Am 2. August 1953 faßte der
Hüttenausschuß und die Vorstandschaft den Beschluß, auf ein Angebot von
Josef Winkler sen. einzugehen und auf dessen Grundstück eine zerlegbare
Mehrzweck-Hütte zu erstellen.
Der Vertag mit Herrn Winkler wurde
ausführlich beraten und schließlich einstimmig gut geheißen. Er stellt
unter den gegebenen Umständen die beste Lösung dar, die gefunden werden
konnte.
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Am 4. Oktober 1953 löste sich der Hütten-Ausschuß auf, nach dem seine Aufgabe erfüllt war. Am selben Abend
wurde die von Josef Stich erbaute Hütte, die allgemein als glückliche
Lösung bezeichnet wurde, mit Musik und Tanz eingeweiht. |
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