D´Leonhardstoana    

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Waldfest

       
  1921 begann die Tradition der Garten- bzw. Waldfeste der Leonhardstoana, die heute noch genauso beliebt sind wie zu Anfangszeiten.
   
  Dazu Berichte aus dem Protokollbuch:
   
  Am 3. Juli 1921 hielt der Verein im Gasthof Lehmann ein Gartenfest ab. Der Verein nahm die 20 Mann starke Neureuther Musik, welche sehr gut spielten und wir hatten einen sehr schönen Überschuß. Wir hatten auch Preise für Hosenlaufen, Eierlaufen und Zylinderstechen. Es war sehr lustig, jedoch abends gab es einen kleinen Streit mit Herrn Lehmann und wir beschlossen unser Stammlokal nach dem Kaffee Batznhäusl zu verlegen.
   
  1922 gab es kein Gartenfest, dafür die Fahnenweihe, die ein Riesenfest war.
   
  Am 26. August 1923

hielt der Verein ein Gartenfest ab, wo auch d´Hirschbergler und d´Neureuther teilnahmen. Wir hatten schönes Wetter und hielten Hosenlaufen, Schubkarrenrennen und Eierlaufen ab. Außerdem noch Fischstechen, Zylinderstechen und Kegelscheiben. Wir hatten 2 Tanzbühnen und 6 Mann Musik. Der Überschuß wurde zur Zahlung von Bauholz verwendet.

   
  Am  27. Juli 1924

hielt der Verein sein Gartenfest ab mit Aufführung von National- und Schuhplattlertänzen, sowie Volksbelustigungen, Pfeifenlaufen, Zylinderstechen, Hütlwerfen, Fischstechen, Kegelscheiben und Eierlaufen. Vor unserer Hütte war die Hüttenkasse aufgestellt, welche sich reichlicher Einnahmen erfreuen durfte. Es spielte die Kapelle Salzberger. Unser Bruderverein kam mit Daxwagen angerückt. Abends wurde das Theaterstück "die Brautschau" nochmals zum Besten gegeben.

   
  Am 24. August 1924

hielt der Verein sein 2. Gartenfest ab. Es spielte die Musikkapelle Maier (Guggn Sepp). An Volksbelustigungen gab es Zylinderstechen, Schubkarrenrennen und Eierlaufen. Abends brachte der Geb. Tr. Er, verein Neureuther Gmund das Theaterstück "Der verlorene Sohn" zur Aufführung. hernach war gemütliche Tanzunterhaltung und allzuschnell schlug die Stunde des Scheidens.

   
  Gartenfest am 2. August 1925.

Am 2. August hielt der Verein sein Gartenfest ab. Es kamen 60 Mann mit dem Lastauto vom Trachtenverein Hausham. Wegen der schlechten Witterung wurde in der Hütte getanzt wozu Guggn Sepp flott aufspielte. Bei Anbruch der Nacht als die Haushamer heimfuhren ging es immer noch lustig her. Immer wechselten Gesang und Tanz bis spät in die Nacht hinein.

   
  Am 1. August 1926 hielt der Verein bei schöner Witterung sein Gartenfest ab, welches von Fremden und Einheimischen sehr gut besucht war. Die Kreuther Musik spielte zum Tanze auf. Auch Volksbelustigungen gab es genug Zylinderstechen, Sackhüpfen und Eierlaufen, so daß jeder auf seine Rechnung kam. Abends war in der Hütte noch Tanzunterhaltung und allzubald schlug die Stunde des Scheidens.
   
  Am Sonntag den 31. Juli 1927

hielt der Verein bei sehr schöner Witterung sein Gartenfest ab, welches von Fremden und Einheimischen sehr gut besucht war. Die Kreuther Musik spielte zum Tanz auf. An Volksbelustigungen gab es Zylinder- und Fischstechen. Auch eine Kegelbahn war aufgestellt, welche sich eines sehr guten Besuches erfreute. Es verlief in guter Stimmung und gar zu bald schlug die Stunde des Scheidens.

   
 
         
   
  Am 22. Juli 1928

hielt der Verein bei schöner Witterung sein Gartenfest ab, welches von Fremden und Einheimischen sehr gut besucht war. Besonders die Hirschbergler waren sehr gut vertreten. Die 7 Mann starke Musik ließ lustige Weisen ertönen und gar bald sah man Jung und Alt beim Tanzen. An Volksbelustigungen gab es Sackhüpfen, Zylinderstechen, Fischstechen und Eierhüpfen. Auch eine Kegelbahn war aufgestellt, welche den ganzen Tag in Anspruch genommen war. Das Gartenfest verlief in guter Stimmung und allzubald schlug die Stunde da man an die Heimkehr denken mußte.

   
 
   
  Am 21. Juli 1929

hielt der Verein sein Gartenfest ab, welches von Fremden und Einheimischen sehr gut besucht war. Auch herrschte herrliches Wetter. Die sieben Mann starke Musikkapelle unter Leitung vom Zimmer Haiß spielten auf und bald sah man Jung und Alt beim Tanzen. An Volksbelustigungen gab es Kegelscheiben, Zylinderstechen und Fischstechen und Eierlaufen. Besonders die Kegelbahn erfreute sich eines sehr guten Zuspruchs. Abends 8 Uhr war Preisverteilung. Das Gartenfest verlief in sehr guter Stimmung. Und gar zu bald schlug die Stunde des Scheidens.

   
  Am 25. August 1930

hielt der Verein ein Gartenfest ab, welches von Fremden gut besucht war. Die Musikkapelle unter Leitung vom Guggn Sepp spielte zu Tanz auf. An Volksbelustigungen gab es Kegelscheiben, Fischstechen und Zylinderstechen. Abends war Preisverteilung und gar bald schlug die Stunde des Scheidens.

   
  Am 15. August 1931

hielt der Verein das Gartenfest ab, welches von Fremden und Einheimischen sehr gut besucht war. Es spielten 30 Mann der Pionierabteilung des Obermusikmeisters Schifferl zum Tanz auf. An Volksbelustigungen gab es Zylinderstechen und Fischstechen. Auch eine Kegelbahn war aufgestellt und erfreute sich guten Besuchs. Abend war Preisverteilung. Es verlief in guter Stimmung und zu bald schlug die Stunde des Scheidens. Leider setzte gegen Abend Regen ein und vertrieb viele Zuschauer.

   
  Am 14. August 1932

hielt der Verein in seinem Vereinslokal das Gartenfest ab. Es herrschte schönes Wetter. Zum Tanze spielte die Musikkapelle Marienstein. An Volksbelustigungen gab es Fischstechen, Zylinderstechen und Eierlaufen. Es wurde flott getanzt von Einheimischen und Fremden und herrschte im ganzen sehr frohe Stimmung

   
  Gartenfest am 20. August 1933.

Wie alljährlich, so hielt auch heuer der Verein ein Gartenfest ab. Bei Beginn des selben hatten wir sehr schönes Wetter. Als Festmusik waren diesmal die Wiesseer erschienen. Als Volksbelustigung gab es Hosenlaufen, Fischstechen, Zylinderstechen und Eierlaufen. Auch hatten wir einen Glückhafen, welcher sich eines guten Besuchs erfreute. leider kam abends, als die beste Stimmung herrschte, ein Gewitter und gar schnell war auf dem Festplatz niemand mehr zu sehn. In der Vereinshütte war noch gemütlicher Tanz und es herrschte eine lustige Stimmung.

   
  Gartenfest am 29. Juli 1934.

Am 29. Juli hielt der Verein sein Gartenfest ab. Es war herrliches Wetter. Zum Tanz spielte der Guggn Sepp auf. Es wurde ein Glückshafen gerichtet wozu freiwillige Spenden gegeben wurden. Die Lose waren schnell ausverkauft. Dadurch erhielt der Verein einen ganz schönen Überschuß. Von der Brauerei Tegernsee wurde ein Hektoliter Freibier gestiftet. Die Stimmung war sehr gut.

   
  Das war das letzte Gartenfest vor der Gleichschaltung 1937.
   
 

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