Die Natur im Sommer

Sommer im Kreuther Kurpark

Augen auf! Der Tegernsee tritt Ihnen überraschend entgegen, wenn Sie den Gmunderberg herunterkommen. Wie ein Ferienparadies liegt die blitzende Wasserfläche in heiterer Weise und abwechslungsreicher Bergumrahmung vor Ihnen. Karl Stieler erschien der See wie ein Spiegel des Glücks. Am linken Ufer das Schloß Tegernsee mit seinem Turmpaar, auf der rechten Seite Bad Wiessee (seit 1909 besitzt es die stärkste Jod- und Schwefelquelle Deutschlands), am Südende Rottach-Egern.

Sommer in Kreuth natürlich ... natürlich in Kreuth

Verschiedene Täler münden in den Tegernseer Kessel. So gleicht der See einem Saal mit mehreren Nebengelassen. Er stellt den Überrest des einstigen Tegernsee-Gletschers dar, dessen Endmoränenwall sich bei Gmund abgelagert hat und die Wasser des Sees nach Norden abdämmte. Die Mangfall ist dabei den Moränenhügel durchzusägen. In engen Schlingen verläßt sie in Gmund den See, um durch die idyllische Egartenlandschaft zu fließen. Da die Bergwände eine ausgewogene Distanz zum Spiegel des Tegernsees wahren, bleibt genügend Platz für den Lebensraum des Menschen. Kur- und Erholungsstätten der Orte sind nicht eingezwängt zwischen hohen Bergflanken. Die Hänge hinauf und in die Täler hinein führen vielbegangene Wanderpfade. Die Gipfel westlich des Tegernsees gehören bis zur Wasserscheide zwischen Mangfall und Isar den Tegernseer Bergen an. Neben dem vielbesuchten Hirschberg sind die charaktervollen steilen Korallenriffe des Roß- und Buchsteins sowie des Leonhardsteins hervorzuheben.

Aus dem Kreuther Tal strömt die Weißach in den Tegernsee. Ihre Wasser kommen von Glashütte am Achenpaß herab (Glashütterweißach und vom Blauberg (Hofbauernweißach) und durchrauschen zwischen Roß- und Buchstein im Norden und Schildenstein im Süden bis Wildbad Kreuth ihr walddichtes Tal in östlicher Richtung. Hier betreten sie das Naturschutzgebiet der Weißachau und nehmen ihren Weg nach Norden. Das Tal wird zusehens weiter, der Talboden zunehmend ebener. Rechts und links des Flusses konnten sich Aupartien vom Typ des sog. Föhren-Schneeheidewaldes entwickeln, die wegen ihrer eigenartigen und reichen Flora unter Schutz gestellt wurden. Trotz der rigorosen Eindämmung der Weißach (um 1900) ist das Auengebiet so schön und blumenreich geblieben, daß es zu einer rechten Spazier-Landschaft für die Gäste geworden ist. Da leuchten im Laufe des Jahres die Ähren des Blaugrases, das Gelb der Buchsblätterigen Kreuzblume, das Blau des Stengellosen Enzians, das Gold der Aurikel, die silbrigen Blätter der Mehlbeere, das Rosa der Mehlprimel, die weißen Sterne der Silberwurz oder Alpendryade; im Hochsommer dann die blauen Becher der Glockenblume, das Gelb des Alpenpippaus und des weidenblättrigen Rindsauges, die Purpurköpfe der Bergdistel und die gelblich weißen Blüten des Berggamanders: danach die Ästige Zaunlilie, die Großblütige Braunelle, der Schwalbenwurzenzian, die Studentenblume und die Silbersterne der rotblühenden Kratzdistel. Wie ein breiter, massiger Riegel schließt der Blauberg das Weißachtal nach Süden ab. Halserspitz und Schildenstein heißen seine Gipfel, die vom Wildbad Kreuth aus zu erreichen sind. Unterhalb des Schildensteins durchsteigt man die wildromantische Wolfsschlucht mit ihren Wasserfällen und Gumpen.

Quellennachweis: Bayerische Landeskunde II Prestel Verlag München

Natur pur! Hier können Sie richtig tief durchatmen und sich frei fühlen, fern von Hektik und Alltagsstreß.

Ausblicke ... Sie müssen nicht zu Fuß auf den Berg steigen. Bergbahnen und Lifte machen´s Ihnen leicht, das Erlebnis Berg und Natur zu genießen. In nur 13 Minuten ermöglicht die Wallberg-Kabinenbahn den schnellsten und bequemsten Aufstieg zu einem der schönsten Aussichtspunkte des Tegernseer Tales (mit der TegernseeCard zum halben Preis). Oder Sie schweben mit der Doppelsesselbahn von Enterrottach/Sutten über malerische Almen und Hütten hinauf zum Stümpfling. Von dort genießen Sie einen fantastischen Fernblick und erreichen ebenso komfortabel den Spitzingsee.