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Geschichte, Brauchtum und Tradition in Kreuth
Die
offizielle Geschichte von Kreuth beginnt 1184 mit
dem Bau der steinernen Kirche. Es gab jedoch vorher
schon eine Kirche aus Holz und in alter Zeit war der
Kirchenhügel sehr wahrscheinlich ein keltisches
Heiligtum.
Siebzehn Ortsteile bilden
die Gemeinde Kreuth, die
sich vom Tegernsee bis zur
Landesgrenze nach Tirol
erstreckt und an Lenggries,
Bad Wiessee, Tegernsee
(durch den See) und
Rottach-Egern angrenzt. Im
Gemeindegebiet liegt das
Landschafts- und
Naturschutzgebiet der
Weißachauen.
Kreuth hat eine traditionsreiche Geschichte;
ein besonderer Tag im Jahresablauf des
Dorfes ist die Leonhardifahrt am 6. November
(erstmals 1442), die in Kreuth festlich mit
einer dreimaligen Umfahrt begangen wird;
befindet sich doch hier die älteste
geschichtlich bekannte Leonhardskirche
Süddeutschlands.
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Früher
errichtete man mit Vorliebe
dem hl. Leonhard, als
Beschützer und Tröster, an
Paßstraßen ein Heiligtum, so
auch in unserm Tal, führten
doch lange Zeit schon
„Urwege“ in Form von
Saumpfaden über Kreuth nach
Tirol, ehe Graf Heinrich von
Tirol, Herzog von Kärnten im
Jahr 1320 den Fahrweg durch
das Achental und über den
Stubenpaß zu uns eröffnete.
Im Jahr 1446 wurden die
Silbergruben in Schwaz
erschlossen und vor allem
die Fugger aus Augsburg
benutzten die Achenstraße
für den Transport des
Silbers von Tirol nach
Bayern. Da konnten die
Roßknechte für den ersten
Teil der sicherlich
gefährlichen Reise dem hl.
Leonhard in Kreuth danken
und um weitere Fürsprache
bitten.
Abgeschirmt durch waldreiche
Bergketten, besitzt das
Kreuther Tal ein Klima, das
zu keiner Zeit rau ist und
dem einer Höhenlage von 1600
m ü. M. entspricht. Heilsam
und Wohltuend ist die
„Kreuther Luft“, die ihre
Wirkung dem Wald- und
Wasserreichtum des Tales
verdankt und der Gemeinde
das staatliche Prädikat
„Heilklimatischer Kurort“
eintrug.
Kilometerlange ebene Wege,
fernab vom Straßenverkehr,
laden zu erholsamen
Spaziergängen, und auf die
umgebenden Berge und Gipfel
führen markierte Wege, an
denen Berggasthäuser und
bewirtschaftete Almhütten
Speis und Trank anbieten. In
Dorf Kreuth locken das schön
gelegene moderne Warmfreibad
und der ruhige, im Schatten
alter Bäume liegende Kurpark
zum geruhsamen Verweilen.
Das zwei
Kilometer von Dorf Kreuth
entfernte Wildbad Kreuth,
eines unter vielen
Wanderzielen, wurde einst
nach dem Erwerb durch König
Max I. Joseph von Bayern im
Jahr 1818 und folgendem
großzügigen Ausbau zum
Treffpunkt der
Hocharistokratie Europas;
die dortigen Heilquellen
erwähnt die Chronik des
Klosters Tegernsee bereits
im 14. Jahrhundert.
Der
heilklimatische Kurort
Kreuth garantiert nicht nur
von Frühling bis Spätherbst
erholsamen Aufenthalt; der
Winter bietet bei bekannt
schneesicherer Lage bestens
gepflegte Langlaufloipen und
Schikurse auf den talnahen
Lifthängen. |
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