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D´Leonhardstoana

Kreuth
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| Für Feiern aller Art:
ob
Hochzeit, Geburtstag, Betriebsfeier usw. können Sie
den Leonhardstoana-Hof mieten. Er gibt Ihrem
unvergeßlichen Fest den richtigen Rahmen. |
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Der
Leonhardstoana-Hof |
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Der Wunsch nach einer Hütte mit
Bewirtschaftung und für Veranstaltungen war all die Jahre unterschwellig
immer vorhanden. Anfang der 80iger Jahre war es dann so weit. Doch die Schwierigkeiten waren enorm.
War doch Bürgermeister Mayr der Ansicht, die Leonhardstoana brauchen
keine eigene Hütte, sie haben im Schützenhaus ihr (eingeschränktes
und geduldetes) Unterkommen; das Landratsamt Miesbach wollte keinen
Bau im Außenbereich genehmigen (obwohl daneben bereits die
Schießstatt stand).
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So häufte sich Stein auf Stein, doch irgendwann
dreht sich der Wind. Der 2. Bürgermeister Hans Schober setzte sich mit
aller Kraft für den Verein ein. Kreisbaumeister Schmidt wußte von
einem denkmalgeschützten Hof in Otterfing, der einen neuen
Standplatz brauchte; so kam der 200 Jahre alte "Huberhof in Bergham"
nach Kreuth. |
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Bei der Hauptversammlung am 3. Mai 1980
kam ganz überraschend einer neuer Punkt auf die Tagesordnung. Der Wunsch
eines eigenen Trachtenheimes. Da nach einer Aussprache des gesamten
Vereinsausschusses am 28. Januar, mit dem 1. und 2. Bürgermeister die
Notwendigkeit einer eigenen Vereinshütte erörtert und diskutiert wurde,
besteht nun endlich ein Hoffnungsschimmer ein Grundstück zu bekommen.
Bürgermeister Karl Mayr konnte uns zu diesem Thema sogar ausführlicher
berichten. Er dachte sich den Platz einer Hütte in der Nähe des
Schützenhauses.
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Sehr fleißig waren unsere Männer vom
22. bis 31. August 1980. Sie brachen die alte Staudacher Säge in
Tegernsee ab, welche uns kostenlos als Bauholz für unsere evtl. neue
Hütte zum Abbruch angeboten wurde. Fein säuberlich lagert das Holz jetzt
neben der Schiaßstatt, hoffentlich nicht allzulang. |
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In seinem Rechenschaftsbericht bei der
Hauptversammlung am 4. April 1981 klärte uns Vorstand Sepp
Sanktjohanser über die Zukunftspläne des Vereins auf. Ein Hüttenneubau
wird uns im Bereich der Schiaßstatt vom Landratsamt nicht genehmigt, da
es im Außenbereich des Ortes liegt. Wir dürften nur eine bereits
bestehende Hütte aufstellen. Vom Forstamt Kreuth wurde uns
freundlicherweise die Wildalm angeboten, die allerdings nach
Besichtigung einiger Ausschußmitglieder größenmäßig als ungeeignet
erschien und daher dankend abgelehnt wurde. Aber wir geben nicht auf. |
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Am 16. Mai 1981 fand die Besichtigung
des Huberhofes in Otterfing statt, mit ein paar Änderungen ist der Hof
für unsere Zwecke geeignet. Im Juni war der Plan des denkmalgeschützten
Hofes bereits beim Zweckverband, der Bauausschuß der Gemeinde Kreuth hat
ihn einstimmig genehmigt. Öltank, Heizkörper und Kühlaggregate bekommen
wir vom ehemaligen Gasthof Post und können sie beim Thoma in Enterfels
lagern. Ein Gesuch an den Wasserbeschaffungsverband Riedlern und an
Schützengesellschaft Wolfschlucht wegen Wasser- und Kanalanschluß wird
eingereicht. |
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Beim Waldfesthelfer-Essen am 22.
August 1981 präsentierte uns als Vorspeise der Vorstand Sepp
Sanktjohanser die Baugenehmigung für unser Leonhardstoanavereinsheim.
Wir durften den "Huberhof in Bergham" (Otterfing) abtragen und in Kreuth
nahe der Schiaßstatt wieder aufbauen. Da es mehr Arbeit ist, so einen
denkmalgeschützten 200jährigen Hof aufzustellen, verfassen wir einen
Bittbrief an alle Mitglieder und Gönner des Vereins. |
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Im August 1981 erreicht
dieser Bittbrief alle Mitglieder: |
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Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Gönner des
Gebirgstrachten-Erhaltungsvereins d´Leonhardstoana!
Schon herumgesprochen hat sich und im "Seegeist" der Tegernseer
Zeitung stand auch schon zu lesen, daß wir Leonhardstoana bald ein
eigenes Vereinsheim besitzen werden.
Geschenkt bekommen haben wir einen denkmalgeschützten Bauernhof, den wir
abbauen dürfen, allerdings nur unter der Bedingung, daß er wieder
aufgebaut wird bei uns in Kreuth.
Mit der Freude über das Geschenk und den Stolz, bald ein vereinseigenes
Heim zu besitzen, ist aber auch verbunden die Einsicht und das Wissen,
welch großer Anstrengungen und Mühen und welcher Einsatz es aller
bedarf, um das Werk anzupacken, durchzuführen und zu vollenden. Dies kann
und wird nur gelingen wenn es als ein GEMEINSCHAFTSWERK, als eine
GEMEINSCHAFTSAUFGABE aufgefaßt wird, als eine Tat, die nicht nur den
Leonhardstoanern eine eigene Heimstatt beschert, sondern auch ein bodenständiges
heimatverbundenes Bauwerk der Nachwelt erhält.
Alle die sich den Sinn für diese Aufgabe und Tat bewahrt haben, bitten
wir darum inständig, bei diesem Gemeinschaftswerk mitzuwirken
- als freiwillige Helfer und Arbeitskräfte beim Abbau - und Aufbau des
Hofes
- als Spender von Baumaterial (Bäume, Schnittware - usw.)
- durch Hand- und Spanndienste
- als Spender von Geld (für Geld- und Sachspenden kann eine
steuermindernde Spendenbestätigung ausgestellt werden).
Bitte helfen Sie alle mit, das "Jahrhundertwerk" der
Leonhardstoana zu verwirklichen. Jede kostenlos geleistete Arbeitsstunde,
jede Sach- und Geldspende ist ein wesentlicher Beitrag zur Förderung des
Heimatgedankens und was an erhaltenswertem Brauchtum damit untrennbar
verbunden ist.
Mit herzlichen Grüßen
GTEV d`Leonhardstoana
Josef Sanktjohanser Vorsitzender |
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Seit gut 200 Jahren steht der
"Huberhof in Bergham" in der Gemeinde Otterfing. Seit einigen Jahren steht
er unter Denkmalschutz.In ein paar Monaten wird dieser alte Bauernhof in Kreuth stehen und den
Mitgliedern des Gebirgstrachten-Erhaltungsverein d´Leonhardstoana eine
Heimstatt sein.
Die Behörden haben
dankenswerter Weise dem Abbruch des denkmalgeschützten Hofes in Otterfing
zugestimmt, allerdings nur unter der Bedingung, daß er wieder aufgebaut
wird, also der Nachwelt als ein Beispiel gediegener alter bäuerlicher
Bauweise erhalten bleibt.
Diese Forderung können nun die
"Leonhardstoana" erfüllen, nachdem sie mit der jetzigen Besitzerin Frau
Anna Kirschenhofer, dem Landratsamt Miesbach (wobei Kreisbaumeister Karl
Schmid sich als großer Helfer erwies), der Weißachaugemeinschaft Kreuth
(die den Baugrund zur Verfügung stellt) und der Gemeinde alles abklären
und regeln konnten.
Kostenlos erhalten die "Leonhardstoana"
den Hof, auf ihre Kosten haben sie ihn in Otterfing abzutragen, um ihn
dann beim Schützenhaus in Dorf Kreuth wieder aufzubauen als Vereinsheim. |
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Der "Steckbrief" des alten
Hofes und damit des neuen Vereinsheimes:
Länge - 19 m
Breite - 12,50 m
Erdgeschoß -
gemauert mit Ziegeln
Obergeschoß - mit Balken aufgeschlossen.
Aus dem Stallteil und der
Tenne entstehen Lagerräume für die Gerätschaften des Vereins und Tanzräume
für die Volksstanz- und Plattlergruppe.
Die Zimmereinteilung im bisherigen Wohnteil des Hofes bleibt im
wesentlichen erhalten; genutzt werden die Räume dann für Versammlungs- und
Ausstellungszwecke. |
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Das Echo auf diesen Brief war
unwahrscheinlich.
Nicht nur Mitglieder und Privatpersonen wollten arbeiten und spenden. Auch
Geschäftsleute und Betriebe fragten an, welche Arbeiten sie unentgeltlich
am Hof ausführen dürften. |
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Im Seegeist schreibt der Wengermayer Peps: |
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Kreuther Trachtler werden in Otterfing
fündig:
Denkmalschutz beschert den Leonhardstoanern ein Heim
Wenn alles nach Wunsch geht, dann haben
die Mitglieder des Trachten-Vereins "d´Leonhardstoana" noch heuer ein Dach
über dem Kopf: ein eigenes Vereinsheim.
Entstehen wird es in unmittelbarer Nachbarschaft des Schützenhauses in
Kreuth, nachdem dort die Weißachaugemeinschaft mit einem langjährigen
Pachtvertrag den Baugrund zur Verfügung stellte. Die neue Heimstatt der
Leonhardstoana steht auch bereits und das schon seit über 200 Jahren. Aber
nicht als Vereinsheim und nicht in Kreuth, sondern als jetzt
denkmalgeschützter Bauernhof "zum Huber in Bergham" in der Gemarkung
Otterfing.
Wie kommen die Leonhardstoana an dieses Objekt? Auf die Spur gebracht hat
sie Kreisbaumeister Karl Schmid, der um ihre Baupläne wußte. Schmid kannte
aber auch die Baupläne der Otterfinger Hofbesitzer, die sich nur
verwirklichen lassen, wenn der vom Landesamt für Denkmalpflege unter
Schutz gestellte Hof der Nachwelt erhalten bleibt.
Einig sind sich nun die Kreuther und Otterfinger "Hofpartner". Kostenlos
erhalten die Leonhardstoana den Hof, müssen ihn in Otterfing abbauen und
in Kreuth wieder originalgetreu aufbauen, wobei die baurechtliche
Genehmigung noch beinhaltet, daß im "Innenbereich" des Wohnteiles keine
wesentlichen Raumänderungen vorgenommen werden dürfen. Nur der bisherige
Stallteil darf im Erdgeschoß zum Lagerraum umgestaltet werden und die
Tenne als Tanzraum für die Plattler- und Volkstanzgruppe.
Die Trachtler haben den behördlich notwendigen Bauantrag bereits gestellt
und er wurde vom gemeindlichen Bauausschuß schon befürwortet und an das
Landratsamt weitergeleitet. Sepp Sanktjohanser, der Vorstand der "Leonhardstoana",
hofft daß die Baugenehmigung bald kommt und er zu seinen Mitgliedern sagen
kann: "Spuckts in d´Händ, de Arbat wart!" Viel Arbeit wird zu leisten
sein, den Hof in Otterfing abzubauen und in Kreuth wieder aufzubauen. Die
"Leonhardstoana" besitzen dann aber eine heimatgerechte eigene Heimstatt
und haben im wahrsten Sinne des Wortes Denkmalschutz in die Tat umgesetzt,
in dem sie ein Stück Heimatgut der Nachwelt erhalten.
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Baubeginn:
Also am 22. August 1981 bekamen wir die
Baugenehmigung, bereits am Donnerstag 27. August steht das Schnurgerüst,
am Freitag wird es vom Herrn Gmach vom Landratsamt Miesbach abgenommen.
Samstag 29. August Aushub und es wird auch schon angefangen den Keller
einzuschallen. Auch die Bauhütte wird aufgestellt. Bereits am 20. Oktober
wird die Kellerdecke betoniert. innerhalb von 3 Tagen wird in Otterfing
der Huberhof abgetragen, 18., 19. und 20. November 1981, und am Samstag
den 6. Dezember wird um 17.10 Uhr der Firstbaum angebracht. Die Hebfeier
findet am Samstag den 12. Dezember im Schützenhaus statt.
Die Vertragsdauer zwischen
Weißachaugemeinschaft und Leonhardstoana beträgt 70 Jahre.
Für unseren Bau sind Dachplatten
abzuholen beim Hotel Post.
Am 1. Juli 1982 konnte schon die
Ausschußsitzung im Lagerraum unseres Trachtenhofes stattfinden.
Am 20. August 1983 konnte die
Ausschußsitzung zum ersten Mal in der "Stubn" im Leonhardstoanahof
abgehalten werden. |
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Leonhardstoana-Hof-Eröffnungsfeier am
26. November 1983 (vor dem
Gründungsfest war keine Zeit mehr) |
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Gegen 15 Uhr
begann die offizielle Übergabe des Hofes und wieder ist es ein 1.
Vorsitzender Sanktjohanser wie damals am 19. Juli 1924, der ein neues
'Vereinsheim auf die "Füße" brachte. Zu diesem großen Tag wurden alle
Mitglieder, Geld- und Sachspender und vor allen Dingen alle Arbeiter
eingeladen, die in zwei Jahren Arbeitszeit den denkmalgeschützten
"Huberhof in Bergham" abtrugen und ihn Balken für Balken in Kreuth wieder
aufstellten. Als kleine Anerkennung gab es zu Essen und zu Trinken was
jeder nur so runter brachte. Im Nebenzimmer war ein kaltes Büffett mit
Spanferkel und Leberkas inmitten eines großen Salatwettbewerbs aufgebaut.
Die musikalische Untermalung übernahm der Ruapp´n Sepp mit seinen
Musikanten. Nach den Gratulanten wurde noch lange fachsimpelnd zusammen
gehockt und erst im Morgengrauen konnte man sich trennen. |
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Mit diesem Hof lebte auch die Theatertradition des Vereins wieder
auf. Jedes Frühjahr sind mehrere ausverkaufte Vorstellungen. Am
letzten Julisonntag findet das traditionelle Trachtenwaldfest statt.
Am Kirchweihsonntag feiert der Verein nun schon seit Jahren seinen
Jahrtag mit Kirchenzug, Amt, Kranzniederlegung und abschließendem
Essen und Tanz im Hof. Auch die Heimatabende (G´sunga und g´spuit)
finden hier statt, sowie Tanzveranstaltungen, Nikolaus und
Weihnachtsfeiern für die Mitglieder. |
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Bei der Hauptversammlung im Januar
2000 wurden der damalige 1. Vorstand Sepp Sanktjohanser und der 2.
Vorstand Schorsch Gloggner zu Ehrenmitgliedern ernannt; gegen ihren
ausdrücklichen Willen. Bei der Hauptversammlung im Januar 2004
wurden auch die Mitglieder Winkler Gottfried und Hörth Ludwig für
ihren unermüdlichen Einsatz für den Verein und den Hof zu
Ehrenmitgliedern ernannt.
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Für Feiern aller Art: ob
Hochzeit, Geburtstag, Betriebsfeier usw. können Sie
den Leonhardstoana-Hof mieten. Er gibt Ihrem
unvergeßlichen Fest den richtigen Rahmen. |