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Weißachaustraße 5  83708 Kreuth am Tegernsee
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  Geschichte, Brauchtum und Tradition in Kreuth

Die offizielle Geschichte von Kreuth beginnt 1184 mit dem Bau der steinernen Kirche. Es gab jedoch vorher schon eine Kirche aus Holz und in alter Zeit war der Kirchenhügel sehr wahrscheinlich ein keltisches Heiligtum.

Siebzehn Ortsteile bilden die Gemeinde Kreuth, die sich vom Tegernsee bis zur Landesgrenze nach Tirol erstreckt und an Lenggries, Bad Wiessee, Tegernsee (durch den See) und Rottach-Egern angrenzt. Im Gemeindegebiet liegt das Landschafts- und Naturschutzgebiet der Weißachauen.

 

Kreuth hat eine traditionsreiche Geschichte; ein besonderer Tag im Jahresablauf des Dorfes ist die Leonhardifahrt am 6. November (erstmals 1442), die in Kreuth festlich mit einer dreimaligen Umfahrt begangen wird; befindet sich doch hier die älteste geschichtlich bekannte Leonhardskirche Süddeutschlands.

 

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  Früher errichtete man mit Vorliebe dem hl. Leonhard, als Beschützer und Tröster, an Paßstraßen ein Heiligtum, so auch in unserm Tal, führten doch lange Zeit schon „Urwege“ in Form von Saumpfaden über Kreuth nach Tirol, ehe Graf Heinrich von Tirol, Herzog von Kärnten im Jahr 1320 den Fahrweg durch das Achental und über den Stubenpaß zu uns eröffnete. Im Jahr 1446 wurden die Silbergruben in Schwaz erschlossen und vor allem die Fugger aus Augsburg benutzten die Achenstraße für den Transport des Silbers von Tirol nach Bayern. Da konnten die Roßknechte für den ersten Teil der sicherlich gefährlichen Reise dem hl. Leonhard in Kreuth danken und um weitere Fürsprache bitten.

Abgeschirmt durch waldreiche Bergketten, besitzt das Kreuther Tal ein Klima, das zu keiner Zeit rau ist und dem einer Höhenlage von 1600 m ü. M. entspricht. Heilsam und Wohltuend ist die „Kreuther Luft“, die ihre Wirkung dem Wald- und Wasserreichtum des Tales verdankt und der Gemeinde das staatliche Prädikat „Heilklimatischer Kurort“ eintrug.

Kilometerlange ebene Wege, fernab vom Straßenverkehr, laden zu erholsamen Spaziergängen, und auf die umgebenden Berge und Gipfel führen markierte Wege, an denen Berggasthäuser und bewirtschaftete Almhütten Speis und Trank anbieten. In Dorf Kreuth locken das schön gelegene moderne Warmfreibad und der ruhige, im Schatten alter Bäume liegende Kurpark zum geruhsamen Verweilen.

Das zwei Kilometer von Dorf Kreuth entfernte Wildbad Kreuth, eines unter vielen Wanderzielen, wurde einst nach dem Erwerb durch König Max I. Joseph von Bayern im Jahr 1818 und folgendem großzügigen Ausbau zum Treffpunkt der Hocharistokratie Europas; die dortigen Heilquellen erwähnt die Chronik des Klosters Tegernsee bereits im 14. Jahrhundert.

Der heilklimatische Kurort Kreuth garantiert nicht nur von Frühling bis Spätherbst erholsamen Aufenthalt; der Winter bietet bei bekannt schneesicherer Lage bestens gepflegte Langlaufloipen und Schikurse auf den talnahen Lifthängen.