A Musi, a G´sangl und a Tanz

Die Kreuther Abende mit Musi und Tanz unterscheiden sich wohltuend von den Fernsehveranstaltungen, wie ja alpenländische Volksmusik nichts mit Holleridi, Krach und Firlefanz zu tun hat. Hat doch nicht nur Wolfgang Amadeus Mozart aus der Fülle der alpenländischen Volksmusik geschöpft, Papagenos Arie aus der Zauberflöte war ursprünglich ein Volkslied; alle großen Komponisten holten sich Anregungen aus ihrer Volksmusik (z.B. Smètana aus der böhmischen, Dvoràk aus der tschechischen Volksmusik). Daraus sieht man schon, dass Volksmusik nichts mit Hinterwäldlern zu tun hat, sondern mit Volkscharakter; bairische Volkslieder haben als Thema die Liebe, das Leid, die Arbeit, Schnaderhüpfl aber auch geistliche und Trauerlieder, alles was halt zum Leben gehört.

Der Trachtenvereine D`Leonhardstoana richtet in seinem Leonhardstoanahof die Veranstaltung aus, dessen Plattlergruppen auch das bairische Brauchtum im Tanz zeigen. Dieser 200 Jahre alte, denkmalgeschützte Huberhof stand in Bergham/Otterfing und wurde von den Leonhardstoanan Balken für Balken abgetragen, nummeriert und nach Kreuth-Riedlern gebracht und dort in 2 ½ Jahren wieder originalgetreu aufgebaut. Musi- und Gsangsgruppen kommen ebenfalls aus Kreuth und Umgebung. Der Sprecher bringt kurze Geschichten über den Alltag und die Geschichte unseres Tales. Auch unsere Gäste sind zum Freitanz aufgefordert.

Um sich auf diese Veranstaltung richtig einzustimmen, genießen sie die bairische Musi beim Klangspiel im Pavillion entspannend auf einer Liege.